
Heute vor zehn Jahren, 19. Februar 2014. In jenem Jahr zeigte sich auch, dass ich eine Brille zum Lesen brauche. Das Augenzusammenkneifen zwecks Fokussieren beim Lesen in der S-Bahn hat nicht mehr gelangt. Und die Haarfarbe war auch komplett rausgewachsen. Wollte 2014 wissen, was aus dem Kopf kommt.
Ina Weisse
Silverlining
das mit den augen empfinde ich als besonders – pardon – scheisse. mein fünfeinhalbachtel leben lang konnte ich sehen und erkennen wie ein luchs im besten alter und hatte jeden viertelpfennig ein leben lang aufgelesen in hintersten ecken, im halbdunkel und düsteren süddeutschen wäldern dazu. /dann aber, es mag um 2006 sommers gewesen sein, konnte ich die berlinischen hausnummern breiterer boulevards im tiefen altwesten vis-a-vis nicht mehr eindeutig beziffern und befinde mich seither im sinkflug von sehstärke.
Man fühlt sich so ein bißchen persönlich beleidigt. Ich kann das sehr gut verstehen. Meines Erachtens war ich doch prädestiniert, als eine der wenigen Erdbewohnerinnen NIEMALS eine Sehhilfe zu benötigen. Da ich früher stets und zuverlässig 120 Prozent Sehfähigkeit attestiert bekam, rechnete ich schlimmstenfalls damit, auf magere 100 Prozent abzurutschen. Und nun??????!!!???? Beleidigter Gruß aus Berlin: Gaga