Gefährlicher Zustand. Nah am löschen. Warten, bis sich die innerliche Wellenbewegung beruhigt. Wird sie. Wahrscheinlich die Hormone. Zuviel Testosteron. Ich habe sowieso ziemlich viel davon. Nein, kein übermäßiger Haarwuchs. Das andere. Aggression, Kraft, Lust. Ich wäre wahrscheinlich als Mann nicht unattraktiv. Ich habe mal gehört, dass die Ernährungsweise den Hormonspiegel beeinflussen kann. Angeblich fördert eiweiß- und fettreiche Nahrung den Testosteronspiegel und kohlehydratereichere Nahrung den Östrogenspiegel. Ich bin eindeutig Fleischfresser. Fresserin. Bei der Auswahl von einer Tafel Schokolade und einem Grillteller müsste ich nie lange überlegen, eindeutig den Grillteller. Oder zwei. Unglaublich befriedigend. Ich habe sehr gute Schokolade daheim aber überhaupt keine Lust mehr darauf, früher regelmäßig. Seltsam. Vielleicht kommt das mal wieder, aber im Augenblick brauche ich Fleisch. Raubtiergelüste. In vielen Aspekten, manchmal aber auch blinde Aggression, die ich nicht auslebe, nicht ausagiere. Nur in Bewegung transformiere. Oder in solche Einträge. Ebbt schon etwas ab. Habe auch zu wenig geschlafen, zu viel geraucht (für meine Verhältnisse, ich rauche ohne Regel, habe wenn, seltsamerweise nur am Abend diesen Drang, dann aber ungeheuer gierig) und vielleicht ein halbes Glas mehr getrunken, als ideal. Ist nicht immer so leicht zu erkennen, erspüren, wenn man im Flow ist, schon leicht angetrunken, auch euphorisiert, und es schmeckt, dass die Grenze erreicht ist, wo man keine Nebenwirkungen am Tag danach spürt. Das alte Thema mit dem virtuos Trinken, das ich seit geraumer Zeit auslote. Na ja, wer nicht. Im Moment kenne ich keinen einzigen konsequenten Antialkoholiker. Manche Freunde, die mit dem Auto unterwegs sind, halten sich manchmal zurück aber auch nicht radikal, oder wenn es mal eine gesundheitliche Einschränkung oder Krise gibt, die dazu zwingt, aber sonst nicht. Meine anderthalb Jahre ohne einen Tropfen Alkohol zwischen November 2010 und Mai 2012 waren definitiv auch nicht glücklicher, ich hatte niemals einen Kater, woher auch, aber sonst fühle ich mich jetzt insgesamt besser und zufriedener. Ich brauche diese Rituale, ich liebe sie. Total. Auch ohne Gesellschaft. Ich trinke und rauche allein, das macht mich gerade bei den ersten Gläsern und Zügen regelrecht euphorisch. Dafür sind Drogen schließlich da. Danke Gott für diese hervorragende Erfindung. Man muss sich ab und zu darüber klar werden, wofür man dankbar sein kann. Zum Beispiel dafür. Und noch ganz viele andere Dinge, die ebensowenig profan sind. Euphorische Zustände sind keine profane Sache, ganz und gar nicht. Ich sehe da vielmehr einen Zugang zu religiösen Gefühlen, das meine ich ganz ohne Ironie. Stufen der Ekstase, Entzückung. Glückliche Auflösung. Die Lösung, Ablösung, Erlösung von allem, das einen nüchtern beschwert, den Zugang zum Glück verwehrt.

Eine Antwort auf „20. Juli 2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s