12. Juli 2008, abends. Sommerfest des Literarischen Colloquiums am Sandwerder. Einer Villa am Wannsee. Ein paar Hausnummern weiter wohnte später Familie Pitt-Jolie. Eine grandiose Ecke. Ich war müde, hatte irgendwas im rechten Auge, kriegte es nicht raus und es tränte und wurde rot und die Wimperntusche löste sich langsam auf. Ich zog mich mit einem Taschentuch in eine Ecke zurück und trank schwarzen Kaffee. Später tauchte Jan auf. Fotografierte ein paar Bilder bei Lesungen. Den britischen Autor Gilbert Adair, um den sich alle Fotografen scharten, ich auch, und den ich später ein bißchen zu selbstgefällig fand. Man spürte genau, wie er sich in der Aufmerksamkeit sonnte und das Lächeln einen Tick zu statisch war. Mädchen im Gras. Ein Paar im Gegenlicht. Und es gab einen wunderbaren Sonnenuntergang.

Der Vormittag und Nachmittag sind auch verewigt. Cosmic hatte Lust, sich Klamotten von Berliner Designern anzusehen und wir drehten eine Runde durch diese kleinen Läden rund um den Hackeschen Markt und in der Alten Schönhauser. Später ins Strandbad Mitte. Neben uns bestellte eine Frau Cappuccino mit laktosefreier Milch – oder war es Soyamilch? Daraufhin bestellte ich Cappuccino mit Kuhmilch. Wir saßen im einzigen Strandkorb und beobachteten einen kleinen Jungen, der in seiner perfekten Choreographie auf den Gartenstühlen tänzelte. Eine Augenweide. Zum Adoptieren. Im Augenblick wollte man sofort Kinder haben.
hach, gaga, deine NERVEN und deinen Optimismus möchte ich haben. kannst du mir nicht ein paar davon leihen (siehe mein letzter blogeintrag)?
Aber aber! 5 Leserinnen + 1 Leser (Books), bitte! Und ich bin hier nicht nur unterhalten, sondern bilde mich auch, habe z.B. endlich mal ‚galore‘ ordentlich nachgeschlagen! Ja, im Winter ziehen sich wohl die Energien zurück, da helfen auch keine Komplimente mehr, und dann will noch Weihnachten überlebt werden, doch in der Gefahr wächst auch die rettende Kraft des Blogs, da kaspern wir uns durch, was meinen Sie? Und das Träumen lohnt sich, unbedingt! Das geht dann manchmal Zackzack.
Woody Allen: „Wir brauchen alle unsere Ablenkungen. Ich sage Ihnen was: Das Leben besteht aus nichts anderem!“
In Gespräch mit der Süddeutschen über die Sinnlosigkeit des Lebens und warum sie keinen Unterschied macht. Die Leute gehen nur verschieden mit ihr um:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/806/450527/text/
Ergänzend hier noch ein Bericht.