Hin und wieder muss ich etwas Grundsätzliches auffrischen. So sehr es mich freut, dass jemand meine Fotografien mag und gerne atmosphärische Aufnahmen von sich hätte. Ich bin nicht käuflich und agiere nicht auf Abruf. Ganz selten gehe ich geringfügige Kompromisse ein, aus freundschaftlicher Gefälligkeit, aber nicht bedingungslos. Am Ende entscheidet immer noch die Anziehungskraft des Szenarios und der einzelnen Protagonisten, wer in welchem Ausmaß stattfindet. Wer damit ein Problem hat, muss sich einen der vielen abrufbereiten Fotodienstleister einladen. So lange ich aus freien Stücken agiere, entscheide ich und niemand sonst, wer im Fokus ist. Ich verstehe natürlich den Wunsch, fokussiert zu werden – but you can’t always get what you want. Ich habe zu früheren Zeiten nach Auftrag agiert und mir diktieren lassen, wer stattzufinden hat. Dabei wäre mir fast die Liebe zur Fotografie abhanden gekommen. Und das wäre doch schade. Sogar sehr. Es ist keineswegs so, dass ich danach lechze, jegliche Bühnenperfomances fotografisch zu dokumentieren. Genauer genommen, ist es durchaus als Ehre zu verstehen, wenn ich mich irgendwohin bewege und die Kamera in die Hand nehme. Just for the record. Danke für die Aufmerksamkeit.

Eine Antwort auf „24. Oktober 2016

  1. [ fb-Komm. ~ 24.10.16 ] C.: absolutely

    G. N.: Ich glaube, was ich da treibe hat nie jemand im ganzen Ausmaß so begriffen wie du. Dafür bin ich dir heute noch dankbar. Okay – du hast auch stattgefunden – und nicht zu knapp – aber du hast vor allem auch künstlerisches Rezeptionsvermögen und ein fotografisches Auge.

    C.: Gaga, ganz ehrlich, das habe ich neulich erst jemanden über Dich gesagt: Die Kunstgeschichte wird dich irgendwann entdecken und das Werk in seiner ganzen Fülle begreifen und angemessen würdigen. Stringent, konsequent und ästhetisch wertvoll, visuell, wie auch sprachlich. Du bist längst ein Stück Berliner Geschichte, deutsche Geschichte, europäische Geschichte, Weltgeschichte. :-) und ich mein das wirklich. Nicht weil Du mich so sehr unterstützt und reflektiert hast, was mir sehr geholfen hat, meine Identität neu zu sortieren, und ich Dir dafür sehr dankbar bin, sondern weil ich das auch objektiv einzuschätzen weiss. Weiter so meine Liebe. Du bist grandios.

    G. N.: Georg – bin gerade sehr gerührt… du hast mir so eine Wertschätzung in dieser Hinsicht entgegengebracht, vom ersten bis zum letzten Moment, damit hast du einen Maßstab gesetzt, von dem ich nur schwer wieder abrücken mag. Deswegen muss ich mitten in der Nacht solche seltsamen Einträge verfassen.

    C.: <3

    J. S.: right, Baby!

    G. N.: Wann treffen wir uns eigentlich wieder in unserer Selbsthilfegruppe? An dich dachte ich auch, als ich das schrieb. Dass du verstehst, was ich meine. Wir müssen ab und zu mal auf den Tisch hauen, da es gerne als zu selbstverständlich genommen wird. Der anspruchslose Laie denkt, man fotografiert um des Fotografierens willen, wenn man ohne Auftrag aktiv wird. Wäre es so, würde man beliebige Aufträge annehmen. Und natürlich gegen Bezahlung. Ein interessanter Punkt. Ich erwirke mir die anarchische Freiheit dadurch, dass ich den Deal verweigere. Denn wenn ich einen Deal eingehen würde, wäre es teuer. Dann bewegen wir uns Untergrenze im oberen dreistelligen Bereich. Ich betrachte auch ein freies Eintrittsticket oder einen Platz auf einer Gästeliste nicht als alternative Bezahlung. Das wäre ein ziemlich armseliger Stundenlohn. Nichtsdestotrotz finde ich das eine nette kleine Geste. Und der schönste Lohn ist natürlich Lob, Ruhm und Verehrung.

    M. S.: Fühle mich geehrt!

    G. M.: Meine Kamera auch. Ach Maria.

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