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St. Johannes Evangelist Kirche, Auguststraße 90. Wir waren nicht zum Beten drin, nur zum Gucken und Blödsinn machen. Vergelts Gott! Mit dem habe ich sowieso ein Hühnchen zu rupfen. Ganz abgesehen davon, dass Blödsinn machen, sofern lustig, nach meinem Dafürhalten zu den fortgeschrittenen Formen des Gottesdienstes gehört. Lachen ist seliger als freudloses Frömmeln! Natürlich Schadenfreude komplett ausgenommen. Aber Hühnchen! Was für einen Mist habe ich heute Nacht geträumt, die reinste Heimsuchung, ja Beleidigung. Dass sich mir das nicht wiederholt, hörst Du! Wenn ich noch einmal so eine nächtliche Zumutung beschert kriege, sind wir geschiedene Leute. Ich musste alte, halbtransparente, vergilbte, rosa und grüne Plastik-Eisförmchen in verschiedenen Größen und Formen (Muschelzeugs aller Arten) und anderen Krempel von einem Umzugswirrwarr von feindlichen Personen sortieren, verdonnert wie Aschenputtel, während man sich auswärts in der Pizzeria vergnügte. Wenn du noch mehr so Beleidigungen auf Lager hast, dann muss ich hier eine härtere Gangart einlegen! Ich bin nicht dein kleines Spielzeug, damit das ein für alle Mal klar ist! Wenn Du nachts Langeweile hast, wenn alles schläft, und du nicht in der Lage bist, dich sinnvoll zu beschäftigen, musst du dir eben ein Hobby suchen. Zum Beispiel Briefmarken sammeln oder Schäfchen zählen! Nur mal so als Tipp.

4 Antworten auf „02. Dezember 2012

  1. Ich träumte von Modeste letzte Nacht, sie lief joggend, in professionell wirkender Laufkleidung eine Straße in Berlin entlang, ihr Kind immer bei sich, ich weiß nicht genau, ob sie es umgeschnallt hatte oder in einem Kinderwagen oder anderem dynamischen Gefährt neben sich herfahren ließ, in ziemlich schnellem Lauftempo. Und ungefähr drei bis vier Meter vor ihr lief ebenfalls eine (gefühlt bekannte, aber nicht identifizierbare) Bloggerin in ähnlicher Kleidung, die auch ein ebenso kleines Kind neben sich hatte – ja ich glaube es war doch ein futuristisches Baby-Fahrzeug, das federnde Laufbewegungen imitieren konnte, synchron mit dem Laufrhythmus der Mutter. Und dann gab es noch eine seltsame psychologische Ebene – ich wusste, dass es eine merkwürdige Spannung zwischen beiden gab. Sie wussten voneinander, dass sie beide relativ bekannte Bloggerinnen sind, in einer ähnlichen Lebenssituation, aber keine wollte trotz der sich geradezu aufdrängenden Gelegenheit Kontakt in der wirklichen Welt aufnehmen. Man spürte große Befangenheit, die aber nichts mit Schüchternheit zu tun hatte. Eher eine latente Antipathie, obwohl das fast zu stark ist. Es gab Respekt, aber kein echtes Interesse an Kontakt. Die nicht identifizierbare Bloggerin, die größer war und helleres Haar hatte, tat so, als wüsste sie gar nicht, wer unmittelbar, ja beinah synchron, hinter ihr lief, sie ignorierte es völlig. Modeste konnte es nicht ignorieren, weil sie sie ja sah, immer von hinten, sie schien das irgendwie zu belasten.

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