Backups. Sonne. Kaum Musik. Bis auf diesen Song von Roman Rappak. „Governing Correctly“. Annähernd tausend Gigabyte, ein Terabyte, die Backups. Auf drei externen Festplatten. Bilder. Filme, nur eigenes Zeug. Und Musik. Teile davon auch unveröffentlichtes Material, nicht von mir, von Musikern, die mir ihren work in progress zukommen ließen. Als Geste des Vertrauens, um sich darüber auszutauschen. Und der ganze Rest. So viel Rohmaterial, besonders bei den Filmdateien. Vor HD das meiste, aber was mir am wichtigsten war, habe ich sicher verarbeitet, meistens sofort. Die Ordnerstruktur bei den digitalen Fotografien ist erst seit ca. 2007 konsequent chronologisch, wie ich es in flickr seit geraumer Zeit mache. Viele Ordner sind noch umzubenennen, auf der einen Festplatte mit den Bildern, damit es synchron mit meinem online-Archiv wird Ich sehe flickr als online-backup, das ist einigen nicht klar, wie auch. Daher die Wiederholungen ähnlicher Motive, die sw- und Farbversionen nebeneinander. Es ist eine Sicherheitskopie, die mir ermöglicht, immer auf alles von überall Zugriff zu haben, die Wahl zu haben, wenn ich etwas verwenden möchte, ohne die Festplatten aus dem Archiv zu holen. Und eine zusätzliche Sicherung. Der nicht kuratierte Gesamtbestand. In Phasen, in denen ich sehr hingebungsvoll an Blogeinträgen arbeite – bzw. tue ich das ja immer, wenn ich es erst einmal mache – verwende ich geraume Zeit darauf, zu überlegen, welche Bilder aus einer umfangreichen Reihe – und das sind sie bei mir ja immer – in einem Eintrag erscheinen. Das ist dann wenn man so will, die kuratierte Selektion. Und auch das sind zumeist mehr als zwei, drei Bilder. Ich bin tatsächlich äußerst produktiv. Mir fällt niemand ein, der in vergleichbarem Umfang Material produziert, das einen ziiemlich hohen Anteil an Verwertbarem beinhaltet. Es ist keine große Kunst, zwölf großartige Bilder pro Jahr zu machen und mit viel Tamtam zu veröffentlichen. Wenn ich mich auf zwölf Bilder in zwölf Monaten beschränken sollte, hätte ich ein Problem. Wenn man den Übertragungsprozess bei dieser Menge von Bytes von einer Festplatte zur anderen aus dem Augenwinkel auf dem Monitor sieht, fragt man sich schon mitunter, wofür. Für welches Archiv. Aber das kennt wahrscheinlich jeder, der sein Werk sichert. Zunächst immer noch für den Zugriff in der Gegenwart oder näheren Zukunft Weiter will man dann auch nicht denken. Jetzt noch nicht. Ich habe tatsächlich seit Mai 2015 keine backups mehr gemacht. Aber heute gründlich. Bedeutet auch, die Festplatten meiner beiden Rechner weitgehend zu bereinigen, bis auf die Dateien, mit denen ich zur Zeit arbeite. Die Dateien aus der Vergangenheit ins Archiv der Festplatten zu schieben ist auch immer eine Zäsur. Es schafft Platz für neue Energien, die noch zu materialisieren sind. Die zu verewigende Zukunft. In Bytes.

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