5. Dezember 2009


Und heute ist Cosmic live bei Trackback. Er wird ein Lied spielen, ein sehr schönes, mit einem Text von Friedrich Rückert. Um viertel vor Acht.

Ich bin die Blum‘ im Garten,
Und muß in Stille warten,
Wann und in welcher Weise
Du trittst in meine Kreise.
Kommst du, ein Strahl der Sonne,
So werd‘ ich deiner Wonne
Den Busen still entfalten
Und deinen Blick behalten.
Kommst du als Tau und Regen,
So werd‘ ich deinen Segen
In Liebesschalen fassen,
Ihn nicht versiegen lassen.
Und fährtest du gelinde
Hin über mich im Winde,
So werd‘ ich dir mich neigen,
Sprechend: Ich bin dein eigen.


Trackback
kommt jeden Samstag von 18:00 – 20:00 Uhr auf Fritz, auch als Internetstream. Ich hatte schon mal davon gehört, aber die Sendung nie verfolgt. Nicht nur die Interviews am Ende sind interessant. Es ist doch tatsächlich eine ganze Sendung rund um die Blogosphäre und Internetkrempel. Schön gemacht von Marcus. Kann man auch immer später noch als podcast anhören. Läuft schön so nebenher.

19. Oktober 2009



Auch ulkig. Die gleichen Badeschlappen wie auf dem Bild. Womöglich das Modell! 16. Mai 2008. Jetzt, eineinhalb Jahre später, fällt mir das auf. Na gut, kein Wunder. Ich hab die Bilder seither nur eineinhalb mal grob durchgeguckt und beiseite gelegt. Da muss ja alles mögliche andere wichtiger gewesen sein, als diese Bilder. In Jans Schlepptau an einem typischen Freitag mit jeder Menge Eröffnungen in der Brunnen- und Torstraße in Mitte. Ich glaube, ich habe jetzt alle einigermaßen attraktiven (bzw. kuriosen… s. o.) Ausstellungseröffnungsbesucher fotografiert. In diesem Jahr lichte ich nur noch Menschen ab, die mir halbwegs am Herzen liegen oder einigermaßen reich und berühmt sind und mich dadurch in finanzieller oder anderweitiger Hinsicht weiterbringen, har har! Neulich sagt meine Freundin zu mir am Telefon: „Du sagst ja immer, du bist berechnend – aber wie du das sagst! Mit so einem bösen Lachen hinterher…!“ Sie meint natürlich in Wahrheit bösen Weltherrschaftslachen.

05. August 2009

Sehr gut und tief geschlafen. Sehr ausgeruht. Vollmond heute Nacht, also die kommende Nacht. Gegen ein Uhr irgendwas. Manchmal strömt die Kraft. Großartiges Gefühl. Das muss man doch nutzen. Ich gehe jetzt zwei Bäume ausreißen umarmen.

05. August 2009

Sehr gut und tief geschlafen. Sehr ausgeruht. Vollmond heute Nacht, also die kommende Nacht. Gegen ein Uhr irgendwas. Manchmal strömt die Kraft. Großartiges Gefühl. Das muss man doch nutzen. Ich gehe jetzt zwei Bäume ausreißen umarmen.

28. Juli 2009

Irgendwie macht mich das vegetarische Essen in meinem Haushalt heute aggressiv. ARGH! Heute Mittag mit Begeisterung mexikanischen Thunfischsalat mit Mais und roten Bohnen verspeist. Anschließend drei Mini-Salamis und schlesische Gurkenhappen. Sehr befriedigend! Aber hier, zuhause – Fehlanzeige! Ich brauche das, was da drin ist. Meine Zellen jaulen danach….ahhh! Aber keine Böcke vor die Tür zu gehen gerade. Ich glaube ich mache mir die komischen buntgestreiften Nudeln von dem Lafer. Grün, rot und orangegestreift. Hat er wohl Spinat und Tomate und Paprika reingemixt, wegen der Farbe. Alles politisch korrekt. Und viel Käse. Chester hab ich noch. Wenn man dann erst mal bedröhnt ist vor Essen und der Bauch schön voll, geht’s schon wieder.
Was ich wirklich zutiefst verachte bei dem Angebot vegetarischer und veganer Fleischersatz-Experimente ist, dass hier seit ewigen Zeiten dilettiert wird, was die Konsistenz angeht. Das muss dieses dichte, faserartige, fette haben, verdammt, wann kriegen die das endlich mal hin! Kann doch nicht so schwer sein. Jeden Mist kann man doch heute im Chemielabor zustandekriegen. Nicht schön! Nichts langweiliger als krümelige Getreidefladen und Tofuklopse. Kein Wunder, dass da keine langfristige Freude am vegetarischen Essen aufkommt. Ich bin halt nicht so der Kuchen- und Nudel-Typ. Tierisches Eiweiß!!! Gemüse ist auch super. Ich glaub, ich hab gerade einen Testosteronschub oder irgendsowas.

28. Juli 2009

Irgendwie macht mich das vegetarische Essen in meinem Haushalt heute aggressiv. ARGH! Heute Mittag mit Begeisterung mexikanischen Thunfischsalat mit Mais und roten Bohnen verspeist. Anschließend drei Mini-Salamis und schlesische Gurkenhappen. Sehr befriedigend! Aber hier, zuhause – Fehlanzeige! Ich brauche das, was da drin ist. Meine Zellen jaulen danach….ahhh! Aber keine Böcke vor die Tür zu gehen gerade. Ich glaube ich mache mir die komischen buntgestreiften Nudeln von dem Lafer. Grün, rot und orangegestreift. Hat er wohl Spinat und Tomate und Paprika reingemixt, wegen der Farbe. Alles politisch korrekt. Und viel Käse. Chester hab ich noch. Wenn man dann erst mal bedröhnt ist vor Essen und der Bauch schön voll, geht’s schon wieder.
Was ich wirklich zutiefst verachte bei dem Angebot vegetarischer und veganer Fleischersatz-Experimente ist, dass hier seit ewigen Zeiten dilettiert wird, was die Konsistenz angeht. Das muss dieses dichte, faserartige, fette haben, verdammt, wann kriegen die das endlich mal hin! Kann doch nicht so schwer sein. Jeden Mist kann man doch heute im Chemielabor zustandekriegen. Nicht schön! Nichts langweiliger als krümelige Getreidefladen und Tofuklopse. Kein Wunder, dass da keine langfristige Freude am vegetarischen Essen aufkommt. Ich bin halt nicht so der Kuchen- und Nudel-Typ. Tierisches Eiweiß!!! Gemüse ist auch super. Ich glaub, ich hab gerade einen Testosteronschub oder irgendsowas.

30. März 2009

Manchmal zitiert unser Konstantin richtig schöne Sachen in seinem weekly Kunstkontakter Newsletter:
„(…) Voltaire bemerkte einmal: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – zu Null.“ Mittlerweile stehen die Nullen Schlange bei der Bezifferung der Verluste und des Rettungsbedarfs, den Banken und Wirtschaften geltend machen. „Finanz- und Wirtschaftseliten, Staranalysten, Manager, Politiker und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Berater – international und national – haben die Katastrophe in Kauf genommen. Jetzt aber ist Zahltag, und zwar für uns, die Bürger. Sie beanspruchen die soziale Verpflichtung unseres Eigentums und das von Kindern und Kindeskindern. Sie leben unbeauftragt über unsere Verhältnisse“, meint dazu Gabriele Goettle in der TAZ. Es sei zu einer merkwürdig unskandalösen Tatsache geworden, dass die monströsen Geldmengen, die den Globus umkreisen, zu nichts anderem taugen sollen, als zu privatem Reichtum von Geldmessies zu werden. Die nämlich scheinen völlig ironiefrei Onkel Dagobert nachzueifern, der mit der Schubkarre durch seinen Geldspeicher fuhr.“

30. März 2009

Manchmal zitiert unser Konstantin richtig schöne Sachen in seinem weekly Kunstkontakter Newsletter:
„(…) Voltaire bemerkte einmal: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – zu Null.“ Mittlerweile stehen die Nullen Schlange bei der Bezifferung der Verluste und des Rettungsbedarfs, den Banken und Wirtschaften geltend machen. „Finanz- und Wirtschaftseliten, Staranalysten, Manager, Politiker und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Berater – international und national – haben die Katastrophe in Kauf genommen. Jetzt aber ist Zahltag, und zwar für uns, die Bürger. Sie beanspruchen die soziale Verpflichtung unseres Eigentums und das von Kindern und Kindeskindern. Sie leben unbeauftragt über unsere Verhältnisse“, meint dazu Gabriele Goettle in der TAZ. Es sei zu einer merkwürdig unskandalösen Tatsache geworden, dass die monströsen Geldmengen, die den Globus umkreisen, zu nichts anderem taugen sollen, als zu privatem Reichtum von Geldmessies zu werden. Die nämlich scheinen völlig ironiefrei Onkel Dagobert nachzueifern, der mit der Schubkarre durch seinen Geldspeicher fuhr.“

20. März 2009

Muss mich ein bisschen entschuldigen, wegen gestern…
nicht wegen der Beinbekleidung, obwohl ich mir daheim, aus der Nähe besehen, untenrum ein bißchen vorgekommen bin, wie ein Schweinerollbraten. Nicht meine Lieblingsstrümpfe, wie ich jetzt weiß! Also supernette Menschen waren da, wie zu erwarten. Aber ich hatte die ganzen wunderbaren Exponate ja schon in Frankfurt ausgiebigst studiert und machte eine saudumme Bemerkung zu kid37, als er eben erst fünf Minuten in der für ihn ja ganz neuen Ausstellung war: „man könnte ja mal langsam überlegen, wo man noch was trinken… äh….“ Ich war also nicht so ganz synchron mit den anderen, was ein bißchen dumm war, selber schuld. Irgendwie ergab es sich, dass ich auf einmal mit Cosmic im Sale e Tabacchi saß und bemerkte, dass ich mich gar nicht richtig verabschiedet hatte… mea maxima culpa. Und meine Fotos sind auch eine Schande. Nur eitle Motive von mir selber auf den Buchstabenfliesen und der Eingang von der Ausstellung und später ein paar im Sale e Tabacchi. Schande über mich. Ich Miststück. Dabei hätte man super Fotos machen können von kid37 und mek und Modeste, die wirklich hammermäßig aussah! Wortschnittchen hab ich auch gesehen und die ganz wunderbare Anousch und meine liebe Saoirse und auch gesprochen! Und Hotel Mama. Und last but not least 40sth. Ich mag euch alle sehr. Sehr. Aber gestern war irgendwie nicht mein leutseligster Tag. Manfred Krug hab ich auch nicht angebaggert, obwohl ich ihn sehr gerne habe. Also! Ja, kleine miese fadenscheinige Entschuldigung! Das gültet nicht. Ich weiß.

20. März 2009

Muss mich ein bisschen entschuldigen, wegen gestern…
nicht wegen der Beinbekleidung, obwohl ich mir daheim, aus der Nähe besehen, untenrum ein bißchen vorgekommen bin, wie ein Schweinerollbraten. Nicht meine Lieblingsstrümpfe, wie ich jetzt weiß! Also supernette Menschen waren da, wie zu erwarten. Aber ich hatte die ganzen wunderbaren Exponate ja schon in Frankfurt ausgiebigst studiert und machte eine saudumme Bemerkung zu kid37, als er eben erst fünf Minuten in der für ihn ja ganz neuen Ausstellung war: „man könnte ja mal langsam überlegen, wo man noch was trinken… äh….“ Ich war also nicht so ganz synchron mit den anderen, was ein bißchen dumm war, selber schuld. Irgendwie ergab es sich, dass ich auf einmal mit Cosmic im Sale e Tabacchi saß und bemerkte, dass ich mich gar nicht richtig verabschiedet hatte… mea maxima culpa. Und meine Fotos sind auch eine Schande. Nur eitle Motive von mir selber auf den Buchstabenfliesen und der Eingang von der Ausstellung und später ein paar im Sale e Tabacchi. Schande über mich. Ich Miststück. Dabei hätte man super Fotos machen können von kid37 und mek und Modeste, die wirklich hammermäßig aussah! Wortschnittchen hab ich auch gesehen und die ganz wunderbare Anousch und meine liebe Saoirse und auch gesprochen! Und Hotel Mama. Und last but not least 40sth. Ich mag euch alle sehr. Sehr. Aber gestern war irgendwie nicht mein leutseligster Tag. Manfred Krug hab ich auch nicht angebaggert, obwohl ich ihn sehr gerne habe. Also! Ja, kleine miese fadenscheinige Entschuldigung! Das gültet nicht. Ich weiß.

14. März 2009

Ja natürlich, dieser Computerkram ist langweilig. Ich bitte um Vergebung. Diese Frage, die man sich dann stellt: was ist wert, archiviert zu werden, was ist lässlich? Das schiebt noch ganz andere Gedankengänge an. Für wen hebt man das auf. Für wen oder was archiviert man was. Will man später damit im Museum landen. Ich ja schon ;-)

Apropos Museum. Hier kommt die Einladung zur Eröffnung der Austellung @bsolut privat am 19. März um 19:00 im Museum für Kommunikation in Berlin. Ihr wisst schon, die Ausstellung. War ich doch vor einem Jahr in Frankfurt deswegen. Ich komme auf jeden Fall am 19. März und kid37 kommt auch. Und Manfred Krug kommt auch. Und kommt ihr doch bitte auch. Ach das wäre schön.

P.S. Gibt auch Essen und Trinken!

14. März 2009

Ja natürlich, dieser Computerkram ist langweilig. Ich bitte um Vergebung. Diese Frage, die man sich dann stellt: was ist wert, archiviert zu werden, was ist lässlich? Das schiebt noch ganz andere Gedankengänge an. Für wen hebt man das auf. Für wen oder was archiviert man was. Will man später damit im Museum landen. Ich ja schon ;-)

Apropos Museum. Hier kommt die Einladung zur Eröffnung der Austellung @bsolut privat am 19. März um 19:00 im Museum für Kommunikation in Berlin. Ihr wisst schon, die Ausstellung. War ich doch vor einem Jahr in Frankfurt deswegen. Ich komme auf jeden Fall am 19. März und kid37 kommt auch. Und Manfred Krug kommt auch. Und kommt ihr doch bitte auch. Ach das wäre schön.

P.S. Gibt auch Essen und Trinken!

26. Dezember 2008

Manchmal erscheinen mir meine alten Einträge viel besser. Sinnvoller. Jammer jammer. „Weniger sinnlos“ klingt nicht gut. Es ist ja nicht sinnlos. Wahrscheinlich begreift man es morgen. Oder übermorgen. Oder im nächsten Jahr. Spätestens im nächsten Jahr. Aber lieber noch vorher. Viel lieber noch vorher.

26. Dezember 2008

Manchmal erscheinen mir meine alten Einträge viel besser. Sinnvoller. Jammer jammer. „Weniger sinnlos“ klingt nicht gut. Es ist ja nicht sinnlos. Wahrscheinlich begreift man es morgen. Oder übermorgen. Oder im nächsten Jahr. Spätestens im nächsten Jahr. Aber lieber noch vorher. Viel lieber noch vorher.

07. Dezember 2008

ich erinnere mich, dass Kira und ich bei den Nachbarn klingelten. Und da stand Ion Ludwig, zufällig auch ein Musiker aus Amsterdam in der Tür. Und er kam mit nach oben und Thomas und er unterhielten sich auf niederländisch. Und man dachte, man versteht irgendwie eine Menge und dann aber wieder doch nicht. Und ich legte mich auf Kiras Bett mit der weichen Decke und machte im Liegen ein paar Fotos. Unter anderem dieses hier. Man sieht noch die Decke im Bild.

Cosmic

17. dezember 2007

Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren nicht für möglich gehalten, dass ich jemals noch mit Interesse dieses gewisse „I’m gonna love you just a little more, baby“ von Herrn Barry White hören könnte. Nur so eine einschlägige Erinnerung. Ganz undramatisch. Nicht, dass mir jene irgendetwas verleidet hätte. Der junge Mann hieß Alexander und hatte ein ganzes Bein bis zum Oberschenkel in Gips. Motorradunfall.
Neunzehnhundert86. Und in seinem Kassettenrecorder neben dem Bett irgendwo im tiefsten SO 36 lief dieses Lied. War schon sehr okay. Alexander war eindeutig Typ Südfrankreich in Blond. Ein Hübscher. Ich hab ihn nie wieder gesehen. Hat auch nichts gemacht. Aber ja doch, ich erinnere mich an die Achtziger, obwohl ich sie erlebt habe.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

02. November 2008

ich: „…und dann waren wir noch kurz in dem vegetarischen Restaurant eine Treppe höher, sehr stylish. Doch, doch, wirklich sehr schön. So lange weiße Bänke, sehr schlicht, Schummerbeleuchtung, frische Blumen – kommt man so rein, ist da eine Leinwand, steht ganz großfickendrauf…

Jan: „Hm ja. Was man nicht in der Hose hat, hat man an der Wand. Musst du drunter schreiben! Mit Kugelschreiber!…“
Wenn ich dich nicht hätte.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

24. Oktober 2008

Nüchtern. Unsicher. Frieren. Sonne am Fenster. Wie dreckig die Tastatur ist. IC singt ich versuche unauffällig Luft zu holen, daran kann man sterben, hast du das gewusst? Hunger. Aufwärmen. Nur wie. Irgendwie.

19. Oktober 2008

Saturn Sextil Neptun
(Geburtsjahr Juni – Okt. 1965)
[…] Sie sind zwar ernst gestimmt, doch gewinnen Sie ein wesentlich vertieftes Verständnis. Sie versagen sich Dinge, nach denen Sie früher gestrebt haben, weil Sie erkennen, daß sich mit etwas Geduld das tägliche Leben Ihren Idealen nähert. In dieser seelischen Verfassung sind Sie zu disziplinierter Selbstbeherrschung und zu Opfern bereit, ohne dabei zur Märtyrerin zu werden. Mit anderen Worten, Sie schätzen Ihre Handlungen realistisch ein.

Zurückhalten explosiver Gefühlsregungen in der Hoffnung auf Transformation. Angst vor Destruktion. Totaler Zerstörung. Schlafen und warten wie die Energiewelle ausläuft. Oder ob sie sich an einem Felsen bricht, die Energie zurückschleudert.

19. Oktober 2008

Saturn Sextil Neptun
(Geburtsjahr Juni – Okt. 1965)
[…] Sie sind zwar ernst gestimmt, doch gewinnen Sie ein wesentlich vertieftes Verständnis. Sie versagen sich Dinge, nach denen Sie früher gestrebt haben, weil Sie erkennen, daß sich mit etwas Geduld das tägliche Leben Ihren Idealen nähert. In dieser seelischen Verfassung sind Sie zu disziplinierter Selbstbeherrschung und zu Opfern bereit, ohne dabei zur Märtyrerin zu werden. Mit anderen Worten, Sie schätzen Ihre Handlungen realistisch ein.

Zurückhalten explosiver Gefühlsregungen in der Hoffnung auf Transformation. Angst vor Destruktion. Totaler Zerstörung. Schlafen und warten wie die Energiewelle ausläuft. Oder ob sie sich an einem Felsen bricht, die Energie zurückschleudert.

22. august 2008

Frage mich, in welchem Maß die von mir weitgehend kultivierte Abwesenheit von psychischer und physischer Nötigung angetan ist, mutmaßenderweise und durchaus irrtümlich mit Abwesenheit von Not oder Leidenschaft gleichgesetzt zu werden. Har har. Diese langweilige menschliche Reife, jemanden nicht zu vereinnahmen. Nicht Mensch, nicht Tier. Keine Grenze zu setzen, kein Diktat oder wenn, dann nur als Spiel mit erklärten Regeln. Einer Katze, einem Kater nicht hinterherzulaufen, nicht die Hand auszustrecken, zu krallen und auf den eigenen Schoß zu setzen. Nicht zum Streicheln zu zitieren. Nicht, dass mir ein Streicheln nichts bedeuten würde, aber was für eine andere Qualität, sich genau in der Mitte zu treffen. Weil die Wege sich kreuzen. Ohnehin. Der eigene Weg da hinführt. Und der des anderen. Running over the same old ground…

09. juni 2008

Freud Leid Freud Leid Freud Leid Fleud Reid Reud Fleid Leud Freid Freud Neid Freud Leid Freud Leid Freud Leid Freud Freud Leid Freud Freud Freud Leid Leid Freud Leid Freud Freud Freud Neid Freud Leid Freud Leid Freud Freud Freud Leid Freud Neid Freud Freud Leid Freud Freud Freud Leid Freud Freud Freud Freud Leid Freud Freud Freud Freud Freid Freud Freid Freud Freid Freud Freid

09. juni 2008

Freud Leid Freud Leid Freud Leid Fleud Reid Reud Fleid Leud Freid Freud Neid Freud Leid Freud Leid Freud Leid Freud Freud Leid Freud Freud Freud Leid Leid Freud Leid Freud Freud Freud Neid Freud Leid Freud Leid Freud Freud Freud Leid Freud Neid Freud Freud Leid Freud Freud Freud Leid Freud Freud Freud Freud Leid Freud Freud Freud Freud Freid Freud Freid Freud Freid Freud Freid

09. april 2008

Ich habe unfassbare Dinge geträumt. Durchaus in Worte fassbar aber gruselig. Ein Blogeintrag war auch dabei. Fürchterlich. Und wie gut, aufzuwachen und zu erkennen, dass die bedrückende Lage nicht der Wahrheit entspricht. Ich muss mich erst sammeln. So jung der Tag und schon so viel zu verarbeiten! Nur zur Beruhigung: es ging um wildfremde Leute! Und dann dieser schreckliche Mann und diese Vorwürfe. Und die Presse.
Bei Frau Langhanke war ich auch schon zur Anamnese mit ersten Stimmproben. Ich muß das alles erst verarbeiten!
Später ggf. mehr.

03. april 2008

Wie? Die antiseptische Sauberfrau und Oberlehrerin Furtwängler ‚erotisch(st?)e‘ TV-Kommissarin Deutschlands? Sind die anderen tot? Verspäteter Aprilscherz? Wer wurde denn da befragt? Der steinalte und ebenso reiche unattraktive Mann, mit dem sie verheiratet ist und seine Brüder? Aber vielleicht wurde die Umfrage mit dem denkwürdigen Ergebnis ja auch rein zufällig vom Burda-Verlag ins Leben gerufen.
Ich freue mich ja gerne mit einer schönen Frau mit. Als Frau hat man schließlich auch eine Antenne für den Sex Appeal einer anderen Frau. Bei der tut sich bei mir rein gar nichts. Bestimmt ist sie eine gute und vernünftige Medizinerin und auch einigermaßen schnell im Kopf. Aber erotisch? Vielleicht ist ja ein Leser dabei, der dieses Ergebnis nachvollziehen kann, bitte mal genauer erklären.

03. april 2008

Wie? Die antiseptische Sauberfrau und Oberlehrerin Furtwängler ‚erotisch(st?)e‘ TV-Kommissarin Deutschlands? Sind die anderen tot? Verspäteter Aprilscherz? Wer wurde denn da befragt? Der steinalte und ebenso reiche unattraktive Mann, mit dem sie verheiratet ist und seine Brüder? Aber vielleicht wurde die Umfrage mit dem denkwürdigen Ergebnis ja auch rein zufällig vom Burda-Verlag ins Leben gerufen.
Ich freue mich ja gerne mit einer schönen Frau mit. Als Frau hat man schließlich auch eine Antenne für den Sex Appeal einer anderen Frau. Bei der tut sich bei mir rein gar nichts. Bestimmt ist sie eine gute und vernünftige Medizinerin und auch einigermaßen schnell im Kopf. Aber erotisch? Vielleicht ist ja ein Leser dabei, der dieses Ergebnis nachvollziehen kann, bitte mal genauer erklären.

08. januar 2008

Gerade fällt mir ein, wie oft meine Oma Alma, nachdem Sie eine ungünstige Prognose oder zweifelnden Senf zu irgendetwas gab, mit tiefer Ernsthaftigkeit hinterherschob: „Unberufen –“ Und sie vererbte es meiner Mutter.
Jetzt verstehe ich das. Ein Schutz. Magisches Denken in Fleisch und Blut.

08. januar 2008

Gerade fällt mir ein, wie oft meine Oma Alma, nachdem Sie eine ungünstige Prognose oder zweifelnden Senf zu irgendetwas gab, mit tiefer Ernsthaftigkeit hinterherschob: „Unberufen –“ Und sie vererbte es meiner Mutter.
Jetzt verstehe ich das. Ein Schutz. Magisches Denken in Fleisch und Blut.

06. januar 2008

An die Freunde der Elektrotechnik. Was passiert, wenn ich das 2-strangige Alu-Stromkabel von einem Strahler mit (ehemaligem, nunmehr gekappten) Netzstecker mit den beiden Kupferkabeln vom Lichtanschluss in der Wand verbinde? Unter Berücksichtigung der richtigen Verbindung der beiden schwarzen Phasen, versteht sich. Ich weiß zwar, dass Kupferleitungen besser leiten als Alu, aber wenn man die beiden mit der Lüsterklemme verbindet, verträgt sich das oder brennt dann die Hütte?

06. januar 2008

An die Freunde der Elektrotechnik. Was passiert, wenn ich das 2-strangige Alu-Stromkabel von einem Strahler mit (ehemaligem, nunmehr gekappten) Netzstecker mit den beiden Kupferkabeln vom Lichtanschluss in der Wand verbinde? Unter Berücksichtigung der richtigen Verbindung der beiden schwarzen Phasen, versteht sich. Ich weiß zwar, dass Kupferleitungen besser leiten als Alu, aber wenn man die beiden mit der Lüsterklemme verbindet, verträgt sich das oder brennt dann die Hütte?

17. dezember 2007

Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren nicht für möglich gehalten, dass ich jemals noch mit Interesse dieses gewisse „I’m gonna love you just a little more, baby“ von Herrn Barry White hören könnte. Nur so eine einschlägige Erinnerung. Ganz undramatisch. Nicht, dass mir jene irgendetwas verleidet hätte. Der junge Mann hieß Alexander und hatte ein ganzes Bein bis zum Oberschenkel in Gips. Motorradunfall.
Neunzehnhundert86. Und in seinem Kassettenrecorder neben dem Bett irgendwo im tiefsten SO 36 lief dieses Lied. War schon sehr okay. Alexander war eindeutig Typ Südfrankreich in Blond. Ein Hübscher. Ich hab ihn nie wieder gesehen. Hat auch nichts gemacht. Aber ja doch, ich erinnere mich an die Achtziger, obwohl ich sie erlebt habe.

23. november 2007

1. Koch
2. Tischler
3. Anästhesist
4. Dachdecker
5. Kameramann
6. Maurermeister
7. Feuerwehrmann
8. Chirurg (Knochen)
9. Kriminalkommissar
10.Heavy-Metal-Gitarrist
[Top Ten Sexy Männer-Berufe]

23. november 2007

1. Koch
2. Tischler
3. Anästhesist
4. Dachdecker
5. Kameramann
6. Maurermeister
7. Feuerwehrmann
8. Chirurg (Knochen)
9. Kriminalkommissar
10.Heavy-Metal-Gitarrist
[Top Ten Sexy Männer-Berufe]

1. oktober 2007

nein nein…
nicht schon einen titel überlegt: die schlimmsten zeiten hinweg.
[ aus: „gaga nielsen, die schweigende muse“ ] miss kadewe leck mich 16:17 nasses dach da rest Wenn jetzt noch schwer, das zu schreiben. man hat das frühstück und die beiden wohl mit der renitenten uschi obermaier auf. mal schauen, wo es den horizont meines selbstverständnisses, meiner selbsterkenntnis erweitert, wenn ich

no. 4
Langsam werde ich fast ein bißchen neidisch. Ich sollte viel mehr über meine Verwirrung sprechen. In der gebotenen Schonungslosigkeit. Die wahre Authentizität zeigt sich in der adäquaten Wirrnis der Form. Aber als ordentliche Jungfrau ist man ja immer am sortieren und ordnen. Und über allem wacht ein skorpionischer General. Alles unter Kontrolle. Bis zum bitteren Ende.
Wobei man aber vielleicht dazu sagen muss, dass die Ergebnisse des Programms schon auch stark von der Güte des Rohmaterials abhängen (ohne da jetzt irgendetwas hineinzudeuten wollen). „die schlimmsten Zeiten hinweg“ ist irgendwie meine Lieblingsstelle. Könnte ich jetzt gar nicht genau erklären.
[ soll man so lügen ]

16. september 2007

Wahnwitzige Vorstellung, und es ist ja wahr, dass aus dem, was man sich einverleibt, neue Zellen entstehen, die den eigenen genetischen Code enthalten. Wie kann man anders, als seinem Essen Zuneigung entgegenzubringen. Aus kleinen Krabben und Karotten wird ein Stück der eigenen Hand. Mandelsplitter und Schokolade versorgen das Gehirn. Gedanken aus Erdbeeren und Vanilleeis.




16. september 2007

Wahnwitzige Vorstellung, und es ist ja wahr, dass aus dem, was man sich einverleibt, neue Zellen entstehen, die den eigenen genetischen Code enthalten. Wie kann man anders, als seinem Essen Zuneigung entgegenzubringen. Aus kleinen Krabben und Karotten wird ein Stück der eigenen Hand. Mandelsplitter und Schokolade versorgen das Gehirn. Gedanken aus Erdbeeren und Vanilleeis.




17. august 2007


So eine Fernreise ist eine aufregende Angelegenheit, da sollte man stets Vorsorge treffen, falls einem das kleine Herz stehenbleibt.
Jetzt nur noch Anziehsachen. Wenn ich wiederkomme, bin ich eineinhalb Tage vorher ein Jahr älter geworden. An welchem Tag komme ich zurück? Wer die Rechenaufgabe löst, darf ein Fläschchen Medizin probieren!
Schreibt nur recht viele Kommentare, wenn ich weg bin! Auch böse dürfen dabei sein! Die finde ich am lustigsten!
Iki pasimatymo

17. august 2007


So eine Fernreise ist eine aufregende Angelegenheit, da sollte man stets Vorsorge treffen, falls einem das kleine Herz stehenbleibt.
Jetzt nur noch Anziehsachen. Wenn ich wiederkomme, bin ich eineinhalb Tage vorher ein Jahr älter geworden. An welchem Tag komme ich zurück? Wer die Rechenaufgabe löst, darf ein Fläschchen Medizin probieren!
Schreibt nur recht viele Kommentare, wenn ich weg bin! Auch böse dürfen dabei sein! Die finde ich am lustigsten!
Iki pasimatymo

16. august 2007

Die vielen dreistelligen Hausnummern in Hamburg sind ja ulkig. Wie verschrieben. Bei einer Berliner Adresse hätte ich gesagt, das soll wohl 44 b heißen. Aber nein. 445. Die sehen aber auch lang aus, manche Straßen. Das wäre eigentlich eine prima Gelegenheit, so einen Hamburger Jung anzusprechen. „Nu sach mol, min Dschung, wat ist denn hier mit euern Hausnummern passiert? Nu erklär mir das doch mol!“

27. juli 2007

ahhh
im nächsten leben reiße ich uschi auf. natürlich sehe ich dann ein wenig anders aus. als kerl mache ich mich bestimmt auch ganz gut. wenn nicht besser. ich bin ein klein wenig verliebt in dieses forum.

26. juli 2007

gerne würde ich vermitteln, was einem alles durch den kopf geht, wenn man einen bilderrahmen wasserdicht macht. oder überlegt, was es anderen bedeuten wird, wenn sie das sehen. wenn sie ihn vielleicht umdrehen, die rückseite lesen. auch hinten wasserfest. von oben, von der seite. auf berliner friedhöfen regnet es ja. es ist jetzt so geworden, dass ich es kaum hergeben mag. aber ich vertraue darauf, dass keiner das grab auf dem kleinen friedhof im wald schändet. man muß an das gute glauben, sonst fühlt es sich nicht gerufen und gemeint. ich freue mich schon auf die patina, die es bekommen wird. irgendeine feuchtigkeit wird doch durchsickern. irgendwann.

13. juni 2007


wie schlecken? da beißt man rein und in drei minuten ist es weg. deswegen heißt es ja auch sehr korrekt: lass uns doch mal ein eis essen! oder zwei. oder drei. heute gibt es bei mir mibell zitronenhörnchen aus dem multipack. zwei bis drei sind schon o.k. in der schachtel sind immer sechs drin (so groß wie 1 cornetto!) sehr begeistert mich das preis-leistungsverhältnis von eis im multipack. zum beispiel das eis von gestern kaufe ich stets im 10er-potpourri zu 3,99 (so groß wie magnum!). ein reeller preis!

22. april 2007

ich schätze, dass mindestens jeder zweite meiner leser bisher keinerlei probleme beim hochladen der eigenen werke auf jutub feststellen konnte. glückliche leser! glückliche ahnungslose nichtbenutzer der filmfunktion der digitalkamera!
aber sollte es eines tages doch einmal soweit sein, möchte ich hiermit gutgemeinten rat loswerden und inständig bitten, nicht dem herdentrieb zu folgen. auch ich war einst ein verirrtes schäflein, das es nicht besser wusste.
bis zu dem tag, es ist noch gar nicht lange her, als ich wieder einmal versuchte, ein recht hübsch anzusehendes filmlein auf meinem bis dahin sorgsam gepflegten gagavision channel einzustellen. nach etwa eineinhalb stunden hochladerei durfte ich mir endlich das ergebnis ansehen. ich rechnete ohnehin schon mit einem wenig brillianten ergebnis, da meine ansprüche im laufe der letzten acht monate immer bescheidener wurden. kost ja nix! was will man erwarten! was soll ich sagen. ich ließ also das jüngste opus abspielen und rieb mir die äuglein.
schemenhaft konnte ich bruchstückweise anhand wechselnder rechteckiger farbflecke das geschehen identifizieren. ich kannte die bilder ja zum glück schon, das half ungemein! dann kam die szene mit dem schwenk auf das hölzerne friedhofschild. die lettern waren nicht etwa schwer leserlich sondern komplett verschwunden. überhaupt haben sich die leute von jutub viel mühe gemacht, indem sie dafür gesorgt haben, dass bei jeder konvertierung zum flashformat über alle bilder der windows movie maker-effekt ‚pixel‘ gelegt wird. das ist eine feine sache, so spart man sich eine menge arbeit. schließlich hat man schon genug zu tun mit dem ganzen geschneide und den vielen übergangseffekten.
undankbares geschöpf, wollte ich in nun wissen, ob es auch noch andere filmverleiher in meinem internet gibt, die vielleicht noch tollere effekte draufhaben. gleich auf eine seite gestoßen, wo sich jemand schon vor über einem jahr die mühe gemacht hat, sich alle möglichen jutubs anzuschauen und auch was darüber zu schreiben.
da hat er doch glatt herausgefunden, dass es zweieinhalb seiten gibt, wo man seine filme im ursprünglichen zustand hochladen kann und auch noch herzeigen. da habe ich natürlich nicht lange gefackelt und seitdem sind herr jutub und ich – na ja – ich will nicht sagen geschiedene leute – aber die leidenschaft ist doch stark abgekühlt.
mein neuer hat zwar auch keinen tollen namen, aber zeigt meine filmchen wirklich so, wie ich sie gemacht habe. und wenn man will, kann man sich auch eine konvertierte flashversion anschauen, die komischerweise aber immer noch dreissigtausendmal besser aussieht als die vom jutub.
was also jetzt noch verschwommen und verwackelt daherkommt, habe ich ganz alleine verbrochen. bei den ersten drei dingern sind schon furchtbare sachen drin. aber ich habe dazugelernt! besonders stolz bin ich, dass ich seit opus 5 den 90 grad-drehen effekt entdeckt habe. seither muss man den bildschirm nicht mehr umdrehen. tolle sache das!
ich lerne natürlich immer weiter dazu und werde es noch weit bringen! schließlich hat auch josef von sternberg irgendwann einmal klein angefangen. die ersten filme der berühmten regisseure werden natürlich alle im giftschrank verwahrt, keiner soll sie je zu gesicht bekommen. aber ich bin mutig! ich stehe zu meiner entwicklung! bitte sehr:

nr. 5 hat die pixelpocken auch gut überwunden.

22. april 2007

ich schätze, dass mindestens jeder zweite meiner leser bisher keinerlei probleme beim hochladen der eigenen werke auf jutub feststellen konnte. glückliche leser! glückliche ahnungslose nichtbenutzer der filmfunktion der digitalkamera!
aber sollte es eines tages doch einmal soweit sein, möchte ich hiermit gutgemeinten rat loswerden und inständig bitten, nicht dem herdentrieb zu folgen. auch ich war einst ein verirrtes schäflein, das es nicht besser wusste.
bis zu dem tag, es ist noch gar nicht lange her, als ich wieder einmal versuchte, ein recht hübsch anzusehendes filmlein auf meinem bis dahin sorgsam gepflegten gagavision channel einzustellen. nach etwa eineinhalb stunden hochladerei durfte ich mir endlich das ergebnis ansehen. ich rechnete ohnehin schon mit einem wenig brillianten ergebnis, da meine ansprüche im laufe der letzten acht monate immer bescheidener wurden. kost ja nix! was will man erwarten! was soll ich sagen. ich ließ also das jüngste opus abspielen und rieb mir die äuglein.
schemenhaft konnte ich bruchstückweise anhand wechselnder rechteckiger farbflecke das geschehen identifizieren. ich kannte die bilder ja zum glück schon, das half ungemein! dann kam die szene mit dem schwenk auf das hölzerne friedhofschild. die lettern waren nicht etwa schwer leserlich sondern komplett verschwunden. überhaupt haben sich die leute von jutub viel mühe gemacht, indem sie dafür gesorgt haben, dass bei jeder konvertierung zum flashformat über alle bilder der windows movie maker-effekt ‚pixel‘ gelegt wird. das ist eine feine sache, so spart man sich eine menge arbeit. schließlich hat man schon genug zu tun mit dem ganzen geschneide und den vielen übergangseffekten.
undankbares geschöpf, wollte ich in nun wissen, ob es auch noch andere filmverleiher in meinem internet gibt, die vielleicht noch tollere effekte draufhaben. gleich auf eine seite gestoßen, wo sich jemand schon vor über einem jahr die mühe gemacht hat, sich alle möglichen jutubs anzuschauen und auch was darüber zu schreiben.
da hat er doch glatt herausgefunden, dass es zweieinhalb seiten gibt, wo man seine filme im ursprünglichen zustand hochladen kann und auch noch herzeigen. da habe ich natürlich nicht lange gefackelt und seitdem sind herr jutub und ich – na ja – ich will nicht sagen geschiedene leute – aber die leidenschaft ist doch stark abgekühlt.
mein neuer hat zwar auch keinen tollen namen, aber zeigt meine filmchen wirklich so, wie ich sie gemacht habe. und wenn man will, kann man sich auch eine konvertierte flashversion anschauen, die komischerweise aber immer noch dreissigtausendmal besser aussieht als die vom jutub.
was also jetzt noch verschwommen und verwackelt daherkommt, habe ich ganz alleine verbrochen. bei den ersten drei dingern sind schon furchtbare sachen drin. aber ich habe dazugelernt! besonders stolz bin ich, dass ich seit opus 5 den 90 grad-drehen effekt entdeckt habe. seither muss man den bildschirm nicht mehr umdrehen. tolle sache das!
ich lerne natürlich immer weiter dazu und werde es noch weit bringen! schließlich hat auch josef von sternberg irgendwann einmal klein angefangen. die ersten filme der berühmten regisseure werden natürlich alle im giftschrank verwahrt, keiner soll sie je zu gesicht bekommen. aber ich bin mutig! ich stehe zu meiner entwicklung! bitte sehr:

nr. 5 hat die pixelpocken auch gut überwunden.

11. januar 2007

bin gerade schwer ins grübeln gekommen, wo sich eigentlich die ganzen seniorenblogger tummeln. habe ich doch erst einen gefunden. sehr gut gefällt mir bei herrn günther paul immer die grußformel, stets ein wenig abgewandelt, zum beispiel:
Bitte denken Sie mal darüber nach.
Es grüßt Sie Ihr
Günther Paul

so viel zeit muss sein. das hat stil, das hat geschmack. es muss nicht immer so salopp zugehen. da können wir uns eine scheibe abschneiden! hoffentlich gibt es bald noch mehr senioren, die schreiben. das ist jetzt ja mehr so eine kolumne und eigentlich ist herr paul mir auch fast noch ein bißchen zu jung. ich würde gerne geschichten von älteren omas und opas hören.
meine sind ja alle schon tot und dann hätte man wieder ein bißchen wie eine oma und einen opa. halt im internet. sie müssen auch sonst gar nicht modern sein. ich will das gar nicht. ruhig alt, mit ansichten von früher. schön altmodisch. auch die frisur und die anziehsachen. fände ich prima. am liebsten so alt, dass sie noch ein bißchen vom krieg und kurz danach erzählen können. der herr geriatric macht das schon ganz gut, aber der erzählt ja immer nur auf englisch. ich hätte gerne einen deutschen internetopa (schleswig holstein u. berlin wäre o.k., auch wegen besuchen). und vielleicht eine wiener internetoma.
da fällt mir ein: was ist eigentlich aus der schönen seniorensendung mosaik geworden? habe ich früher mit meinem opa angeschaut. war total langweilig. ich war eben noch zu jung. heute würde ich das bestimmt alles verstehen.
bitte denken sie mal darüber nach.
es grüßt sie ihr
fräulein gaga

11. januar 2007

bin gerade schwer ins grübeln gekommen, wo sich eigentlich die ganzen seniorenblogger tummeln. habe ich doch erst einen gefunden. sehr gut gefällt mir bei herrn günther paul immer die grußformel, stets ein wenig abgewandelt, zum beispiel:
Bitte denken Sie mal darüber nach.
Es grüßt Sie Ihr
Günther Paul

so viel zeit muss sein. das hat stil, das hat geschmack. es muss nicht immer so salopp zugehen. da können wir uns eine scheibe abschneiden! hoffentlich gibt es bald noch mehr senioren, die schreiben. das ist jetzt ja mehr so eine kolumne und eigentlich ist herr paul mir auch fast noch ein bißchen zu jung. ich würde gerne geschichten von älteren omas und opas hören.
meine sind ja alle schon tot und dann hätte man wieder ein bißchen wie eine oma und einen opa. halt im internet. sie müssen auch sonst gar nicht modern sein. ich will das gar nicht. ruhig alt, mit ansichten von früher. schön altmodisch. auch die frisur und die anziehsachen. fände ich prima. am liebsten so alt, dass sie noch ein bißchen vom krieg und kurz danach erzählen können. der herr geriatric macht das schon ganz gut, aber der erzählt ja immer nur auf englisch. ich hätte gerne einen deutschen internetopa (schleswig holstein u. berlin wäre o.k., auch wegen besuchen). und vielleicht eine wiener internetoma.
da fällt mir ein: was ist eigentlich aus der schönen seniorensendung mosaik geworden? habe ich früher mit meinem opa angeschaut. war total langweilig. ich war eben noch zu jung. heute würde ich das bestimmt alles verstehen.
bitte denken sie mal darüber nach.
es grüßt sie ihr
fräulein gaga

05. september 2006

lieber dr. heger,
ich weiß – oder ahne (ich mag irren), sie werden es nicht gerne hören. aber ihr merdinger dings – also ihr „merdinger bühl“ und ganz besonders der von 2004 knallt dermaßen geil rein, dass mir als vergleich jetzt eher „aber sowas von geil bekifft“ als „gut besoffen“ einfällt. herrlich. kompliment. meine verehrung. ich bin platt. aber wie. tolle sache. das.
wieso nur habe ich diesen herrlichen tropfen seit jahren derart ver- nachlässigt? es ist mir ein rätsel. seinerzeit war das etikett noch gutbürgerlich weinrot ohne schick formatiertes. billiger war er auch. bei karstadt in steglitz oder war’s wertheim? irgendwas um die sieben dingens. oder achtfuffzig. irgendwas in der richtung. ich rede hier gerade beschwingt delirierend von d-mark-zeiten. und heute: (ich finde jetzt den preis nicht mehr aber dasselbe ungefähr in der zeitgenössischen währung – is ja auch wurscht). auf jeden fall. was wollte ich sagen: – siehe oben.
(oh gott oh gott oh gott – – – und dann seufzt mir noch dieser elende benjamin biolay seine rose kennedy ins ohr. die geile sau, die)

05. september 2006

lieber dr. heger,
ich weiß – oder ahne (ich mag irren), sie werden es nicht gerne hören. aber ihr merdinger dings – also ihr „merdinger bühl“ und ganz besonders der von 2004 knallt dermaßen geil rein, dass mir als vergleich jetzt eher „aber sowas von geil bekifft“ als „gut besoffen“ einfällt. herrlich. kompliment. meine verehrung. ich bin platt. aber wie. tolle sache. das.
wieso nur habe ich diesen herrlichen tropfen seit jahren derart ver- nachlässigt? es ist mir ein rätsel. seinerzeit war das etikett noch gutbürgerlich weinrot ohne schick formatiertes. billiger war er auch. bei karstadt in steglitz oder war’s wertheim? irgendwas um die sieben dingens. oder achtfuffzig. irgendwas in der richtung. ich rede hier gerade beschwingt delirierend von d-mark-zeiten. und heute: (ich finde jetzt den preis nicht mehr aber dasselbe ungefähr in der zeitgenössischen währung – is ja auch wurscht). auf jeden fall. was wollte ich sagen: – siehe oben.
(oh gott oh gott oh gott – – – und dann seufzt mir noch dieser elende benjamin biolay seine rose kennedy ins ohr. die geile sau, die)

10. mai 2006

meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)

10. mai 2006

meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)