Manchmal haben neue Wege nur den Sinn, Erkenntnisgewinn, dass der alte Weg, der bessere, angenehmere, zielführendere ist. Hat auch metaphorisches Potenzial, ist aber für meine heutige Erfahrung ganz unmetaphorisch gemeint. Anstatt wie in den vergangenen vierundzwanzig Jahren direkt von meiner Wohnung zur Museumsinsel zu laufen, wollte ich mal eine Alternative austesten, nämlich: zuerst mit der U8 zum Alex und von da mit der U 5 zwei Haltestellen bis Museumsinsel. Hat doppelt so lange gedauert wie zu Fuß. Wenn ich hinlaufe, dauert es fünfzehn bis zwanzig Minuten, je nach Tempo, mit der U-Bahn fast doppelt so lang, wegen Umsteigen und dem Fußweg von der U-Bahn Museumsinsel bis zur Alten Nationalgalerie. Die war mein Ziel. Ich war in der Secessionen-Ausstellung mit Schwerpunkt Klimt, Stuck und Liebermann. SCHÄTZE. Dass ich noch jemals Klimt hier sehen darf, ist alleine schon grandios, so eine Seltenheit in Berlin.

3 Antworten auf „30. August 2023

  1. Die Einlass-Situation war recht entspannt – online sind zwar die Tickets mit Zeitfenster ausgebucht, meinte der Herr am Einlass, aber unter der Woche ist die Schlange überschaubar. Ich hatte gar kein Ticket, bin spontan gestern gegen Mittag hin, musste eine gute Viertelstunde anstehen, dann war ich drin. Fotografieren ohne Blitz ist überall erlaubt, sehr großzügig, auch mit richtiger Kamera. Wer ein online Ticket mit Zeitslot ergattert hat, kann direkt, links an der Schlange vorbei, durchgehen.

  2. P.S. Hier die Bilder, die ich gestern gemacht habe. Zuerst hatte ich die Kamera mit meiner Tasche an der Garderobe abgegeben – als mir eine Aufsicht versicherte, dass ich fotografieren darf, ging ich noch mal zurück und holte die Kamera aus der Tasche. Diesen seltenen hohen Besuch einiger von Gustavs Werken in der Stadt wollte ich schon auch für mich verewigen.

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