28. April 2025

Teaserchen, nächtliche Message an Lydia:

„Betthupferl für Dich – bzw. Frühstückshäppchen – Einblick in meine Ausstellungsvorbereitung – Du kommst auf einem Bild vor, ich mache überdimensionale Filmstreifen, wo die landen werden im Amano, ist noch nicht klar, aber sie werden zu sehen sein! Die längeren Streifen sind ca. zwei Meter lang. Wir fangen morgen Abend mit dem Hängen an.“

27. April 2025

More Stuff! Fine Art Prints auf bestem Bütten „Hahnemühle Albrecht Dürer“ – ist gerade mein Lieblings-Fotopapier. Besonders leicht zu entscheiden, wenn man dasselbe Motiv auf anderen Abzugspapieren vor sich hat. Am schwächsten wirkt Spiegel Gloss.

Und Elefantengruß an Geburtstagskind Thorsten. Das war gestern sein Lieblingsbild, noch vor „Nike lehrt den Knaben Heldensagen“.

23. April 2025

Einblicke, noch nicht gerahmt, nur aufgelegt. Dann die Rückseiten stempeln, datieren und signieren. Dokumentieren. Rückwand beiseite, Scheibe, Glas polieren. Rückwand signieren, Scheibe und Rückwand einsetzen, Biegestifte schließen. Fotografieren. Katalogisieren. Ich könnte auch Stapel-Verarbeitung der einzelnen Schritte machen. Mal sehen. Wenn die soweit vorliegenden Abzüge gerahmt sind, kann ich herumprobieren – welche Kombinationen könnten an den Akustik-Paneelen funktionieren.

22. April 2025

Leider nicht von mir, aber wartet hier, bis zur Ausstellung in einer Woche – Faye Dunaway, 1967 fotografiert von Peter Brüchmann. Rückwärtig von ihm signiert. Nur die Blattgoldauflage am 50 x 60 cm-Rahmen ist von mir. Faye bekommt einen Ehrenplatz in der Amano-Bar. Von Peter Brüchmann werden noch weitere Fotografien zu sehen sein. Darunter ein sehr großer Abzug einer legendären Aufnahme von Sharon Tate, angedacht für den Platz über dem Kamin. Und Hilde ist dabei, mit Zigarette, ca. 1968, nach einem Konzert. Und Chet Baker. Jim und Jimi. Und so viele mehr.

21. April 2025

Warmen Gruß an Saskia, die für mich diesen Bilderrahmen am Straßenrand auflas. Vorgestern von mir mit Blattgold restauriert. Saskia hat ein Foto, wie er vorher aussah. Vielleicht kommt er mit der Agave ins Amano, Nun kann ich nicht weiter rahmen, die weiteren Abzüge werden erst geliefert und ich hoffe schon morgen.

21. April 2025

Arbeit am Portfolio, Vorauswahl. Tatsächlich werden zunächst mehr Fotografien gerahmt, als gezeigt werden. Man braucht Spielmaterial. Das kann nicht am Computerdisplay entschieden werden. Welche Aufnahme korrespondiert ideal mit den zur Auswahl stehenden Rahmen, welche Passepartoutfarbe usw. usf.

16. April 2025

Blumen gießen. Jan anrufen, fragen, wieso das (Geburtstags-)Telefonat gestern abgebrochen ist. (Akku leer?). Zweiten Barockrahmen überarbeiten, Grundierung drüber. Entspiegelte Acrylscheibe bei Faye Dunaway wenden – sieht Scheiße aus, mit der matten, entspiegelten Seite vorne. Museumsglas brilliert wenigstens im seitlichen Vorbeigehen, das Acrylzeug ja nun gar nicht, wirkt wie ein transparenter Grauschleier. Ganz schön warm heute, zu schneller Temperaturanstieg für meinen Geschmack, so von Null auf Hundert. Die Mädels schon wieder bauchfrei unterwegs. Immer noch doppelt und dreifache Reihen angeklebter Wimpern. Hört das nie auf? Harten Alkohol Besuchern überlassen. Früher zu Bett.

14. April 2025

w.i.p. Exhibition @AMANO, Auguststr. 34. Opening 30 April, 6 pm. Schon entspannter, wenn es eine Bar und Personal gibt. Jetzt nur auf die Exponate fokussiert. Habe gestern einen Abzug dessen Schwarzweiß mir zu kalt schien, mit Tee patiniert. Heute noch einmal gewässert, weil die Patina dann wieder zu stark war. Kleine Nuancen Unterschied. Die dunkelbraune Holzfront eines Rahmenprofils quasi schwarz überlasiert, mit einem Permanent Marker nur frontal. Dass Fotografien individuell und optimal zu rahmen, so ein Zirkus bei mir wird, hätte ich auch nicht erwartet. Das Gesamtbild muss eben stimmen. Ich rahme mal weiter. Und vorher schön die Scheibe von beiden Seiten mit Microfasertuch polieren. Hier bei mir auf dem Teppich liegen zwei Abzüge von Peter Brüchmann. Einer gestempelt und von ihm signiert. Zweimal dasselbe Motiv aus den Sechziger Jahren von Faye Dunaway. Sie hält einen runden Spiegel in der einen Hand nach oben, in der anderen ein Wattestäbchen. Ist sozusagen zwischengelagert bei mir, der Rahmen dafür ist bald hier. Wenn ich unten an der Kreuzung zu meiner Wohnung stehe, kann ich das AMANO sehen. Die Fotografien werden in die Hand genommen und rübergetragen.

13. April 2025

Work in Progress. Exhibition Space im Amano sondiert. Nun Hochformate und Rahmen für die Holzpaneele wählen. Querformate für einen langen Filmstreifen über einem langen Sideboard. Viele Ideen, die auch praktisch realisierbar sein müssen. Oberfläche der Abzüge, Hahnemühle-Bütten oder Baryt oder unterschiedlich. Befestigung? Vielleicht die Bilder mit großen Fleischerhaken in die Ritzen der Paneele. Ich wähle die Motive intuitiv, was passt in diese überaus stylishe Hotellounge und die Bar, auch farblich. Warmes SW. Bei Farbe keinerlei Primärfarben.

11. April 2025

Gestern die Scheibenbeschriftung der Sevenstar-Tür neu geklebt.

Danach Sophus fotografiert. Später den Youtube Channel „Fashion Neurosis“ von Bella Freud gefunden. Nicht schlüssig, ob ich es richtig gut finde, wie sie ihren prominenten Freundeskreis auf ihre Couch legt, in Manier ihres Urgroßvaters, und zum Erzählen bringt. Die Kamera von oben auf die Liegenden gerichtet, die sprechenden Köpfe, dann wieder auf die sitzende Bella. Habe die Folge mit Susie Cave gesehen, danach die mit Nick Cave, enge Freunde von Bella. Sehr lange Sitzungen, über eine Stunde. Teilweise so privat erzählt, dass es mich beinah peinlich berührt und ich denke, ich bin doch gar nicht mit denen befreundet, wenn ich sie auch faszinierend und sympathisch finde. Weiß noch nicht genau, was mich daran irritiert. Vielleicht das plakativ Originelle?

10. April 2025

Freu mich darauf, demnächst irgendwann mal keinen Schal mehr anzuziehen. Dauert die Kälte länger als sonst oder bin ich ungeduldiger? Vorhersage bedeckt, aber steigende Temperaturen. Sonne zeigt sich auch, wenn sie nicht im Wetterbericht steht. Die macht, was sie will. Sie, die Sonne. Le Soleil, er. KOMM ZU MIR.

10. April 2025

„Das Babylon ist ein Kino im Berliner Ortsteil Mitte, das Teil eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes am Rosa-Luxemburg-Platz gegenüber der Volksbühne ist. Das Gebäude wurde 1928/1929 nach Plänen des Architekten Hans Poelzig errichtet und gilt als ein beispielhaftes Werk in dessen Schaffensperiode der Neuen Sachlichkeit. 1948 wurde das Haus stark umgebaut und diente danach in der DDR als Spartenkino. Nachdem der Saal des Kinos 1993 wegen Einsturzgefahr hatte gesperrt werden müssen, wurde er von 1999 bis 2001 saniert und denkmalgerecht rekonstruiert. Die Rekonstruktion wurde 2002 mit dem „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ prämiert. Poelzig arbeitete auch als Szenenbildner und Architekt für Film und Theater der 1920er Jahre, der bedeutendste Film unter seiner Mitwirkung war Der Golem, wie er in die Welt kam von Paul Wegener und Carl Boese.[Neben dem Babylon entwarf Poelzig noch zwei weitere Kinos: in Berlin das Capitol am Zoo und in Breslau das Deli.“ Wikipedia

08. April 2025

Gestern Berliner Uraufführung der Doku „Der Tod ist ein Arschloch“ Beim „ACHTUNG BERLIN“ Filmfestival im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz. Der Film gewährt sehr persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag des Berliner Bestattungsinstituts „Lebensnah“ und portraitiert einige Mitarbeiterinnen, u. a. meine Freundin Maria Schuster, die dort seit mehreren Jahren als Bestatterin und Familienbegleiterin arbeitet. Der Film kommt im Winter in die Kinos. Heute Abend läuft er noch einmal im Acud in der Veteranenstraße

07. April 2025

Nachdem die Musen beschworen wurden, musiziert, Gedichte vorgetragen, bat Susannas Schwester um eine Minute des gemeinsamen stillen Gedenkens. Andacht, um zu sich zu vergegenwärtigen, was jeder ihr vielleicht noch gerne gesagt hätte. Dann rief sie die vier Erzengel zu Susannas Seite. Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Und auch Maria. Das berührte mich. Susannas erwachsene Zwillingssöhne traten auf ihr Handzeichen hinzu und hoben den kleinen Tisch mit der Urne und dem Urnenkranz an, stellten ihn beiseite, einer von beiden nahm die kleine Urne mit merklicher Behutsamkeit an sich. Dann senkte er sie in die runde Vertiefung, nah den Wurzeln der Eiche. Erste Schaufeln sandige Erde fielen hinein. Gefolgt von Blütenblättern. Die gut zweihundert Trauergäste formierten sich schweigend in Reihen, um es Susannas Söhnen und ihrer Schwester gleichzutun.

07. April 2025

So viele waren gekommen. Mirjam, die Thorsten und mich ab Frohnau in ihrem Auto mitgenommen hatte, meinte, sie hätte auf dem Parkplatz eine Reihe Münchner Kennzeichen gesehen. Alte Freunde und Wegbegleiter, die den weiten Weg in den sehr entlegenen Ort in der Uckermark auf sich genommen hatten. Wie wir. Mit dem Zug allein käme man nicht hin. Ein Bus, der nicht sehr oft fährt, nur ca. dreimal am Tag, wäre viel zu zeitig angekommen.

06. April 2025

Im Idyll ihres wilden Gartens, einem ehemaligen Obstgarten, der zu einem Gutshaus gehörte, steht eine Eiche. Ein Teil von Susannas Asche stand davor in einer sonnengelben kleinen Urne, daneben eine Staffelei mit Susannas Portraitfoto. Nur wenige Stunden vor ihrem vollends unerwarteten Tod sprach sie davon, dass sie eines fernen Tages gerne bei diesem Baum ihre letzte Ruhe fände. Da es ein privater Garten ist, findet noch eine reguläre Urnenbeisetzung auf einem Friedhof statt, aber ein kleiner Teil von ihr fand bei dieser wildromantischen Feier zum Ort ihres Herzens.

02. April 2025

Heute morgen und auch den ganzen Tag war ich so hektisch elektrisch unterwegs, dass ich mein schwarzes Shirt mit langen Ärmeln verkehrtrum, also von links angezogen hatte und es erst heute Abend zufällig gesehen habe, als mein Blick auf die Nähte an einem Ärmel fiel. War jetzt nicht großartig auffällig, weil ich was drüber hatte, ist mir aber noch nie passiert. So ein Ausnahmezustand behagt mir nicht sonderlich. Sehr anstrengender Tag. Aber nach der Hektik hab ich mich frisch gemacht, ein Jever getrunken und war gleich in besserer Stimmung. Jetzt gehts eigentlich wieder. Morgen auch wieder anstrengend, aber überschaubarer, und weit weniger langwierig.

01. April 2025

Die Luft dürfte ein bißchen wärmer sein, bißchen zäh, die Kälte. Die drei kommenden Tage 16 bis 18 Grad, das ist schon viel. Na ja. Bin heute nicht sehr inspiriert. Aufnahme vom August 2007. Anstatt herumzufaseln, trinke ich lieber noch was und dann bald in die Falle. Muss morgen leider Gottes wieder früh aus den Federn.

30. März 2025

Gruß von Mitte nach Mitte an Saskia, die mir vorhin einen bemerkenswerten, am Straßenrand gefundenen Bilderrahmen vorbeigebracht hat. Habe mich für die reizende Geste mit einer Flasche Hot Chili Ketchup von Werder revanchiert. Fand Saskia prima! Vergesst nicht, alle Uhren umzustellen, die sich nicht von selber umstellen und bringt es nicht durcheinander. Bin kein Fan der Zeitumstellung, schon gar nicht von Winter- auf Sommerzeit. Für Nachtfalter wie mich Horror. Kleines Champagne Problem. Immerhin hat sich mein aktuelles Notebook selbst umgestellt. Telefon nicht. Thema hiermit abgehakt. Heute regnerisch in Berlin, fühle mich etwas verknautscht, aber durchaus Sonne im Herzen.

25. März 2025

Gefällt mir: Sofyka – The Garden. Hat David Oesterling produziert, mit dem ich in den vergangenen Wochen ständig zu tun hatte. Er stellte sein DJ-Pult im Dezember für eine Show in die Kellerbar bei Sevenstar und er hatte es mir für meine Ausstellung noch dagelassen, benutzte es mit Bettwäsche und Kissen drauf als Sofa. Dafür wollte ich mich um den Rücktransport zu ihm kümmern. Heieiei, was für eine Aktion, einen Kurier zu bekommen. Aber nun ging es heute über die Bühne. Und ich hab ihn bei der Gelegenheit mal kennengelernt. Dachte, er legt auf, aber er ist ja ein richtiger Musikproduzent, hat schon viel gemacht. Gute Nacht.

21. März 2025

Private Bankangelegenheiten gehören eher nicht hierher, aber die heutige Transaktion war der Epilog nach dem Schlussakkord des Nachlassverfahrens, das mich seit dem Tod meiner Mama im Juli 2024 beschäftigt hat. Nach der Testamentseröffnung vor vielen Monaten, im Februar letzte bürokratische Vorkehrungen, um das ehemals gemeinsame Konto meiner Eltern zu schließen. Mit der Bestätigung der Kontoauflösung bekam ich vor zwei Wochen einen letzten Kontoauszug, der noch letzte Überweisungen von später zutage getretenen Rechnungen auswies. Unter anderem eine letzte Physiotherapie, drei Wochen vor ihrem Tod und eine Rechnung mit ihrem Todestag, für die – man mag das Wort nicht gerne schreiben, aber so heißt es – Leichenschau. Vielleicht auch gut, dass man in Unkenntnis eines solchen Verfahrens nicht weiß, wie lange sich das hinzieht. Bei anderen Konstellation noch viel, viel länger, wenn sich die Erben uneins sind. Was zum Glück bei uns nicht der Fall war. Ich war in den letzten Monaten so oft bei der Postbank, wo das elterliche Konto war, immer bei demselben Mitarbeiter, dass es schon wie ein freundschaftlicher Kontakt war. Bei den Besprechungen und Erklärungen spricht man auch über nicht bürokratische, persönliche Dinge der Regelung eines Nachlasses. Ich fühlte mich so gut aufgehoben, dass ich schon überlegte, ebenfalls ein Konto bei der Postbank zu eröffnen. Aber habe ich nicht gemacht. Ich erzählte das heute dem Mitarbeiter meiner Bank, der bei meinen Konten eine Transaktion vornahm. Er war auch sehr nett und verabschiedete sich mit den Worten, er hoffe, dass ich nun doch nicht zur Postbank abwandere. Werde ich nicht, in solchen Dingen bin ich eher bequem. Ist immer noch dasselbe Konto, das ich 1986, nach meiner Ankunft in Berlin eröffnet habe. Auf dem Weg zu meiner Bank in der Mittagssonne kam ich am Gedenkaltar für Anna R., der Rosenstolz-Sängerin vorbei. Am Theater des Westens ist in einer Nische der Fassade ein großes, wunderschönes Schwarzweißportrait von ihr angebracht, ca. 150 cm hoch, darunter viele Blumen und Kerzen, Briefe, Karten mit einem letzten Gruß, liebevollen Botschaften.

19. März 2025

Ok. Unterwäsche-Shooting mit den Jungs. Ich bin irritiert. Nawin aus Freiburg, ein sehr sympathischer Kandidat mit längeren dunklen Haaren und Vollbart, dessen Vorfahren aus Afghanistan stammen, lüftet sein Unterhemd und zeigt einen komplett unbehaarten Oberkörper. Im Gesicht wilder Wolf und am Körper Baby. Es gibt Typen, da wachsen wenig Brusthaare, okay, aber Nawin ist doch aus anderem Holz geschnitzt. Ich verstehe diese Mode nicht. Noch nie. Aber mich haben auch noch nie Bartstoppeln oder Schnarchen gestört. Finde ich eher heimelig. Der Bär, der die Höhle bewacht und brummt. Putzig. Um es nochmals zu untermauern: ich lehne die Entfernung von Körperbehaarung bei Männern an Brust, Bauch, Bein, Achseln, Hintern usw. usf. ab. Den Aufwand könnt Ihr Euch komplett sparen!

19. März 2025

Augen zu und durch. Nein – auf. Ich arbeite gerade jeden Tag neun bis zehn Stunden. Dauerkrankheitsvertretung. Ende abzusehen, aber gerade mittendrin, sehr, sehr herausfordernd. Jüngerer Kollege hat mich gerade etwas aufgebaut, da wir beschlossen, gutes Gras aus der Apotheke zu holen und zur Entspannung bei offenem Fenster einen durchzuziehen. Also am Ort des Schreckens, wo sich der Schreibtisch nach unten biegt. Man muss ja nicht immer erst daheim mit den Entspannungsdrogen anfangen. In meinem Fall üblicherweise guter Alkohol in virtuoser Dosierung. Neulich bei einem Geburtstag gab es richtig gutes Gras aus der Apotheke, das war dermaßen angenehm. Die Qualität ist gesichert. Auf die Gesundheit achten! Jetzt GNTM die Männer-Folge. Seh ich gerne. Hübsche Jungs dabei. Was wäre die Welt ohne Männer.

18. März 2025

Mehr ist mehr. Und mehr darf man sich kaum wünschen, als dass sich eine Ausstellungsbesucherin bei ihrer Abendgarderobe von einem Bild inspirieren lässt. Wie Saskia Cleopatra! Wüsste ich es nicht besser und wäre Besucherin, hätte ich sie für die Malerin von meinem Phoenix gehalten. Das gefiederte Tier hat am 4. November 2003 das Licht der Welt erblickt und lebt seither bei mir.

17. März 2025

Da hat sich aber jemand was dabei gedacht, auch bei der Hängung. Bild „Warm up“ aus Zweitausendacht. Hab ich an einem Geburtstag gemacht – mit aLLErHaND Bedacht. Gesegnete Nacht.

13. März 2025

„If YOU’re nervous – I’ll be nervous; so: don’t be nervous!“ (Yu Tsai, photographer). Der teilweise unbeliebte unter den Fotografen bei GNTM. Er kommuniziert seine Kritik sehr hart, ohne Charme. Da friert das sensiblere Model ein, verständlich. Sein Statement ist aber doch ein Zeichen von emotionaler Empfänglichkeit. Ich übertrage das gerade gedanklich auf andere Lebensbereiche. Bei jeder gemeinsamen Aktivität bremsend, wenn Unsicherheit überhandnimmt. Geschäftlich, kreativ, erotisch. Allerdings lässt sich Souveränität kaum faken. Wie dreht man das? Sich von den eigenen Kräften überzeugen. Sich selbst verführen.

12. März 2025

Das habt Ihr nicht gesehen. Die „Closing Ceremony“ ging in der Kellerbar bis morgens im allerkleinsten Kreis weiter, nachdem Ihr schon weg, weiter oder in der Georgia Bar oder in den Federn wart. Die Bilder standen kreuz und quer in den Gängen, offenbarten meine rückwärtigen Kritzeleien und Signaturen. Unten, im Schein der flackernden Kerzen konnte man komplett das Zeitgefühl verlieren. Da war ewige Nacht, obgleich schon halb acht.

07. März 2025

Gestern Abend in der Newton Foundation mit Ina getroffen. Jan war erwartungsgemäß auch da, und nach langer Zeit wieder einmal Jeannot Simmen und Konstantin Schneider, dem Kunstkontakter über den Weg gelaufen. Gut besucht wie immer.

07. März 2025

Berliner (und Mecklenburg-Vorpommerer) dran denken: der Sa. morgen ist ein Feiertag, REWE u. Edeka etc. hat zu! Doppelt schade, dass der Frauentag aufs Wochenende fällt! Im Gesundbrunnencenter hat aber bestimmt der gutsortierte Bio-Supermarkt auf. Ich werde mich heute noch mit Entsprechendem eindecken. Ansonsten: schönes Wochenende! Soll durchgängig sonnig werden in Berlin, bis 15 Grad.

07. März 2025

Schön formuliert, Text einer Rechnung eines Honorardozenten:

„Für meine Bemühungen erlaube ich mir in Rechnung zu stellen €“

Die Koketterie vorgeblicher Demut im Rechnungsdokument wirkt sehr charmant. Ist der Rechnungslegende aber auch in persona.

06. März 2025

Noch ein Stückchen weiter. In einem Kämmerchen lassen sich nicht nur Sardinenbüchsen stapeln. Bilder gehen auch! Die Lampe kennt Ihr evt. von Sevenstar, sie stand in einer Ecke der Kellerbar.

06. März 2025

Kameraschwenk im Atelier(„Speise“)-Kämmerchen nach rechts. Ich glaube, mein Großvater André wäre angetan. Er hatte ein Einrichtungsgeschäft und auch den Hang und Drang zur Zweckentfremdung. Hab ich schon mal erzählt: er stickte mit einer Nähmaschine, die für Möbelstoffe gedacht war, zarte Elfenbilder.

06. März 2025

PinK doGs PinK Space! Zuerst ist er durch alle Zimmer in der Auguststraße spaziert, überall geschnüffelt und mich angeguckt. Er wollte mit mir ins Atelier und meine anderen Tiere sehen. Okay! Da hat er sein Plätzchen gefunden, im PinK Space, dem Kämmerchen. Als wär er immer da gewesen. Husch ins Körbchen!

05. März 2025

Hätte nicht gedacht, dass mich heute noch eine nicht private Korrespondenz so erfreut. Auf der Suche nach zielführenden Informationen bei der Organisation einer Angelegenheit, nachfolgenden Satz in der Antwort gelesen, nicht an mich gerichtet. Der Herr wurde gefragt, ob es ihm möglich sei, Unterlagen an einer bestimmten Stelle zu hinterlegen. Er daraufhin pariert:

„Ein WUNSCH von einer Frau = für mich wie ein BEFEHL.“

Da ich in den nächsten Tagen (u. a.) mit ihm Kontakt aufnehmen muss, habe ich jetzt direkt Lust darauf bekommen. Genau so müssen Männer antworten. Vollendet. Ist zwar sexistisch insofern, dass demzufolge ein Wunsch von einem Mann oder von Divers ihm kein Befehl ist, aber mir in dem Fall schnuppe. Immer wenn Männer besonders charmant sind, stelle ich an mir eine deutliche Stimmungsaufhellung fest. Können denn nicht alle so sein? Der Mann ist Stier mit Venus im Zwilling (habe Zugriff auf Geburtsdaten). Musste lachen. Da kenne ich noch jemanden. Süßholz raspeln ist leider keine weit verbreitete Kernkompetenz mehr. Fehlt mir sehr.

04. März 2025

Das war schon schön, aber ich möchte das auf keinen Fall wiederholen. Nicht annähernd. Wiederholungen langweilen mich. Neues Spiel, neues Glück. Aber gerne denke ich daran zurück.

03. März 2025

Hello. FAKE IT TILL YOU MAKE IT. (I do.) Mir hilft dabei die folgende Erkenntnis: ich habe eine Weile gebraucht, um auf die Deutungsvariante zu kommen, dass mir unverständliches Verhalten nicht zwingend eine explizite Reaktion auf mich sein muss, sondern eine solitäre Baustelle beim Anderen sein kann.

27. Februar 2025

18. Januar 2025. Ein Nachmittag bei Sevenstar, an dem ich mir Zeit nahm, die Ausstellung festzuhalten – en detail. Hier Tür vom WC von innen. Bild FRÜHLINGSGARTEN. Greta Garbo und Mama gewidmet, April 2020, 54 x 72 cm, Papier, Wasserfarbe, Acryl, Corona-bedingt auf Verpackungskarton. Die Farben des Bildes zeigen Greta Garbos Lieblingsfarbkombination. Greta hatte für ihr New Yorker Apartment am East River virtuos einen großen, ornamentalen Teppich in Pink und Grün entworfen, weben lassen.

    25. Februar 2025

    Temporary Contemporary… der flüchtige Zauber eines Moments und der Moment in einer flüchtigen Ausstellung und der Moment der flüchtigen Ausstellung. Alles, alles vorübergehend, aber eingefangen. Nicht eingefroren. Es pulsiert schon noch, durchaus.

    23. Februar 2025

    „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. Der alte Kalenderspruch wird mit jeder Wahl wahrer. Bin in den vergangenen ca. drei Jahren zunehmend orientierungslos. Eventuell wähle ich stellvertretend für meine Mama, bei der weiß ich immerhin, was sie gewählt hätte. Habe erst ein einziges mal keinen Gebrauch von meinem Wahlrecht gemacht, das war bei der letzten Berliner Senatswahl. Da war ich ebenfalls von keiner Partei überzeugt und auch zu faul. Aber heute geh ich wieder. Nicht die Stimme verschenken. Sonst profitiert davon am Ende noch die APD – Autofahrerpartei – wollte ich gerade schreiben – aber die gibts ja gar nicht mehr. Eine Partei nennt sich „Verjüngungspartei“. Aha. Nein, die hätte Mama nicht gewählt, obwohl sie bestimmt für körperliche Verjüngung gewesen wäre. Und den „Südschleswigschen Wählerverband“ auch nicht :-)

    23. Februar 2025

    HELICONIA VELLERIGERA SHE KONG. Gewaltiger Name für ein gewaltiges Gewächs. Hummerschere. Im Eingangsbereich meines Ateliers, davor bei Sevenstar. Bin erst heute dazu gekommen, zu verifizieren, wie die Kreatur heißt. Ich sammle keine getrockneten Blumen, aber die ist besonders, in jeder Hinsicht. Die wollte zu mir.