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Roter Salon, vor und nach dem Konzert von Tom Adams, Andrea Belfi war der support act. Da es meine Idee war und ich zwei Karten hatte, war ich sehr froh, dass das Experiment glückte, da ich nicht genau wusste, was uns da erwarten würde. Und es war der Abend, als ich zum ersten mal nach anderthalb Jahren wieder filmte, ungeplant. Was Tom Adams machte, war vom ersten Augenblick von einer derartigen Intensität, dass ich mehr als nur Bilder einfangen wollte. Und auch das ist geglückt. Ich hatte so einen schönen Winkel, allerdings auch mit Bedacht gewählt, war relativ früh vor Konzertbeginn da und konnte die Plätze aussuchen. Ich saß direkt vor ihm, dicht an seinem Flügel und fokussierte ihn von unten, teilweise hautnah, mit einer sehr intimen Wirkung. Geradezu privat wirkt es. Ich habe es ja schon vielfach dokumentiert und verlinkt, was dabei herausgekommen ist. Dass es Tom Adams auch mochte, sogar ausgesprochen, ist eine schöne Streicheleinheit, wenn man mit der Verarbeitung von solchen Ergebnissen einige Zeit verbracht hat. Allerdings empfinde ich es nicht als anstrengend, Filmsequenzen zu schneiden, wenn ich gerade im Flow bin, das ist ein weitgehend irrationaler Vorgang, sobald man die Technik beherrscht, schlafwandlerisch. Ich sehe beim Schneiden auf die Filmsequenz und höre dabei die Tonspur, als sähe ich einen fertigen Film und nehme dann die mir notwendig oder passend erscheinenden Korrekturen vor, so lange, bis mich nichts mehr stört. So in etwa. Wenn ich an einer Stelle nicht spielerisch weiterkomme, schließe ich das Projekt und arbeite an etwas anderem weiter, wo sich der Flow sofort einstellt. Irgendwann ist dann die beiseite gelegte Projektdatei wieder fällig, ich sehe dann nach einer gewissen Zeit, beim neuen Sichten, plötzlich völlig offensichtlich, was ich wo wegschneiden muss oder wo ich die Reihenfolge der Bildspuren wie ändern muss, damit es stimmig und zu einem organischen Gefüge mit der Tonspur wird. Und immer rhythmisch schneiden, bei Musik immer nach Takt. Ich staune, wie oft man Musikvideos ansieht, dass die Schnitte nicht konsequent dem Takt folgen. Ist mir ein Rätsel, wie man einen Film, der für ein Musikvideo gedacht ist, ohne die Musik zusammenschustern kann und dann am Ende nur die Audiospur darunterklebt. Passiert sogar bei kommerziellen Clips. Hier striktes rhythmisches Editieren mit laufender Tonspur. Wen das hier auch immer interessieren mag.

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