– mehr so für’s Protokoll – ein fb-spezifischer Beitrag, gerade dort ins Fenster getippt – hierherkopiert, der Vollständigkeit halber –
Was man auch mal austesten könnte, ist mit einem Aufwasch alle hier entfreunden. Und dann abwarten, wer sich beschwert oder wem es überhaupt auffällt. Das sind dann die drei echten Freunde und die zweieinhalb, die einen stalken. Oder so ähnlich. Ich habe in den letzten Jahren ja schon häufiger durchgefeudelt. Einfach „Freunde“ gelöscht, die man aus einem kurzen Kontakt und einem Anflug von Sympathie vor Monaten oder gar Jahren ohne weiteren Kontakt so mitgeschleppt hat. Manchmal habe ich solche Bedürfnisse. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich zum Beispiel die Angewohnheit, Seiten nur kurzfristig zu ‚liken‘, um einen Kommentar zu ermöglichen und dann wieder zu ‚unliken‘, war immer schön leer und aufgeräumt hier, problematisch für algorithmische Berechnungen. In letzter Zeit habe ich verschiedene Likes aus dem Bekanntenkreis belassen, man will ja auch niemanden beleidigen, wenn man freundschaftlich verbandelt ist. Allerdings finde ich es doch immer recht mutig, jemanden einzuladen, eine Seite zu liken. Das ist so ähnlich, wie wenn man ein Foto von sich an alle schickt mit der dezidierten Aufforderung, einem eine Liebeserklärung zu machen. Schwierig, schwierig. Dann ist es mir schon lieber, wenn jemand knallhart erklärt, dass er mehr traffic braucht, weil es sich um ein kommerzielles Projekt handelt. Wahrscheinlich stört mich auch nur diese Wortwahl mit dem „einladen“. ich „lade dich ein, meine Seite zu mögen“. Und? Was ist der Gegenwert bei dem Deal? Komme ich auf sämtliche Gästelisten? Freibier? Handsignierte Schallplatten aus Künstlerhand mit persönlicher Widmung? Ihr müsst mir schon auch etwas bieten. Eine schöne Kiste Bordeaux, da kann man nicht viel falsch machen. Im Grunde schreibe ich nur so ein Zeug, weil ich hier gerne ein bißchen Provokation hätte. Das ist mir schon wieder alles zu brav und lieb und nett. Agent Provocateur kennen Sie doch. Nicht die Dessous.

3 Antworten auf „06. Juli 2016

  1. habe gerade wieder in der Freundesliste aufgeräumt. Einige, die ich nur indirekt als bekannt bezeichnen konnte, gelöscht. War so ein Impuls. Habe wieder einmal den Vorsatz, nur noch Menschen da als Verbindung zu haben, die ich tatsächlich einmal getroffen habe, oder mit denen es einen nennenswerten online-Kontakt gab oder gibt. Sehr überschaubar bei mir, aber immerhin ist es jetzt eine Liste von Namen, bei denen mir angenehme oder wesentliche Ereignisse und gemeinsame Erlebnisse einfallen. Und die werden mir kaum Einladungen zu irgendwelchen likes schicken, sehr unwahrscheinlich. Die Bandseiten, von Musikern, die darunter sind, habe ich freiwillig geliked, sind aber auch ganz wenige.Seiten. Ich fühle mich da auch nicht verpflichtet.

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