Aber da geht noch ein bißchen mehr, wie man bei der HOFF’schen RUHESTÄTTE bewundern kann. Ein geradezu königlicher Baldachin beschützt den ewigen Schlaf. Ganz wundervoll. Es käme mir nie in den Sinn, angesichts dieses Prunks zu denken: übertrieben, protzig, unverhältnismäßig. Ich sehe es als Geschenk.

Eine Antwort auf „14. April 2024

  1. iGing – 14. Apr, 11:17

    Ich hoffe, das ist jetzt nicht pietätlos, aber wenn ich mir vorstelle, jedes Grab, das jemals angelegt wurde, wäre noch erhalten, dann hätten wir einen Friedhof, dessen Grösse ich mir gar nicht ausmalen kann. Und überall wäre es ähnlich. Ein etwas unrealistisches Konzept!
    Dazu die Frage, warum Prominente ein auffallendes Ehrenmal erhalten sollten – ja, warum? Spätestens im Tod sind alle wieder gleich. Und so sollte es m.A.n. auch gehandhabt werden.

    g a g a – 14. Apr, 11:38

    Die irdische Bevölkerung besteht aus bescheidenen und weniger bescheidenen Menschen. Die kleineren Gräber der bescheidenen verfallen und lösen sich in gewisser Weise von selbst auf, die von der Anzahl her immer vergleichsweise wenigen, kunstvollen, monumentalen Gräber haben längeren Bestand. Exponierte Persönlichkeiten haben eher die Veranlagung – bzw. auch die Erwartung des Publikums – eine exponierte Grabstätte zu haben. Ich finde es z. B. äußerst bedauerlich, dass David Bowie seine Asche in irgendeinem Park in Asien verstreuen hat lassen, es gibt keine verortete Gedenkstätte. Außer in meinem Atelier, wo ich ein Bild geschaffen habe, das so hochwertig gerahmt ist, dass es die Qualität für ewiges Gedenken hat. Man möchte gerne auch einmal zum letzten Aufenthaltsort eines verehrten Künstlers pilgern. Ich zumindest. Nein, auch im Tod sind nicht alle gleich. Ich freue mich aber auch genauso über schöne Gräber von Unbekannten, siehe mein ausufernder Spaziergang über den Jüdischen Friedhof Weißensee. Ich kenne da viele nicht, die die phantastischsten Gräber haben. Spielt auch keine Rolle. Die Freude an der Schönheit der Monumente ist mir vollkommen ausreichend.

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