Das kommt jetzt doch überraschend. Kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass Udo Jürgens mit seinen jugendlichen achtzig Jahren nun doch schon gegangen ist. So nah an seinem letzten Lebenshöhepunkt, gerade noch gefeiert, spazieren gegangen und heute vorbei, von jetzt auf gleich. Irgendwie virtuos. Kein Siechtum, mitten im Leben, wie er es so gerne augenzwinkernd beschworen hat. Das bedeutet, man wird nie an ihn als einen gebrechlichen alten Mann denken, sondern an den gefeierten Bühnengiganten. So überrumpelt wie ich bin, ringt mir dieser Abgang Applaus ab. Er hatte eben Klasse. Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen.
Musik: Udo Jürgens, Text: Joachim Fuchsberger
Das nennt man glaube ich virtuos. Oder ich nenne das so. Die Zeitung mit den großen Buchstaben hat geschrieben „Merci Genie“. Man kann es ihr nicht einmal vorwerfen. Ich merke, dass ich bei Udo Jürgens so ein seltsames Unsterblichkeits-Empfinden habe, genau wie bei John Lennon oder Picasso. Ewige Seelen. Vielleicht gibt es eine besondere Dimension, eine Ebene für große Geister, die weiter ihre Kraft in unsere Sphären strahlen. So sei es.
… dann wäre hier doch eine schöne Stelle, um Ihnen dankbar für ein Jahr sehr sehenswerter Wienfotoberichte zu applaudieren und Ihnen schöne Weihnachtstage zu wünschen!
Herzlich
S.
Das wünsche ich Ihnen auch und ich bedanke mich und stelle eine sehr zeitnahe Fortsetzung in Aussicht. Denn heute ist der Geburtstag von – na? Wer weiß es?
Kaiserin Elisabeth von Österreich und Ungarn, genannt Sisi.
(schreibe gerade an den letzten Sätzen eines Eintrags zu Hofburg, wir sind nämlich immer noch in Wien, noch bin ich nicht abgereist!)