
Herzensbildung und Eigensinn. Rita Süßmuth 17. Februar 1937 – 1. Februar 2026. Als Rita Süßmuth in den Achtzigern in den Hochzeiten der Angst vor HIV und Infragestellung der Legitimität von Schwangerschaftsunterbrechung besonnen und liberal an die Öffentlichkeit trat, konnte ich kaum fassen, dass sie das alles mit dem Parteibuch der CDU betreibt. Da ging mir das Licht auf, dass es gerade richtig sei, dass sie von dort ihre sportliche Arbeit vorantreibt. Mit ihr habe ich gelernt, Politikerpersönlichkeiten als gestaltungsfähige Individuen wahrzunehmen, unabhängig von Verschubladung aufgrund eines Parteibuchs. Ebenso wie Heiner Geißler oder Norbert Blüm. Die mochte ich alle richtig gerne. Was für ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Farewell, geschätzte Rita.
Ina Weisse
Bravo, genauso empfinde ich es auch. Und hoffe, dass mein Eindruck, dass solche Persönlichkeiten heute fehlen, falsch ist.