22. Juni 2025

Mehr Eindrücke von der Nicoleta Gallery. Auf ca. 570 qm in der Kantstr. 17. Habe mal den qm-Preis incl. Nebenkosten recherchiert, 34,50 € pro qm. Ich war als erste da und habe ein Weilchen mit der sehr netten Galeristin und Malerin Nicoleta geplaudert und zu ihr gemeint, da muss man ja auch regelmäßig verkaufen, um diese Miete zu finanzieren. Sie sagte, ein Bild reicht, damit sind die Kosten abgedeckt. Das wären dann aber größere Formate, die nicht in der Ausstellung zu sehen sind, tw. Auftragsarbeiten. Knapp 20.000 € Miete pro Monat. Schon beeindruckend. Schönes Licht da oben in der 3. Etage, aber Laufkundschaft gibt es sicher kaum. Von den Exponaten in der Ausstellung verkaufen sich am besten die kleinsten Formate, die man direkt unter den Arm nehmen kann, größere eher weniger.

22. Juni 2025

Die Galeristin und Malerin Nicoleta Albei-Wigger machte Fotos von uns vor einem der beiden Monitore, auf denen Noras Bilder zu sehen sind. Ich habe den berechtigten Verdacht, dass diese Smartphone-Kameras breite Hüften machen. Habe mir außerdem vorgenommen, nie mehr die Hände in die Hosentaschen zu stecken, wenn fotografiert wird, das macht ja noch dicker! So breithüftig komme ich mir gar nicht vor, wenn ich daheim in den Spiegel schaue. Bin irritiert! Was mich aber zusätzlich befremdet ist, dass Nora, die sehr schlanke, sehr gutaussehende Malerin links vom Monitor, nicht breiter aussieht, sondern wie ich sie kenne. Aber Jan und Lydia sehen auch pausbäckiger aus als sonst. Diese Apparate sind nicht für Qualitätsfotografie geeignet!

20. Juni 2025

Angenehmes Wetterchen heute in Berlin. 23 Grad, 35 % Luftfeuchtigkeit. Treffe mich nachher u. a. mit Lydia und Nora in einer Galerie im ehemaligen Stilwerk in der Kantstr., wo Nora wohl Bilder zeigt. Nachher in der Nähe was Essen gehen, evt. im Terzo.

19. Juni 2025

Etwas Biologie: das Blütenkörbchen der gemeinen Wegwarte. Schaue nebenher die GNTM Final-Show. Mir immer etwas langweilig, solche Shows in Studios. Ein Haufen bling bling und sportive Challenges, unruhiges Szenario, kieksende Stimmen. Der Walk von Bruce Darnell war ein Highlight, er hat es immer noch drauf, auch mit 68. Naomi Campbells Walk war auch gut, aber nicht ganz so dynamisch wie früher. Gerade gesehen, dass sie „nur“ 178 cm groß ist, dachte immer, sie sei größer. Warte nun auf den Auftritt von Bill und Tom mit der Band und tippe auf Daniela und Pierre als Gewinner der zwanzigsten Staffel. Wäre schon okay.

18. Juni 2025

Das ist nur fürs Protokoll. Ich trete nicht in die Fußstapfen von Konrad Lorenz, Horst Stern, Heinz Sielmann oder Bernhard Grzimek. Dass ich für eine Handvoll Wochen im Sommer immer wieder diese kleinen Haustiere habe, ist mein Schicksal, das ich annehme. Andere Haustiere strebe ich nicht an. Die beiden Struppies vorhin, in Yin- und Yang-Position im Nest, nur das eine konnte ich richtig einfangen. Ich nenne das Kleine nun Bill, das andere demzufolge Tom. Bill erkennt man gut am blondierten Haarschopf, etwas exzentrisch, auch nicht ganz geschmackssicher das Haarstyling, aber sympathisch in dieser punkigen Strubbeligkeit. Ich werde die Entwicklung der Frisur weiter verfolgen und fortlaufend berichten.

18. Juni 2025

Ich muss wieder häufiger die Kundenmitteilungen zu 1-Sterne-Bewertungen auf amazon lesen. Zumeist mache ich das bei vielgelobten Büchern, bevor ich sie voreilig bestelle. Wenn die 1-Sterne-Rezensionen eloquent und schmissig formuliert sind, neige ich dazu, der Bewertung zu vertrauen. Gerade eine 1-Sterne-Bewertung zu einer Gardine gelesen, die auf dem Bild ganz attraktiv aussah, die hat mich auch aufgemuntert:

„Devon Jones1,0 von 5 Sternen
I was already depressed and this only made it worse
Bewertet in den USA am 23. März 2025Verifizierter Kauf

If I could give zero stars, I would. If you’re looking for something as thin as one-ply toilet paper and not wide enough to cover a dollhouse window, these are the curtains for you. So I guess I’m a little disappointed with myself for trusting that I’d get more than what I paid for. That’s on me.“

Gestern außerdem eine 1-Sterne-Bewertung der sogenannten „Portugiesischen Briefe“ in der deutschen Übertragung von Rilke sondiert. Ich hatte vorher eine Leseprobe der beweihräucherten „Liebesbriefe“ einer portugiesischen Nonne aus dem Mittelalter gefunden, erwartungsfroh angefangen zu lesen und bin fast eingeschlafen. Hölzern, dröge und vorwurfsvoll. Unter „Liebesbriefen“ stelle ich mir etwas völlig anderes vor. Ich kam darauf, weil ich drüber stolperte, dass Ingeborg Bachmann die portugiesischen Briefe als von einmaliger Güte belobigte. Und dann von Rilke übersetzt, allerhand! Steif, bedrückend und langweilig, saft- und kraftlos, da springt kein Liebesfunke über. Ein einziges Gejammer, an einen Soldaten gerichtet, der der fünfzehnjährigen Nonne schöne Augen gemacht hat. Wobei die Authentizität angezweifelt wird. Was Bachmann daran gefunden hat, ist mir völlig schleierhaft. Also diese Briefe werden von mir garantiert nicht bestellt. Und der Vorhang sowieso nicht.

15. Juni 2025

Flashback – die gesammelten Fotos von meinem Wunschkonzert am 24. Januar bei Sevenstar, endlich hochgeladen. Warmen Dank noch einmal an alle Bühnenkünstler und die Unterstützung hinter den Kulissen und in der Bar und alle Fotografen und last but not least die charmanten Gäste.

15. Juni 2025

Rest in Peace, Ricky Shayne. Fotos vom Mai 2022. Heute in den Nachrichten, dass er schon im vergangenen November gestorben ist und kein Aufhebens um seinen Tod wollte. Die Bilder sind bei einer Ausstellungseröffnung von Rosa von Praunheim entstanden. Ich hätte Ricky gar nicht erkannt, wenn Jan nicht zu Ina und mir gekommen wäre, mit der Idee ein Foto mit Ricky zu machen. So geschehen. Er war charmant, heiter, freundlich und umgänglich. Einer, der jeden Quatsch auf Anhieb mitmacht. Das Leben ist kurz.

14. Juni 2025

Tanja Valérien im Gespräch mit Anwalt Matthias Prinz. Angenehm. Man hat sich gesiezt. Fand ich ungeheuer erholsam. Dieses allzu Vertrauliche, betont Befreundete in öffentlich dargebrachten Gesprächen ist mir oft too much. Speziell wenn auch noch hörbar und ungeniert gegessen und wie bei der Pyjamaparty bei Hanni und Nanni gegiggelt wird. Seltsame Moden. Bin ich altmodisch. Ich finde das weder gemütlich noch nahbar, eher auditiv übergriffig.

13. Juni 2025

Kuscheln im Nest. Als ich mit der Kamera zwischen das Blattwerk von oben bin, ist ein Blättchen heruntergesegelt, auf dem einen Küken gelandet. Das Nest ist hinter dem Korbgeflecht am Balkon.

13. Juni 2025

Frisch geschlüpft, gestern oder heute. Ich denke eher Donnerstag. Früh waren sie noch in den Eiern, als ich aber gestern Abend zum Gießen auf den Balkon bin, saß Mama Ringeltaube im Nest und flog nicht mehr weg. Sonst fliegt sie auf, wenn ich mit der Gießkanne immer näher zum Gebüsch komme, wo sie brütet. Aber gestern blieb sie beharrlich sitzen. Da dachte ich mir schon, jetzt beschützt sie nicht nur die beiden Eier, es ist soweit. Bin nun schon das dritte Jahr damit vertraut. Die beiden Kleinen scheinen ganz gleichzeitig auf die Welt gekommen zu sein, sie kleben richtig aneinander und sehen gleich alt aus. Es dauert fünfunddreißig Tage bis sie flügge werden, jetzt noch vierunddreißig. Mitte Juli sind sie groß genug und können fliegen. Bis dahin seh ich ihnen beim Wachsen zu. Immer wieder putzig, wie struppig sie sind.

12. Juni 2025

Gestern angefangen, Julian Schütts zweiter Teil seiner Ausgrabungen über Max Frisch: „Biographie einer Instanz„. Das Buch beginnt mit dem Jahr 1955. 1958 trat Bachmann in Frischs Leben. In dem Kapitel bin ich jetzt. Julian Schütt wurde im vergangenen Jahrzehnt unbegrenzter Einblick in den Nachlass von Frisch gewährt. Das fügt weitere feine Nuancen bei. Julian Schütt wird am 7. September beim jährlichen Sommerfest des LCB anwesend sein. Der Verlag feiert sein fünfundsiebzigstes Jahr.

11. Juni 2025

Gerade ein neueres Rio-Portrait vom rbb geschaut. Hin und wieder waren Coverversionen von seinen Songs zu hören. Gefiel mir fast gar nichts, ganz dünnes Eis, Rio oder Ton Steine Scherben neu zu interpretieren. Aber eins hat mich gepackt. Von einer schleswig-holsteinischen Musikerin namens Lina Maly. Noch nie von ihr gehört. Sie hat „Zauberland“ neu aufgenommen, ganz innig.

10. Juni 2025

Den Zettel heute früh auf dem Küchentisch gefunden. Von mir nachts im Halbschlaf bekritzelt. Musste aufs Klo und hatte diesen Namen noch von einem Traumfetzen im Kopf und dass es sich wohl um eine Bloggerin handelte, die einen Preis kriegte. Wobei ich da irgendwie ganz dubios involviert war. Evt. als Ghostwriterin des Blogs von Detsy Kefield. Ich hab mich mitgefreut, wurde aber in keiner Weise gewürdigt oder erwähnt, weil ja undercover, vermute ich. Konkreter ist die Erinnerung daran leider nicht. Den Zettel dann schlafwandelnd auf den Küchentisch gelegt, damit ich ihn nicht vergesse. Google-Suche ergibt:

„Es wurden keine mit deiner Suchanfrage – „Detsy Kefield“ – übereinstimmenden Dokumente gefunden.“

Google fragt noch nicht mal wie sonst so gerne: „Meinten Sie Dusty Springfield?“ Oder „Kinsey Schofield?“ Mein Schlafhirn hat es wieder geschafft einen Namen zu finden, den es nicht mal ähnlich in der Welt zu geben scheint. Als ich nachts den Zettel bekritzelte, überlegte ich noch, ob Detsy mit y oder ie. Ich war dann aber recht sicher mit y. Mit ie gibt es aber auch keine Detsie. Wäre eventuell auch ein ganz possierlicher Name für eine Pudeldame. Oder einen Rauhaardackel. Oder Yorkshire Terrier. Was Kleineres.

09. Juni 2025

In Gedanken in einer Höhle. Höre einen Podcast mit ziemlich aufwühlenden Passagen. Zu persönlich, intim, um Näheres zu erhellen, aber krass. Dachte erst, da kommt überintellektualisiertes Geschwafel, bis ich reinkam und das Gegenteil sich zeigte. Läuft noch, muss ich sacken lassen, ob ich das gelegentlich verlinke.

06. Juni 2025

Glaubenssätze und Mythen über Kinder. „Kinder lieben Gummibärchen.“ „Kinder lieben Clowns.“ „Kinder haben Heimweh.“ Fällt mir gerade ein, weil mir von einer Mama berichtet wurde, dass ihre Sechsjährige zum ersten mal allein mit Lehrern und Klassenkameraden vier Tage auf Klassenfahrt war und sie es gut gemeistert hat und auch nicht mit den Eltern telefoniert wurde. Andere Kinder aus der Klasse hätten schon nach ein, zwei Tagen abgeholt werden müssen, weil der Jammer groß war, von den Eltern getrennt zu sein.

Da fiel mir das ein, dass ich als Kind so ein paar Dinge anders empfand, als es von den Erwachsenen erwartet wurde und mir das unangenehm, ja peinlich war und ich es für mich behielt. Gummibärchen haben mir nie geschmeckt, das einzige was in die Richtung ging und ok war, waren „Colaflaschen“.

Zu meiner Grundschulzeit in den Siebzigern wurden keine mehrtägigen Klassenfahrten veranstaltet, höchstens mal ein Wandertag. Aber ich war mit meinem Bruder öfter in den großen Sommerferien bei meiner Oma, für ein paar Wochen, und hatte nie „Heimweh“. Ich wäre auch ganz gerne auf ein Internat gegangen, im Stil von Hanni und Nanni, das wurde von meinen Eltern aber als „Hirngespinste“ abgetan.

Wenn der Zirkus in unser Dorf kam, ging man immer hin, mit der Schulklasse oder auch mit der Familie. Die Erwachsenen waren immer der Meinung, für uns Kinder müsste der Auftritt vom Clown der Höhepunkt sein. Ich konnte nicht nur über die Clowns nicht lachen, ich fand sie zum Teil sogar unheimlich und speziell peinlich war, wenn er herumstolperte und die anderen Kinder lachten und ich versuchte mitzulachen, obwohl ich es eher traurig und auch recht langweilig fand. Es war mir peinlich, als hätte ich die Pointe von einem Witz nicht verstanden. Heute muss ich mir attestieren, dass hier wohl eher Mitgefühl und ein höherer Anspruch an Humor bei mir veranlagt war.

Ich kann bis heute nichts mit Clowns anfangen. Mag sein, dass das in meiner Kindheit auch eher die dritte Garnitur von Clowns war, die sich einen schlanken Fuß gemacht hat und das vermeintlich lustige Clownprogramm auf Schadenfreude aufgebaut hat. Aber ehrlich gesagt, fand ich die im Fernsehen, beim Circus Krone und was es noch zu sehen gab, auch nicht lustiger. Damit hängt vielleicht auch zusammen, dass ich trotz großer Liebe zu Pablo Picasso und seinem Werk rein gar nichts mit seinen Harlekins anfangen kann. Könnte man mir schenken, würde ich ohne weitere Überlegungen direkt bei Christies oder Sothebys einliefern und verhökern lassen.

05. Juni 2025

Jupiter hat mich in den letzten Tagen etwas enttäuscht, ich bin nicht zufrieden, mit seiner Performance! Da hat man alle zwölf Jahre mal eine Jupiter-Jupiter-Konjunktion (Zwillinge) und dann rauscht der einfach so ereignislos durch. Oder ist das heutzutage schon als das große Glück zu verstehen? Wie bescheiden soll ich denn noch werden? Okay, ich habe mich an guter Gesundheit und weiterhin schöner Wohnung erfreut und dass sich der Arbeits-Horror der letzten Monate entspannt hat. Das hat sich aber eher angefühlt wie eine überfällige Korrektur und Justierung zu einem Normalzustand, nicht wie ein Glücksfall, den ich enthusiastisch rot im Kalender anstreichen wollte. Wurde da irgendwas übersehen?

04. Juni 2025

Sophus ist schon putzig. Als ich zu Sevenstar schlenderte, sah ich ihn schon von weitem auf der Bank draußen vor dem Schaufenster sitzen, rauchen und telefonieren. Hochkonzentriert. Er nahm nichts um sich herum wahr, auch nicht, dass ich näher kam. Beim Vorbeigehen Richtung Eingangstür realisierte ich anhand seiner Antworten, dass es wohl ein herausforderndes Gespräch war, er schaute genervt. Ich ging schnell hinein und dachte mir, irgendwann wird das unerquickliche Telefonat zu Ende sein und er geht wieder rein. Drinnen war eine Handvoll Freunde von ihm, einen davon kannte ich von einer Begegnung im Januar. Sie schauten mich neugierig an, ich sagte hallo und erklärte, dass ich eine kleine Überraschung für Sophus hätte, nämlich ein Foto, das er sich gewünscht hat, er aber draußen gerade ein intensives Telefonat führt. Wir palaverten noch ein bißchen, als Sophus dann immer noch nicht zurückkam, ging der eine Freund vor die Tür und holte ihn. Sophus war wie ausgewechselt, er strahlte wie ein Kind und war nun ganz bei der Sache und umarmte mich freudig. Ich verstand, dass er sich immer komplett fokussiert, einer Sache ganz hingibt. Entweder doofes Telefonat oder freudiger Empfang. Ich bin da recht ähnlich veranlagt. Keine mentale Multi-Tasking-Fähigkeit.

04. Juni 2025

Andacht. Wohl das Erhebendste, was einer Fotografie widerfahren kann. Unangekündigt bin ich einfach nach Lust und Laune hin. Sophus war gleich Feuer und Flamme und integrierte Iggy in seinen heiligen Altar bei Sevenstar. Dann wurde Iggy gesegnet.

04. Juni 2025

Altar für Iggy. Und eine gestrickte graue Maus, Talisman von Sophus Mama, als er noch in ihrem Bauch war. Und die Schädeldecke des Vaters des tibetanischen Lehrers von Sophus. Und Lieblings-Buddha. Und Glücksknoten. Und Räucherstäbchen.

03. Juni 2025

Ich stelle fest, dass mir heterosexuelle Männer, die sich Blumen hinstellen, besonders vertrauenswürdig vorkommen. Ob das gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Zu sehen: Lilien bei Sevenstar.

02. Juni 2025

Iggy for Sophus. Bevor irgendjemand meine Fotowand in der Kellerbar sah, Tage vor der Eröffnung im Januar, kam Sophus mit einem guten Freund vorbei, um die Kartons mit den leeren Weinflaschen seiner Ausstellung wegzuräumen. Als er Iggy sah, war er elektrisiert. Er liebte das Bild sofort, nicht zuletzt auch deswegen, weil es die immense Warmherzigkeit von Iggy zeigt – und weil er sein Held ist. Zudem erinnerte sich Sophus an ein Dinner in New York. Mit Iggy – bei Iggy. Das muss wohl ein unvergesslicher Abend gewesen sein. Ich aber vergaß wieder, dass er das Bild so mochte. Vor gut einer Woche dann, er öffnete sein Atelier bei Sevenstar für Publikum, war ich abermals da und er erinnerte sich an dieses Bild, und wie sehr er es mochte und so gerne hätte. Ich versprach ihm einen Abzug in bester Ausführung, auf Hahnemühle Albrecht Dürer-Bütten. Voilà. IGGY for SOPHUS.

02. Juni 2025

Pisuito (?) im Leinenanzug

Vorhin diesen Zettel im Seitenfach meiner Tasche gefunden. Am Freitag früh eingesteckt, und dann vergessen. Ich hatte vor, im Laufe des Tages nachzuforschen, was „Pisuito“ bedeuten könnte, ob ein männlicher Vorname oder ein Ort. Oder irgendein spanisches Wort, vielleicht für ein Gericht aus dem spanischen Hinterland. Oder eine Schweinerei oder ein Schimpfwort. „Du bist doch ein gottverdammter Pisuito, verpiss Dich!“ Nö. Googeln ergibt, das Wort stammt aus meinem Kopf und ist weltweit nicht bekannt, nicht mal ähnlich. Freitag aufgewacht mit „Pisuito“ im Kopf, letzter Traumfetzen und der gekritzelte Zusatz „im Leinenanzug“ war ein Erinnerungsabglanz, dass es vielleicht ein Mann in einem Leinenanzug war, es gab auch ein diffuses letztes Bild. Aber das Geheimnis lässt sich nicht lüften. Ich schenke Euch das Wort. Könnt gerne Euren Stammhalter Pisuito nennen oder es zum Fluchen nehmen. Viel Spaß damit!

01. Juni 2025

Da capo, Lily. So schön war die Beauty im Gästebuch. Wollte sie aber nicht nur sehen, wenn ich es hin und wieder aufklappe. Ich bin schon sentimental, aber auch nicht übertrieben. Habe die echten Lilies durch ein Foto davon ersetzt, in mein Poesiealbum geklebt. Die echten hängen jetzt in der Küche, unterhalb Tims Hand mit der Zigarette, damals bei Sevenstar eingefangen, was in jeder Hinsicht gut passt, denn er hat sie ja ausgesucht, mir geschenkt, diese zauberhaften Königslilien. Beim Trocknen und Pressen dachte ich an Grace Kelly, die spätere Fürstin Gracia Patricia von Monaco, die über Jahrzehnte Blumen presste und die Bilder in ihren letzten Lebensjahren in Ausstellungen in Monaco zeigte. Was wohl aus all ihren Blumenbildern geworden ist? Ob sie in den Gemächern des Grimaldi-Palasts verteilt sind? Für die Öffentlichkeit zu sehen? Ich hoffe. Zu schade zum Verstecken.

31. Mai 2025

„I had lunch with Diana, I used to talk to her on the phone regularly, I used to send her stories we were gonna run, she would edit them and fax them back to me – so, you know – and I really liked Diana, she was fantastic. Diana worked the media exactly in the same way, the media worked Diana. She was the biggest celebrity in the world. Arguably the biggest celebrity that ever been. Very sharp, and knew exactly how to play the media.

And that is not to say, that there wasn’t lots of intrusion into her life, there was. There’s not to say some of that wasn’t unwarranted. It was. It’s not to say that she didn’t get more attention than anybody else, because she was the biggest star. She did. And so it can’t have been easy at all. But did Diana manipulate the media? Ruthlessly when she wanted to? Absolutely. She was mesmerizing, incredibly charming, very smart, very funny, but very like – you know – she wanted to make a point in front of William, about where the line is for the media, and I totally understood that – and it was good fun.

I remember, with William, I think it was around that time that we got offered pictures of a poster he had on his wall at Eton College which had „DON’T DRINK AND DRIVE – HAVE A SPLIFF AND FLY.“ And we bought that for I think about 2.000 pounds off the market and never published it. So when we talk about irresponsible tabloids, I’ve got a lot of stories like that of stuff, we didn’t publish.

So, I’m not after any gratitude, but I do think in the scales of balance between the media and the royal family, the media has been as much a part of the longevity of the royal family, when many other monarchies have disappeared through Europe, one of the last standing ones is the British Monarchy. And a lot of that is because the media still fuel them and portray them as the biggest stars on the planet.“

(Piers Morgan, former Editor Daily Mirror)

28. Mai 2025

Gruß von meiner Strahlenaralie. Hat jemand vor gut zwanzig Jahren verkümmert neben die Mülltonnen gestellt. Adoptiert, mit nach oben genommen und hochgepäppelt. Gibt es immer noch.

Und sogar späte Karriere mit zwei Auftritten im Amano gemacht.

26. Mai 2025

Verrauschte Bilder, berauschte Gäste. Samstag mit Ina beim Berlin Beat Club. Meine Favourites waren Wild Thing und Gimme Shelter. Inas kleine Schwester war auch dabei – war ihr erstes Mal! Hat ihr gefallen. Gestern Tickets für das alljährliche Konzert vom BBC in der Freilichtbühne an der Zitadelle am 1. August 2025 geordert, gibt noch ein paar Karten. Sind immer superschnell weg, sobald der Termin bekannt ist. Kommt gerne auch mal mit! Tickets hier.

25. Mai 2025

Herbstlicher Mai mit vielen Wolken, Nieselregen. Donnerstag bei der irrtümlichen Eröffnung von Sophus, die eigentlich Freitag stattfand, aber nicht nur ich, gab auch was zu trinken. Samstag beim Berlin Beat Club, heute daheim, paar Sachen in Mediatheken geschaut, unaufgeregter Sonntag. Ruhiger geht’s kaum. Erholung.

23. Mai 2025

Mein Urban Jungle. Das knallgrüne Close up des Dieffenbachia-Blattes rechts, war nicht in der Ausstellung. Ich hatte keinen Rahmen mehr übrig und war ohnehin mit mehr als genug Exponaten vertreten. Das kam so, weil mir niemand Einhalt gebot. Aber ich habe selbst einige Bilder aussortiert, nicht nur die Dieffenbachia. Gefällt mir gut, nur mit Passepartout. Werde beide nicht aufhängen, bleiben angelehnt, sieht nicht so betoniert aus.

22. Mai 2025

Quer oder hoch – geht alles. Beim Signieren des Rahmens dachte ich Hochformat, später fiel mir ein, dass es eigentlich eine Aufnahme im Querformat war, aber egal. Im Amano hing es als Hochformat. Zu sehen ist ein close up von 2012 eines Bambusblatts. Wächst seit sechsundzwanzig Jahren in meinem Wohnzimmer in der Auguststraße. Wird nicht größer, hat immer nur zwei bis drei gefiederte Wedel, aber will mich auch nicht verlassen.

21. Mai 2025

Einige Tage her, dass ich die Filmbar besuchte, wo Lüül solo und live Stücke von seinem neuen Album „Lüüls Lab“ spielte, begleitet von atmosphärischen Visuals von Dani Graf. Gefiel mir als Inszenierung sehr, auch weil es eine unaufgeregte Art der Performance war. Die Stücke sind ohne Gesang, man wird sehr entspannt weggebeamt. Die Visuals waren so unterschiedlich und unberechenbar, dass es nie langweilig wurde. Am 22. Mai wird das Album im Studio von Radio Eins im Bikini-Haus vorgestellt, wo er auch zu Gast sein wird und spielt. Die ganze Performance ist danach noch einige Male zu sehen, nächster Termin ist am 14. Juni 2025 um 20:30 Uhr im Bühnen-Séparée vom Terzo Mondo. Hier ein Mitschnitt der Zugabe in der Filmbar, die improvisiert war.

20. Mai 2025

Danke für Deine HAPPY BIRDS, lieber Tim. Sie flattern derzeit noch munter durch meine Wohnung. Könnte sein, dass sie einen festen Platz in der Mitte des komplett verspiegelten Kleiderschranks finden. Da wir ja schwerere Kaliber von Dir bei unserer Ausstellung im Amano an Scheiben fixiert haben, werde ich das an der Spiegelscheibe mal mit meinem eigenen Tape oder den Klebenägeln ausprobieren, die hielten auch erstaunlich gut.

18. Mai 2025

Durch die Lobby, vorbei an den Check-in-Terminals, geht es rechts vorbei an einem Wein-Eisschrank, zum Lift nach oben zu den Schlafgemächern. Getrennt durch eine tiefschwarze Scheibe. Passender Platz für mein ungemachtes Bett auf Föhr. Gute Nacht.

18. Mai 2025

Dritter Mai. Mehr als zwei Wochen her… wie die Zeit fliegt. Mit ihr fliegen auch ambivalente Befindlichkeiten in alle Himmelsrichtungen. Mir sehr angenehm, wie emotionale Irritationen, Einbrüche, durch schiere Zeit relativiert werden. Gedämpft. Im Januar, bei Sevenstar, gab es eine Konversation mit Imke, die sich um persönliche Beziehungen rankte. Ich erklärte, dass ich grundsätzlich erst dreißig Jahre nach amourösen Verbindungen Erhellendes äußere. Ich vermute, das kommt hin. Was freundschaftliche Bindungen angeht, bin ich viel weniger zimperlich. Wohl wegen der Qualität vertrauensvoller Zuversicht.

18. Mai 2025

Gruß von Nikes schöner Rückseite. Sie steht auf der Schloßbrücke, gegenüber vom Zeughaus in Mitte, und kein Besucher der Ausstellung hat sie erkannt. Der Bildhauer Emil Wolff hat die Figur 1847 erschaffen und sie trägt den schönen Namen „Nike lehrt den Knaben Heldensagen“. Von vorne ist sie kein bißchen erotisch. Im Netz gab es bislang nur Aufnahmen der Ansicht der Vorderseite. Beide Abzüge waren in der Amano Bar vertreten und zusätzlich unter den Miniaturen in der Hotel Lobby.

16. Mai 2025

Noch ein Lieblingstier, „DOG No. 7“ von Tim Kamieth. Perfect Match in der Ausstellung im Amano, für mich der „Königstiger“ in der Reihe von Tims neuen Hunden. Hätte ich Platz, hätte ich ihn sofort gekauft. Faszinierend, wie er mit der Aufnahme von Jimi Hendrix in der Wohnung von Ringo Starr gematcht hat und der Couch und den Kissen. Es ist aus meiner Sicht eine künstlerisch unzulängliche Sichtweise, es als unkünstlerisch oder gar spießig und kleinbürgerlich zu verschubladen, wenn Bilder in einer Umgebung gehängt werden, deren Farbgebung mit der des Bildes korrespondiert. Im Gegenteil – es beweist eine komplexe visuelle Wahrnehmung, die das Potenzial hat, den zweidimensionalen Raum des Bildes in die dritte, räumliche Dimension zu erweitern, damit wird das Werk hofiert und geehrt, aber auch umgekehrt. So viel zum Thema „Bild farblich passend zur Einrichtung wählen“.

Das Gegenteil wäre visuelle Ignoranz. Wobei selbstverständlich denkbar und möglich ist, dass gerade ein starker farblicher Kontrast, der dann aber bewusst gewählt wurde, optimal wirkt, die Kraft des Motivs verstärkt. Chefkuratoren von staatstragenden Museen und großen Galerien wählen mitunter ganz bewusst farbige Hintergründe. Auch die Wahl eine neutralen Grau- oder Weißtones basiert auf der Idee, Bildern mit unterschiedlichen Farbwelten in ein- und demselben Raum eine optimale Bühne zu geben, wenn die Mischung der Exponate keine andere gemeinsame Hintergrundfarbe sinnvoll erscheinen lässt. Insofern hat Lieschen Müller bei ihrer Wahl von farblich zur Einrichtung passendem „Wandschmuck“ das next Level in Sachen virtuose Hängung mit kuratorischer Expertise erreicht. For what it’s worth.

15. Mai 2025

Faye in der Bar. Dunaway. Von Brüchmann. Gerahmt 50 x 60, gestempelt, vom Fotografen signiert. Besondere Beziehung zum Bild, weil von mir gerahmt und wegen der Blattgoldfragmente auch von mir auf der Rückwand signiert. Hatte ich gar nicht fotografiert…

13. Mai 2025

S-Bahn zurück nach Mitte. Zwei um die Zwanzigjährige, junge Frau, junger Mann, lesen sich Antworten vor, die Kids Eltern geben können. Eine blieb hängen: „WARUM LIEGT DAS HIER AUF DEM BODEN?!?“ – „Schwerkraft – – – Mama?“. Jetzt Chillen im Wohnzimmer, nebenher läuft Sing meinen Song, heute im Mittelpunkt die Songs von MIA. Mieze Katz mochte ich immer gern.

12. Mai 2025

Tja. Nadja Abd el Farrag. Stephanie von Monaco. Und ich. Erstere immer so ein Hingucker/Aufhorcher für mich, weil selbes Geburtsjahr. Fand sie auch nicht unsympathisch, eher bedauernswert in ihren Abstürzen. Aber kam gutherzig rüber. Stephanie von Monaco lebt noch. Galt als Rebellin in ihren jungen Blütejahren, sah Hammer aus. Wer ist noch unser Jahrgang? Simone Thomalla und Veronica Ferres. Mit Letzterer habe ich am wenigsten emotionale Verbindung. Neulich einen Clip gesehen, wo sie eher freudlos wirkend erzählt, dass sie seit sie vegan lebt, auch keinen Honig isst, viel mehr Lebensfreude hat. Hm. Also Naddel hat die Kurve leider nicht gekriegt, das tut mir leid. So ein Exemplar von Sensibelchen, das immer wieder ganz viel abdämpfen musste. Der verführerische Alkohol, dem ich auch nicht abhold bin. Zum Glück aber gute Leberwerte bei mir, Exzess nur noch als künstlerisches Ideal von Kraftentfaltung. Ansonsten virtuos trinken. Bestes, überschaubar, nicht durcheinander, bis kurz vorm Limit, aber nicht drüber. Nicht immer durchzuhalten, aber fast.

11. Mai 2025

r e l a x “ . Keinen Platz in der Ausstellung gefunden, aber in der Wohnung. Den glänzenden Abzug, der jetzt an der Außenseite der Balkonscheibe klebt, hatte ich auch versucht in Kaffee zu baden, danach in den Backofen geschoben, wo sich die superglossy Oberfläche interessant abzulösen begann und Risse bekam. Kann auch noch Spuren von Wind, Sonne und Wetter vertragen. Ist jetzt auch ein Lampenschirm, für die Glühbirne der Lampe dahinter, die immer blendete, wenn man nachts auf dem Balkon stand, um eine zu rauchen oder in den Sternenhimmel zu gucken. Der kleinere gerahmte Abzug ist auch auf dem schönen Hahnemühle Bütten „Albrecht Dürer“. Den Rahmen hatte ich übermalt, war mir vorher zu uninteressant. Im Badezimmer, wo das Foto entstand, ist keine Ecke dafür frei. Sonne in Berlin, ich ziehe mal um auf den Balkon.

10. Mai 2025

Aktionismus in meinen vier Wänden. Beschriften, dokumentieren gegen das plötzliche Gefühl eines Vakuums. Was nun? Wen interessierts? Gestern die Exponate von meiner Wohnung ins Atelier gebracht. Fast ein Kubikmeter. Kleinere Bilder verkaufen sich am besten. Ich höre, dass Sammler Probleme haben, weitere Bilder unterzubringen. Querformate ganz schwierig, weil sie meist eine ganze Wand beanspruchen. Aber im Flow der Produktivität will man nicht an gefragte Abmessungen denken. Maler sind oft größenwahnsinnig, weil es einem einfach auch selbst Freude bereitet, mehr Quadratzentimeter zu verzaubern, mit der eigenen Kraft aufzuladen, sie so zu manifestieren. Schon ein verrückter Akt. Heute Geburtstag meines Bruders. Happy Birthday in den Himmel.

09. Mai 2025

Verpacke gerade die übrigen Miniaturen, die in der Hotel-Lobby waren. Erst jetzt die Rückseiten mit allen Details beschriftet, bin vorher nicht dazu gekommen, war so damit beschäftigt, den Katalog ständig zu überarbeiten. Die kleinen Fotografien sind Abzüge im Format 13 x 18 cm. Insgesamt dreiunddreißig Stück waren es, alle Abzüge Fine Art Prints auf Hahnemühle Baryta FB.

08. Mai 2025

Vorgestern kurzer Blick in die Gallery, wo derzeit der dänische Maler Sophus Ritto arbeitet, seine Staffeleien aufgestellt hat und großformatige Keilrahmen bespannt und bemalt. Die sonst an der Decke hängenden Leuchtringe, für die man die Sevenstar Gallery kennt, wurden dafür abgehängt. Wie lange Sophus dort sein Atelier haben wird, weiß ich nicht, aber er hat sich wirklich eingerichtet, mit Werkbank und Arbeitstisch und seinen Materialien. Schade nur, dass währenddessen die Kellerbar im Dornröschenschlaf weilt.

Sophus ist fleißig, charismatisch und produktiv, macht aber wenig Öffentlichkeitsarbeit. Bei Instagram sind ein paar seiner Werke.

08. Mai 2025

„…those were the days my friend, we thought they’d never end…“

TIM’S CIGARETTE. „…those were the days…“. Fotografie vom 2. Juli 2009 bei Sevenstar. April 2025 erster Abzug Spiegelgloss, 7. Mai 2025 übermalt mit Lackstift, Edding, gerahmt, 34,5 x 47 cm.

Beim Aufräumen passiert. Auf dem Teppich lagen noch einige Abzüge, die ich nicht gerahmt hatte. Ich hatte für dieses Motiv leider nicht das Hahnemühle Bütten Albrecht Dürer gewählt. Mit der Spiegelgloss-Oberfläche wirkte es nicht, wie ich es mir erhofft hatte. Zu glatt, zu steril, wie versiegelt. Ich badete den Abzug in schwarzem Kaffee, was nichts bewirkte. Dann griff ich mir einen Lackstift und fuhr an den Konturen entlang. Langsam gefiel es mir. Während ich malte, erkannte ich, dass es Tims Hand war, die ich fotografiert hatte. Er trug damals ein Lederband am Handgelenk. Auf Fotografien davor und danach der Serie ist er auch zu sehen.

04. Mai 2025

Die Bilder in der Bar. Mehr als eines von mir. Nicht wenige dachten, die hingen immer hier. Mir gerade unvorstellbar, die heute Nacht oder morgen wieder wegzunehmen. Wir werden es sehen.

Wenn der GM meine Exponate länger haben möchte, sehr gerne.

04. Mai 2025

Auf der offiziellen Seite des Gallery Weekends wird für heute Ende 18 Uhr avisiert, aber ich denke, dass wir das nicht so streng nehmen, mit der Uhrzeit:-)

04. Mai 2025

Danke für diesen Blumengruß an Tim und Thorsten. Heute letzter Tag des Gallery Weekends. Ich werde ab Nachmittag wieder im Amano sein, so von 16 bis 18 Uhr, ca. ungefähr. Kommt gerne.

03. Mai 2025

Sharon & me. Peter Brüchmann fotografierte Sharon Tate im Jahr 1969, in dem sie und mit ihr weitere Menschen ermordet wurden, im Haus, das sie mit Roman Polanski am Cielo Drive bewohnte. Es ist ein Bild aus einer lebhaften Serie. Als sie starb, war sie hochschwanger. Diese Geschichte ging noch viele Jahre später durch die Presse, meine Erinnerungen daran müssen auf die Siebziger Jahre zurückgehen. In unserer Ausstellung befindet sich der vielleicht größte Abzug dieser Fotografie über dem Kamin. In der Suite im Amano steht eine kleinere Sharon, davor habe ich mich gestern fotografiert. Jedes mal, wenn ich aus dem Bad komme und mein Blick darauf fällt, bin ich fasziniert. Das geht den meisten so, außer Alban, der die Aufnahme als „puren Kitsch“ empfindet, vielleicht wegen der missverständlichen Geste der Hand, die an ein Klischee von Spind-Fotos erinnert, wenn erotisiert wirkend wollende Fotomodelle aus der Seite-3- und Schulmädchen-Report-Liga feuchte Finger auf feuchte Lippen und Zunge legen. Wenn man jedoch die anderen unaffektierten Aufnahmen dieser Serie kennt, ordnet man das Bild anders ein.

03. Mai 2025

Auch in der Suite, eine zweite Sharon, nicht die über dem Kamin, die ist noch größer, 180 x 140 cm. Blick vom Badezimmer zum Wohnbereich, wo eine schwarze Ledercouch steht. Die Fenster gehen zum Alten Garnisonsfriedhof, wo ein violetter Flieder blüht.

02. Mai 2025

Blick in die Amano Suite, wo wir unsere Siebensachen haben, unter anderem Bilder, bevor sie gehängt wurden. Die Filmstreifen liegen nun auf langen Sideboards in der Lobby des Amano-Hotels.

02. Mai 2025

Kleiner Eindruck von der cozyesten Ausstellung des Gallery Weekends: Bilder von Jesús Pastor, Peter Lorenz und Peter Brüchmann in der Hotel-Lobby des Amano. Sharon Tate über dem Kamin. Meine Sachen sind hauptsächlich in der Amano Bar. Fotografiere ich noch. (Foto: Jesús Pastor)

02. Mai 2025

Ich bin nachher auch wieder im Amano und gebe gerne eine Führung durch die Ausstellung unserer Exponate. Thorsten von Sevenstar ist auch immer da, später kommt Tim und vielleicht noch ein paar andere der beteiligten Künstler. In der kuscheligen Lobby gibt es auch sehr guten Kaffee, neben anderen anregenden Getränken. Kommt vorbei, wir sind immer ansprechbar! Muss vorher noch ein bißchen was einkaufen, bin so gegen 17:30 Uhr da.

01. Mai 2025

Habt einen schönen ersten Mai an diesem wolkenlosen Tag. Ich bin gleich wieder drüben im Amano in unserer Ausstellung – vielleicht sehen wir uns. Ist open end zugänglich. Auguststraße 43.

28. April 2025

Teaserchen, nächtliche Message an Lydia:

„Betthupferl für Dich – bzw. Frühstückshäppchen – Einblick in meine Ausstellungsvorbereitung – Du kommst auf einem Bild vor, ich mache überdimensionale Filmstreifen, wo die landen werden im Amano, ist noch nicht klar, aber sie werden zu sehen sein! Die längeren Streifen sind ca. zwei Meter lang. Wir fangen morgen Abend mit dem Hängen an.“

27. April 2025

More Stuff! Fine Art Prints auf bestem Bütten „Hahnemühle Albrecht Dürer“ – ist gerade mein Lieblings-Fotopapier. Besonders leicht zu entscheiden, wenn man dasselbe Motiv auf anderen Abzugspapieren vor sich hat. Am schwächsten wirkt Spiegel Gloss.

Und Elefantengruß an Geburtstagskind Thorsten. Das war gestern sein Lieblingsbild, noch vor „Nike lehrt den Knaben Heldensagen“.

23. April 2025

Einblicke, noch nicht gerahmt, nur aufgelegt. Dann die Rückseiten stempeln, datieren und signieren. Dokumentieren. Rückwand beiseite, Scheibe, Glas polieren. Rückwand signieren, Scheibe und Rückwand einsetzen, Biegestifte schließen. Fotografieren. Katalogisieren. Ich könnte auch Stapel-Verarbeitung der einzelnen Schritte machen. Mal sehen. Wenn die soweit vorliegenden Abzüge gerahmt sind, kann ich herumprobieren – welche Kombinationen könnten an den Akustik-Paneelen funktionieren.

22. April 2025

Leider nicht von mir, aber wartet hier, bis zur Ausstellung in einer Woche – Faye Dunaway, 1967 fotografiert von Peter Brüchmann. Rückwärtig von ihm signiert. Nur die Blattgoldauflage am 50 x 60 cm-Rahmen ist von mir. Faye bekommt einen Ehrenplatz in der Amano-Bar. Von Peter Brüchmann werden noch weitere Fotografien zu sehen sein. Darunter ein sehr großer Abzug einer legendären Aufnahme von Sharon Tate, angedacht für den Platz über dem Kamin. Und Hilde ist dabei, mit Zigarette, ca. 1968, nach einem Konzert. Und Chet Baker. Jim und Jimi. Und so viele mehr.

21. April 2025

Warmen Gruß an Saskia, die für mich diesen Bilderrahmen am Straßenrand auflas. Vorgestern von mir mit Blattgold restauriert. Saskia hat ein Foto, wie er vorher aussah. Vielleicht kommt er mit der Agave ins Amano, Nun kann ich nicht weiter rahmen, die weiteren Abzüge werden erst geliefert und ich hoffe schon morgen.

21. April 2025

Arbeit am Portfolio, Vorauswahl. Tatsächlich werden zunächst mehr Fotografien gerahmt, als gezeigt werden. Man braucht Spielmaterial. Das kann nicht am Computerdisplay entschieden werden. Welche Aufnahme korrespondiert ideal mit den zur Auswahl stehenden Rahmen, welche Passepartoutfarbe usw. usf.