noch ein bisschen playlist „mutter und kind“. das versteht keiner. aber was für eine mutter. und was für ein kind. ich sollte längst ins bett, aber alexandra singt gerade. playlist „mutter und kind“. kann man nix machen.
wissen sie, wie das ist, wenn jemand sagt „na der mann von der frau“ und im kopf blitzt „dietmar schönherr“ und das nächste was man hört ist: „genau“.
danke.
30. juli 2007
noch ein bisschen playlist „mutter und kind“. das versteht keiner. aber was für eine mutter. und was für ein kind. ich sollte längst ins bett, aber alexandra singt gerade. playlist „mutter und kind“. kann man nix machen.
wissen sie, wie das ist, wenn jemand sagt „na der mann von der frau“ und im kopf blitzt „dietmar schönherr“ und das nächste was man hört ist: „genau“.
danke.
28. juli 2007
<img src="http://farm2.static.flickr.com/1028/920801134_891a6253a1_m.jpg" width="180" height="234" alt=" schade, dass die grabkultur in unserem land an der erfindung der fotografie vorbeigeht. auf zypern und sizilien und sicher auch noch an vielen anderen orten, findet man grabsteine, in die ein bilderrahmen integriert ist. man steht mit einem ganz anderen gefühl vor so einem grab. wenn ich einmal tot bin, können meine neffen ruhig ein digitales grabmal installieren. das ist ein flacher bildschirm, der in den stein eingelassen wird und mit bildern und filmen gefüttert werden kann.
27. juli 2007
versöhnung mit butter lindner.
der nicht hässliche, etwa 29-lenzige dunkelblonde verkäufer mit pferdeschwanz bis zur schürzentaille (nichts gegen lange haare aber gepflegt müssen sie sein) beim einpacken der schnitzel mit länger nicht vernommener dehnung: „und, was kann ich ihnen sonst noch gutes tun?“ ich habe dann auch etwas gedehnter, der fragestellung entsprechend korrekt geantwortet. woraufhin er zum abschied ungefähr in meine richtung lächelte, so dass ich gerne wiederkomme, nicht wahr. gut, da standen auch noch andere damen an. die kalbsschnitzel in mandelkruste schmecken eben ganz manierlich.
26. juli 2007
ich alte schildkröte.

warmen dank an kerstin, die es nicht leicht mit mir HAT(te). (als diva im beginnenden knitterstadium).
26. juli 2007
ich alte schildkröte.

warmen dank an kerstin, die es nicht leicht mit mir HAT(te). (als diva im beginnenden knitterstadium).
22. juli 2007
gerade sehr fasziniert das gealterte, von der sonne gegerbte gesicht von stephanie von monaco betrachtet. ich will jetzt eigentlich gar kein bild suchen, wo man das sieht. wahrscheinlich fände ich nur ein unfreundliches, auf dem ihre gegenwärtige ausstrahlung weniger rüberkommt als die falten.
so sah sie früher aus. ihr wurden alle genetischen voraussetzungen eines fotomodells in die wiege gelegt. sie ist derselbe jahrgang wie ich, deshalb liegt es nah, dass man den alterungsprozess vergleicht. sie wirkte gerade in der sendung, als es um eine von ihr initiierte aids-spenden-gala ging, beeindruckend ungeschminkt, etwas verbraucht, witzig und sehr interessant gealtert. die falten, die von vielen sonnenbädern kommen müssen, denn mit 42 muss man nicht unbedingt schon so verknittert aussehen, geben ihr etwas interessant autoritäres. das was mich an wirklich alten menschen oft beeindruckt. zum beispiel finde ich eigentlich diese plisseefalten oberhalb vom mund (die sie hat) normalerweise furchtbar greisenhaft und unsexy. bei ihr stören die umso weniger, je länger man sie ansieht und ihr zuhört. sie wirkt reif. auf eine respekt gebietende art. und das finde ich sehr sexy. gefällt mir.
ein beweis auch für die binse, dass es wirklich keinen unterschied macht, ob man sich das zeug aus der blauen dose oder dior ins gesicht schmiert.
würde mich nur interessieren, wie männer ihrer, also auch meiner generation darauf reagieren. abstoßungsreaktion wegen massiver hautalterung? interesse? in unserem alter muß man sich entweder an die tiefen nasiolabialfalten gewöhnen oder ins schönheitsinstitut, zum aufpolstern mit hyaluronsäure (wie ich gerade interessiert gelesen habe). beim fotografieren licht nur noch ausgezirkelt frontal.
25. juli 2007

WIE HAB ICH DAS GEFÜHLT, WAS ABSCHIED HEISST. wie weiß ich’s noch. ein dunkles, unverbundnes grausames etwas, das ein schönverbundnes noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.
25. juli 2007
25. juli 2007
es geht immer weiter. immer weiter. immer weiteR.
24. juli 2007
was die welt im innersten zusammenhält

[ give karma ]
sollen sich andere mit hässlichen alten männern befassen. das ganze elend der welt wäre halb so schlimm, wenn man der langweiligen, nutzlosen, paranoiden, verklemmten altmännerriege die aufmerksamkeit entzöge. und zwar auf allen ebenen. keine energie mehr zuführen. nicht materiell und nicht mental. verachtung ist schon zu viel der aufmerksamkeit.
22. juli 2007
ganz warme empfehlung.
ich denke, wenn ich auf meine alten tage noch mal heirate, dann in lübbenau. dort ist für alles bestens gesorgt.
super auch der wichtige hinweis auf der hochzeitscheckliste:
Nach der Hochzeit…
* Fotoabzüge begutachten.
das vergisst man sonst womöglich noch.
22. juli 2007
gerade sehr fasziniert das gealterte, von der sonne gegerbte gesicht von stephanie von monaco betrachtet. ich will jetzt eigentlich gar kein bild suchen, wo man das sieht. wahrscheinlich fände ich nur ein unfreundliches, auf dem ihre gegenwärtige ausstrahlung weniger rüberkommt als die falten.
so sah sie früher aus. ihr wurden alle genetischen voraussetzungen eines fotomodells in die wiege gelegt. sie ist derselbe jahrgang wie ich, deshalb liegt es nah, dass man den alterungsprozess vergleicht. sie wirkte gerade in der sendung, als es um eine von ihr initiierte aids-spenden-gala ging, beeindruckend ungeschminkt, etwas verbraucht, witzig und sehr interessant gealtert. die falten, die von vielen sonnenbädern kommen müssen, denn mit 42 muss man nicht unbedingt schon so verknittert aussehen, geben ihr etwas interessant autoritäres. das was mich an wirklich alten menschen oft beeindruckt. zum beispiel finde ich eigentlich diese plisseefalten oberhalb vom mund (die sie hat) normalerweise furchtbar greisenhaft und unsexy. bei ihr stören die umso weniger, je länger man sie ansieht und ihr zuhört. sie wirkt reif. auf eine respekt gebietende art. und das finde ich sehr sexy. gefällt mir.
ein beweis auch für die binse, dass es wirklich keinen unterschied macht, ob man sich das zeug aus der blauen dose oder dior ins gesicht schmiert.
würde mich nur interessieren, wie männer ihrer, also auch meiner generation darauf reagieren. abstoßungsreaktion wegen massiver hautalterung? interesse? in unserem alter muß man sich entweder an die tiefen nasiolabialfalten gewöhnen oder ins schönheitsinstitut, zum aufpolstern mit hyaluronsäure (wie ich gerade interessiert gelesen habe). beim fotografieren licht nur noch ausgezirkelt frontal.
22. juli 2007
och. lese ich eigentlich sehr gerne.
„Sabine Christiansen kann nie Hippie-Look tragen, denn dagegen wehrt sich jede Pore ihrer Selbst, und wenn doch, dann sieht sie eben aus wie ein kleines Mädchen, das sich zum Fasching als Wahrsagerin verkleidet.“
netter deutscher versuch des vorbildlichen lästerblogs GOFUGYOUR...
tut mir leid, ich muß schluß machen – gleich kommt EXCLUSIV!
22. juli 2007
ganz warme empfehlung.
ich denke, wenn ich auf meine alten tage noch mal heirate, dann in lübbenau. dort ist für alles bestens gesorgt.
super auch der wichtige hinweis auf der hochzeitscheckliste:
Nach der Hochzeit…
* Fotoabzüge begutachten.
das vergisst man sonst womöglich noch.
22. juli 2007

sehr beliebt.
krah krah. die viecher bevorzugen immer die ecken. auch an den beiden eckhäusern gegenüber. liegt wahrscheinlich am überblick. so können sie von ost nach west die augustraße bis zur rosenthaler in die eine richtung, und bis zur großen hamburger in die andere richtung überblicken. und von nord nach süd die joachimstraße bis zur linienstraße, und in die andere richtung bis zur gipsstraße. bis zum eingang der höfe alles unter kontrolle.

21. juli 2007
last concert. es reißt mich jedesmal vom hocker, wenn sie nach I will be seven when we meet in heaven und fata morgana sagt „ich habe noch nicht alle worte gefunden. es tut mir leid. die meisten worte fehlen – – – noch.“
sechs wochen später war sie tot.
20. juli 2007

viel zug. viel lübbenau. bilder vielleicht morgen
20. juli 2007

viel zug. viel lübbenau. bilder vielleicht morgen
18. juli 2007
und dann ich mit meinen bildern aus lübbenau [die noch nicht zu sehen sind]. gerade noch habe ich ohne überdimensionale erwartungen eine dvd eingelegt. eine privat hergestellte dvd mit einer slideshow und musik. dass da sogar musik drauf ist, wusste ich vorher gar nicht.
ein liebenswerter mensch mitte fünfzig, mit dem ich seit gut fünfzehn jahren arbeitstechnisch zu tun habe, hat mir per post eine dvd geschickt. er war im letzten jahr auf der route 66 unterwegs und er wusste, dass mich das interessiert, weil ich einen kleinen teil davon kenne. den abschnitt, der von arizona nach new mexico führt, vorbei am grand canyon.
schon bei der planung war er aufgeregt wie ein kleiner junge, weil er als halbwüchsiger, mitte der sechziger, ein jahr in chicago verbrachte und über all die jahre hinweg einen sehr engen freund gewonnen hatte, der ihm nah wie ein bruder stand, und mit dem er in den letzten vierzig jahren nur per brief, später per e-mail kommunizierte. der sohn, der familie, die ihn damals aufnahm.
seither hegte er den jugendtraum, einmal in seinem leben die route 66 über die ganze strecke von chicago nach los angeles (it winds from…) zu bereisen und bei dieser gelegenheit seinen amerika- nischen bruder, wie er ihn selbst nannte, endlich wiederzusehen.
ich wurde also schon vor der reise immer ein bißchen auf dem laufenden gehalten. seine japanische ehefrau, mit der er seit einem vierteljahrhundert zusammen ist, und die ich nur von telefon kenne, schien längere zeit nicht so recht von dem plan überzeugt zu sein. ich riet ihm, ihr spaßeshalber vorzuschlagen, dass ich an ihrer statt mitfahren würde, wenn sie partout keine lust haben sollte. die idee fand er ganz ausgezeichnet.
da hier im letzten jahr eher keine berichte zu lesen waren, die sich mit einer mehrwöchigen reise entlang der route 66 befassen, kann man davon ausgehen, dass die reise mit der ehefrau stattfand.
warum ich das alles überhaupt erwähne, liegt daran, dass ich überhaupt nicht mit so einer derart liebevoll und aufwändig gemachten dvd gerechnet habe, und noch weniger damit, was ein paar fotos mit überblendungen und musik bei mir auslösen können.
er hat ganz großartige fotografien gemacht. bilder, die man nicht im internet sehen wird. von urlaubsgeknipse kann überhaupt nicht die rede sein. mit viel liebe zum detail hat er begegnungen festgehalten, die nur dort und nirgendwo sonst sein konnten. und zwischen all den meilen ein wunderbares bild, das eine lachende frau mit asiatischen gesichtszügen zeigt, die eine lebensgroße elvispuppe am straßenrand umarmt.
wunderbare musik unterlegt, die einen sofort mitnimmt. musik für unterwegs, die man on the road in einem sehr breiten, sehr bequemen wagen auf dem highway hört. die fenster weit auf.
musik, die man zuhause vor dem rechner kaum begreift, und die man eigentlich nur mit haut und herz versteht, wenn man durch dieses land fährt. ich hatte gerade das gefühl, ich bin dort unterwegs und es hat mich seltsam warm berührt, wie mich dieses amerika an diesem einen punkt, wo alles noch heil, gut und friedlich ist, am schlafittchen packt. als ob ein paar gene dort furchtbar gerne zu hause wären.

16. juli 2007
clickclickclick
schade, dass keiner von uns beiden die preisschilder fotografiert hat. tolle preise. aber man steht eigentlich nicht davor und sagt sachen wie „sauerei, warum ist das so teuer!“ sondern mehr so „oh 60.000 € …cool.“ oder bei dem schild mit 40.000 €, als wir blitzmerkten, dass es dafür ein ganzes set von zehn kleinformatigen werken gibt: „das ist ja ein schnäppchen! – dann nehmen wir die – ich will das schildkrötenbild von tatjana und welches willst du?“ peter lindbergh ist schon eine coole sau ein gutes vorbild.
15. juli 2007

unbedingt und OmU wegen marianne. ich kann mir gar nicht denken, wie man sie synchronisieren will. vielleicht hannelore hoger oder die gute kathi thalbach. weiß jemand, wer marianne als maggie in der deutschen synchronfassung spricht? dazu schöne musik von ghinzu aus belgien. da es scheinbar keinen eigenen soundtrack zum film gibt, habe ich ins blaue hinein mal blow bestellt.
da fällt mir ein, dass ich noch vor zwei tagen (es ging bei einem beisammensein in kompetenter gesellschaft um die persönlichen anfänge des internetlesens und -schreibens) erwähnte, dass ich mich vor sechs jahren wunderte, als jemand auf seiner privaten seite vermerkte, dass er nun tatsächlich auch einmal im kino war. ich könnte jetzt lügen, aber ich habe mich damals gefragt, ob das nicht ein zeichen fortgeschrittener sozialer isolation im besorgnis erregenden verbund mit verkennung eines überhaupt vorhandenen publikums sei. scheinbar hat sich bei mir seitdem irgendetwas geändert.
15. juli 2007
selbstverständlich beschäftige ich mich auch mit FARBFOTOGRAFIE.











14. juli 2007
von einem blind date zu sprechen, wenn wir beide und unsere kameras aufeinandertreffen, würde es wohl nicht treffen, das war uns schon vorher klar. und ich bin ja auch kein maulwurf, nicht wahr.
ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemand in den letzten fünfundzwanzig jahren so ausgiebig fotografiert hätte. ich erinnere mich an manch albern motivierte fotografiererei mit meinem bruder. er hatte zum beispiel die idee, mich in möglichst unspektakulären allerweltsklamotten, jeans, holzfällerhemd und beinahe zu sexy wirkenden, hochhackigen lederstiefeletten, in grotesk übertriebenen playmate-bunnyposen mit rot angemalter schnute, dümmeligem augenaufschlag und viel gefummel auf der wohnzimmercouch abzufotografieren, was im ergebnis einigermaßen lustig aussah. ich war vierzehneinhalb und er sechzehn. das war das vorletzte mal, dass jemand auf die idee kam, mich unter einem anderen vorzeichen, als dem des zufalls abzulichten.
einige jahre später hatte ich einen freund, der viel fotografierte, auch gerne sich selbst. mich hat er nur einmal vor seinen scheinwerfer gestellt. das ergebnis war, dass alle über die drei (mehr hatte er nicht gemacht), für mich alle gleich aussehenden portraitfotos mit merkwürdig seitlich von oben gesetztem licht meinten, ich sähe interessant diabolisch aus. ich fand die bilder recht gewöhnungsbedürftig, weil ich enttäuscht war, dass nur mein kopf darauf war und ich auf allen bildern für meinen geschmack unsexy außerirdisch aussah. er fand den blick gut, der alte skorpion. mir dagegen gefielen seine selbstportraits ungleich besser. auf einem lag er unbekleidet, wie ein junger gott dahingegossen, inmitten eines ästhetischen durcheinanders von aufgeblätterten fotobänden, verstreuten fotografien, weingläsern und gauloisetabak auf dem boden.
das gestern fühlte sich schon etwas anders an als beiläufiges auslösen im bekanntenkreis. gut hat es sich angefühlt. auf die auf film gebannten bilder bin ich sehr gespannt. und auf deine digitalen in farbe. ich so klein, zwischen den beiden riesigen keith richards-fotografien von peter lindbergh im obergeschoss, wo die schöne, blonde galeristin von camerawork dankenswerterweise keinerlei anstalten machte, uns vom fotografieren abzuhalten.
und auf die treppenbilder im gestrüpp des alten rangierbahnhofs. oder die mit der schwarzen federboa, nachdem ich gerade das weinglas umgekippt hatte. und dann auf die, wo ich nicht mehr gewusst habe, wie ich mir jetzt gleich nochmal durch die haare fahren soll. ich meine: wann zum geier, interessiert sich jemand für genau diese eine bewegung, wie ich mir durch die haare fahre?
und das nächste mal bist du dran.
DANKE KERSTIN.





















12. juli 2007




schon lustig, wie die mitteljunge, blonde businessfrau mit dem mobiltelephon in der hand, nach einer pause auf einer bank, an mir vorbeigeht und sieht, dass ich die pfützen meine. ja. ich meine wirklich die pfützen. und dann grinst sie ganz kurz, ein bisschen überrascht, aber ganz freundlich in meine richtung, nur eine kleine sekunde. so ganz leicht. als ob sie in einem flüchtigen augenblick ein paar steine leichter geworden wäre.

12. juli 2007




schon lustig, wie die mitteljunge, blonde businessfrau mit dem mobiltelephon in der hand, nach einer pause auf einer bank, an mir vorbeigeht und sieht, dass ich die pfützen meine. ja. ich meine wirklich die pfützen. und dann grinst sie ganz kurz, ein bisschen überrascht, aber ganz freundlich in meine richtung, nur eine kleine sekunde. so ganz leicht. als ob sie in einem flüchtigen augenblick ein paar steine leichter geworden wäre.

9. juli 2007

GRETA WAR DA
glück gehabt
4. juli 2007
siebzehnuhrzehn stand auf dem telegramm, das mir die uniformierten beamten zeigten, eine abordnung aus dem rathaus schöneberg, diese unglücklichen drei figuren, die nicht wussten, dass ich es ja schon wusste, zwei tage danach.
mit einem telegramm in der hand, das die regierung der deutschen demokratischen republik an die regierung der bundesrepublik deutschland, vertreten durch das rathaus schöneberg gesandt hatte, dem damaligen sitz der berliner landesregierung. weil nicht alle tage ein dreiundzwanzigjähriger westberliner im hoheitsgebiet der deutschen demokratischen republik sein leben verlor. da standen sie betreten vor mir und holten schwer luft und sie taten mir so leid. und ich sagte, bevor einer auch nur mucks machen konnte, „ich weiß. sie müssen nichts sagen.“
heute vor zwanzig jahren waren wir verabredet. miles davis in der waldbühne, du erinnerst dich. du warst auf dem weg zu mir und kamst nicht. wie ich da an der bühne stand und seine jacke aus goldlamé anstarrte, ich glaube, er hatte eine schwarze hose an. bestimmt mit irgendeinem extravaganten detail. der coole miles war ja so ein pfau und liebte schräge klamotten, die er selbst entwarf und die auch gerne mal ins kitschige drifteten.
wie ich da stand und immer wieder alle möglichkeiten im kopf durchging, warum wir uns verpasst hatten. du warst ja auch nicht so sehr pünktlich und das schien mir am ehesten eine erklärung. die verabredung bei mir zuhause nicht mehr hingekriegt, deshalb ging ich dann ja auch alleine los zur waldbühne, weil ich wusste, du würdest in dem fall ohnehin gleich dorthin fahren, um bloß nichts zu verpassen. und ich hätte es genauso gemacht.
in der waldbühne findet man sich vielleicht nicht so sehr schnell, weil sie so groß ist, aber ich wusste ganz sicher, du würdest ganz, ganz vorne stehen. du hättest dich schon durchgeboxt. aber du warst nicht da. dann ging ich alleine in mein wohnzimmer, die dominabar in der winterfeldtstraße, weil ich wusste, dass du wusstest, dass ich im zweifel dort wäre. und du kamst wieder nicht.
wie orientierungslos und lustlos ich da saß. und irgendwann sehr spät ging. ich blieb immer sehr lang und du warst eine nachteule wie ich. es war immer möglich, dass wir uns erst gegen drei uhr nachts irgendwo getroffen hätten. ich ging nach hause, ich konnte ja nach hause laufen, weil ich in der leberstraße wohnte. der früheren sedanstraße, die bescheidene straße in diesem arbeiterviertel, der ‚roten insel‘. wo marlene geboren ist und ein paar häuser weiter die kleine hilde aufwuchs.
mit einem gefühl der leere und diffuser verlassenheit lief ich nach hause, trotz des bestimmt schönen konzertes, bei dem auch irgendwann chuck berry auftrat. die lange potsdamer straße bis zum kleistpark, links in die kolonnenstraße, über die julius leberbrücke, nach hause.
wie wenig ich den auftritt erinnere. natürlich hat er stücke von you’re under arrest gespielt und der zuletzt erschienenen tutu. wie du dich auf ihn gefreut hattest. ich glaube, du hast ihn vorher schon einmal gesehen, bei einem früheren konzert, vielleicht zwei jahre davor. das habe ich erst später gewusst, als ich in deinen sachen eine alte konzertkarte fand.
jetzt muss ich aufhören, weil ich mir etwas zu essen machen will. du musst wissen, es gibt jetzt bratwürste aus „ökologischem anbau“ hätte ich fast geschrieben, na eben so vertretbare herkunft. die esse ich eigentlich sehr gerne. die hätten dir auch geschmeckt! dazu muss ich natürlich recht viel bier trinken!
in dem untersten eintrag, dem ältesten von den verlinkten, war ich immerhin schon so weit, dass ich erklären konnte, warum ich an meiner albernen vita nicht weiterschrieb. das war schon ein kleiner schritt. und jetzt sehe ich, wie oft ich seitdem von dir erzählt habe. ich weiß, dass du es liebst, wenn ich immer wieder von dir rede. du warst so publikumsverliebt. das hat mich so an dir amüsiert, wie du dein spiegelbild verstohlen in jeder reflektierenden scheibe suchtest. wie ich das kenne. wenn du mich heute sehen könntest, würdest du sehen, dass ich dir ähnlicher geworden bin. du würdest mich immer noch mögen. und ich dich. alter angeber.

http://gaga.twoday.net/stories/2848556
http://gaga.twoday.net/stories/2826918/#2832245
http://gaga.twoday.net/stories/2516871/comments/2521814
http://gaga.twoday.net/stories/1946018
http://gaga.twoday.net/stories/1946018/comments/1951656
http://gaga.twoday.net/stories/1688647/#1693140
http://gaga.twoday.net/stories/1164093/#1169700
http://gaga.twoday.net/stories/1145204
http://gaga.twoday.net/stories/1114469/#1121830
http://gaga.twoday.net/stories/1001667/#1005486
http://gaga.twoday.net/stories/984649/#984922
http://gaga.twoday.net/stories/2802820
http://gaga.twoday.net/stories/812947
http://gaga.twoday.net/stories/740385
http://gaga.twoday.net/stories/725005/#735007
http://gaga.twoday.net/stories/706491/#716784
http://gaga.twoday.net/stories/842694
http://gaga.twoday.net/stories/812947/#813879
http://gaga.twoday.net/stories/706491/#707116
http://gaga.twoday.net/stories/594463
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6. juli 2007
(…) jedes mal warnte mich meine mutter vor den konsequenzen. „wenn du die nadeln nicht herausnimmst, bleiben die löcher für immer, und beim trinken fließt dir das getränk aus der backe.“
rocko schamoni, dorfpunks
6. juli 2007

sophia geht shoppen.
wahrscheinlich pucci.
4. juli 2007
siebzehnuhrzehn stand auf dem telegramm, das mir die uniformierten beamten zeigten, eine abordnung aus dem rathaus schöneberg, diese unglücklichen drei figuren, die nicht wussten, dass ich es ja schon wusste, zwei tage danach.
mit einem telegramm in der hand, das die regierung der deutschen demokratischen republik an die regierung der bundesrepublik deutschland, vertreten durch das rathaus schöneberg gesandt hatte, dem damaligen sitz der berliner landesregierung. weil nicht alle tage ein dreiundzwanzigjähriger westberliner im hoheitsgebiet der deutschen demokratischen republik sein leben verlor. da standen sie betreten vor mir und holten schwer luft und sie taten mir so leid. und ich sagte, bevor einer auch nur mucks machen konnte, „ich weiß. sie müssen nichts sagen.“
heute vor zwanzig jahren waren wir verabredet. miles davis in der waldbühne, du erinnerst dich. du warst auf dem weg zu mir und kamst nicht. wie ich da an der bühne stand und seine jacke aus goldlamé anstarrte, ich glaube, er hatte eine schwarze hose an. bestimmt mit irgendeinem extravaganten detail. der coole miles war ja so ein pfau und liebte schräge klamotten, die er selbst entwarf und die auch gerne mal ins kitschige drifteten.
wie ich da stand und immer wieder alle möglichkeiten im kopf durchging, warum wir uns verpasst hatten. du warst ja auch nicht so sehr pünktlich und das schien mir am ehesten eine erklärung. die verabredung bei mir zuhause nicht mehr hingekriegt, deshalb ging ich dann ja auch alleine los zur waldbühne, weil ich wusste, du würdest in dem fall ohnehin gleich dorthin fahren, um bloß nichts zu verpassen. und ich hätte es genauso gemacht.
in der waldbühne findet man sich vielleicht nicht so sehr schnell, weil sie so groß ist, aber ich wusste ganz sicher, du würdest ganz, ganz vorne stehen. du hättest dich schon durchgeboxt. aber du warst nicht da. dann ging ich alleine in mein wohnzimmer, die dominabar in der winterfeldtstraße, weil ich wusste, dass du wusstest, dass ich im zweifel dort wäre. und du kamst wieder nicht.
wie orientierungslos und lustlos ich da saß. und irgendwann sehr spät ging. ich blieb immer sehr lang und du warst eine nachteule wie ich. es war immer möglich, dass wir uns erst gegen drei uhr nachts irgendwo getroffen hätten. ich ging nach hause, ich konnte ja nach hause laufen, weil ich in der leberstraße wohnte. der früheren sedanstraße, die bescheidene straße in diesem arbeiterviertel, der ‚roten insel‘. wo marlene geboren ist und ein paar häuser weiter die kleine hilde aufwuchs.
mit einem gefühl der leere und diffuser verlassenheit lief ich nach hause, trotz des bestimmt schönen konzertes, bei dem auch irgendwann chuck berry auftrat. die lange potsdamer straße bis zum kleistpark, links in die kolonnenstraße, über die julius leberbrücke, nach hause.
wie wenig ich den auftritt erinnere. natürlich hat er stücke von you’re under arrest gespielt und der zuletzt erschienenen tutu. wie du dich auf ihn gefreut hattest. ich glaube, du hast ihn vorher schon einmal gesehen, bei einem früheren konzert, vielleicht zwei jahre davor. das habe ich erst später gewusst, als ich in deinen sachen eine alte konzertkarte fand.
jetzt muss ich aufhören, weil ich mir etwas zu essen machen will. du musst wissen, es gibt jetzt bratwürste aus „ökologischem anbau“ hätte ich fast geschrieben, na eben so vertretbare herkunft. die esse ich eigentlich sehr gerne. die hätten dir auch geschmeckt! dazu muss ich natürlich recht viel bier trinken!
in dem untersten eintrag, dem ältesten von den verlinkten, war ich immerhin schon so weit, dass ich erklären konnte, warum ich an meiner albernen vita nicht weiterschrieb. das war schon ein kleiner schritt. und jetzt sehe ich, wie oft ich seitdem von dir erzählt habe. ich weiß, dass du es liebst, wenn ich immer wieder von dir rede. du warst so publikumsverliebt. das hat mich so an dir amüsiert, wie du dein spiegelbild verstohlen in jeder reflektierenden scheibe suchtest. wie ich das kenne. wenn du mich heute sehen könntest, würdest du sehen, dass ich dir ähnlicher geworden bin. du würdest mich immer noch mögen. und ich dich. alter angeber.

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3. juli 2007
so ein neues telefon ist schon ulkig, vor allem wenn man sich überhaupt nicht für telefonapparate und was die alles können, interessiert. eine überraschung jagt die nächste!
ich habe im telefongeschäft ja das billigste gerät ohne schnur gewählt, mit der wichtigen vorgabe: „das muß nix können! kein sms, kein anrufbeantworter, keine hundert nummern speichern!“
heute früh war das ladesymbol dann nicht mehr animiert, wie es im fachjargon so schön heißt, also habe ich mutig, mutig den telefonnetzstecker mit der basistation verknebelt und habe die sache erst einmal ein paar stunden ruhen lassen. so ein neuer apparat muß meine alte leitung ja auch erst mal ein bißchen kennenlernen und sich an die neue umgebung gewöhnen!
mit dem plan, irgendwann später ganz nach vorschrift und bedienungsanleitung (140 seiten!) die lebensnotwichtigen konfigurationen abzuarbeiten, verließ ich wohlgemut das haus. nach meiner rückkehr musste dann erst einmal ordentlich der kühlschrank eingeräumt und zur stärkung eine kleine mahlzeit eingenommen werden. auch das braucht seine zeit!
wenn ich jetzt nicht lügen will, muß ich schon zugeben: ich habe mich ein wenig gedrückt, weil so eine bedienungsanleitung auch immer ein bißchen nach arbeit aussieht, und man dann ja auch nicht mehr die ausrede hat, dass man nicht telefonieren kann, weil das telefon kaputt ist oder noch nicht angeschlossen!
da man stets prioritäten setzen soll, habe ich mich zunächst an die abarbeitung des tagesordnungspunktes „mal ins internet schauen! wichtige informationen einholen! posteingang prüfen!“ gesetzt. als ich gerade mein internet so aufmache, kommt auf einmal ein ganz fremdes geräusch links aus der ecke! da leuchtet der neue apparat ganz aufgeregt und man könnte meinen, das telefon klingelt!
dabei ist doch noch gar nichts angemeldet, gedrückt und programmiert! das sollte schließlich der höhepunkt meines tagwerkes werden! ich also schnell (aber vorsichtig!) das gerät aus der ladeschale gehoben und erst mal geguckt, wo man da überhaupt so überall draufdrücken könnte.
tatsächlich habe ich eine nützliche taste erwischt und es war auch wirklich jemand dran. meine liebe freundin musste sich dann aber noch etwas mit dem gespräch gedulden, weil ich dringend die komische klebefolie von dem apparat noch abziehen wollte – womöglich hört sie mich sonst gar nicht.
ich wollte die möglichkeit sicherstellen, bei erneut erfolgloser telefonverbindung das ganze teil im lieferzustand zurückzugeben und damit einen recht guten eindruck zu hinterlassen – man wusste ja damals noch nicht, ob ich je wieder telefonieren würde können! das erste telefonat wurde zu beiderseitiger zufriedenheit absolviert, wobei ich ein kleines, kleines rauschen zu hören meine, das ich früher nicht im ohr hatte. allerdings soll es in mecklenburg-vorpommern wohl auch gerade geregnet haben.
nachdem also das erste telefonat ohne bedienungsanleitung und größere beanstandungen abtelefoniert werden konnte, habe ich mir das kleine gerät etwas näher angeschaut. immerzu leuchtet dieses viereck. vielleicht eine kombinierte taschentelefonlampe? das leuchtfenster geht gar nicht mehr aus und dann auch noch mit text und ein buntes bildchen – so ähnlich wie „sie haben ….(bild)“. was hab ich? was will der? mir wurde heiß und kalt! hoffentlich hab ich jetzt kein sms-zeug da drin! das kann und werde ich nicht beantworten! das interessiert mich nicht! die tastendrückerei bei dem ganzen e-mail-getippe reicht mir schon vollauf!
todesmutig die bedienungsanleitung durchgeblättert. „sie haben …“ kann u. a. heißen „eine anrufliste“. ach du grüne neune! ich will keine anrufliste! dann kann man ja nicht mehr behaupten, man wusste ja schließlich nicht, dass der andere einen gerne anrufen wollte – schön wäre es gewesen! aber es hat nun einmal nicht sollen sein! irgendwann klappt’s bestimmt! meine devise!
weiter gedrückt, schlimmste befürchtungen! womöglich kommen gleich nummern, die man theoretisch zurückrufen könnnte! ich will das gar nicht wissen! in der anrufliste stand dann „unbekannt“ hat angerufen. da war ich ja wohl mehr als erleichtert! unbekannt! muß ich etwa unbekannt zurückrufen? nö. wo sind wir denn. ich habe ja so eine leise befürchtung, dass der apparat leute erkennen können würde, wenn ich denen ihre nummern da irgendwie einspeichern täte. das erscheint mir sehr gefährlich. sicher lässt sich der schaden begrenzen, wenn ich ihm einfach keine informationen gebe, nichts herausrücke!
jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, dass die auflegetaste genau auf der seite ist, wo bei dem alten gigateil die abnehmetaste war und umgedreht. dann könnte es demnächst auch mit dem einen oder anderen telefonat klappen. ich bin ja schließlich lernfähig und nicht von gestern!
3. juli 2007
so ein neues telefon ist schon ulkig, vor allem wenn man sich überhaupt nicht für telefonapparate und was die alles können, interessiert. eine überraschung jagt die nächste!
ich habe im telefongeschäft ja das billigste gerät ohne schnur gewählt, mit der wichtigen vorgabe: „das muß nix können! kein sms, kein anrufbeantworter, keine hundert nummern speichern!“
heute früh war das ladesymbol dann nicht mehr animiert, wie es im fachjargon so schön heißt, also habe ich mutig, mutig den telefonnetzstecker mit der basistation verknebelt und habe die sache erst einmal ein paar stunden ruhen lassen. so ein neuer apparat muß meine alte leitung ja auch erst mal ein bißchen kennenlernen und sich an die neue umgebung gewöhnen!
mit dem plan, irgendwann später ganz nach vorschrift und bedienungsanleitung (140 seiten!) die lebensnotwichtigen konfigurationen abzuarbeiten, verließ ich wohlgemut das haus. nach meiner rückkehr musste dann erst einmal ordentlich der kühlschrank eingeräumt und zur stärkung eine kleine mahlzeit eingenommen werden. auch das braucht seine zeit!
wenn ich jetzt nicht lügen will, muß ich schon zugeben: ich habe mich ein wenig gedrückt, weil so eine bedienungsanleitung auch immer ein bißchen nach arbeit aussieht, und man dann ja auch nicht mehr die ausrede hat, dass man nicht telefonieren kann, weil das telefon kaputt ist oder noch nicht angeschlossen!
da man stets prioritäten setzen soll, habe ich mich zunächst an die abarbeitung des tagesordnungspunktes „mal ins internet schauen! wichtige informationen einholen! posteingang prüfen!“ gesetzt. als ich gerade mein internet so aufmache, kommt auf einmal ein ganz fremdes geräusch links aus der ecke! da leuchtet der neue apparat ganz aufgeregt und man könnte meinen, das telefon klingelt!
dabei ist doch noch gar nichts angemeldet, gedrückt und programmiert! das sollte schließlich der höhepunkt meines tagwerkes werden! ich also schnell (aber vorsichtig!) das gerät aus der ladeschale gehoben und erst mal geguckt, wo man da überhaupt so überall draufdrücken könnte.
tatsächlich habe ich eine nützliche taste erwischt und es war auch wirklich jemand dran. meine liebe freundin musste sich dann aber noch etwas mit dem gespräch gedulden, weil ich dringend die komische klebefolie von dem apparat noch abziehen wollte – womöglich hört sie mich sonst gar nicht.
ich wollte die möglichkeit sicherstellen, bei erneut erfolgloser telefonverbindung das ganze teil im lieferzustand zurückzugeben und damit einen recht guten eindruck zu hinterlassen – man wusste ja damals noch nicht, ob ich je wieder telefonieren würde können! das erste telefonat wurde zu beiderseitiger zufriedenheit absolviert, wobei ich ein kleines, kleines rauschen zu hören meine, das ich früher nicht im ohr hatte. allerdings soll es in mecklenburg-vorpommern wohl auch gerade geregnet haben.
nachdem also das erste telefonat ohne bedienungsanleitung und größere beanstandungen abtelefoniert werden konnte, habe ich mir das kleine gerät etwas näher angeschaut. immerzu leuchtet dieses viereck. vielleicht eine kombinierte taschentelefonlampe? das leuchtfenster geht gar nicht mehr aus und dann auch noch mit text und ein buntes bildchen – so ähnlich wie „sie haben ….(bild)“. was hab ich? was will der? mir wurde heiß und kalt! hoffentlich hab ich jetzt kein sms-zeug da drin! das kann und werde ich nicht beantworten! das interessiert mich nicht! die tastendrückerei bei dem ganzen e-mail-getippe reicht mir schon vollauf!
todesmutig die bedienungsanleitung durchgeblättert. „sie haben …“ kann u. a. heißen „eine anrufliste“. ach du grüne neune! ich will keine anrufliste! dann kann man ja nicht mehr behaupten, man wusste ja schließlich nicht, dass der andere einen gerne anrufen wollte – schön wäre es gewesen! aber es hat nun einmal nicht sollen sein! irgendwann klappt’s bestimmt! meine devise!
weiter gedrückt, schlimmste befürchtungen! womöglich kommen gleich nummern, die man theoretisch zurückrufen könnnte! ich will das gar nicht wissen! in der anrufliste stand dann „unbekannt“ hat angerufen. da war ich ja wohl mehr als erleichtert! unbekannt! muß ich etwa unbekannt zurückrufen? nö. wo sind wir denn. ich habe ja so eine leise befürchtung, dass der apparat leute erkennen können würde, wenn ich denen ihre nummern da irgendwie einspeichern täte. das erscheint mir sehr gefährlich. sicher lässt sich der schaden begrenzen, wenn ich ihm einfach keine informationen gebe, nichts herausrücke!
jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, dass die auflegetaste genau auf der seite ist, wo bei dem alten gigateil die abnehmetaste war und umgedreht. dann könnte es demnächst auch mit dem einen oder anderen telefonat klappen. ich bin ja schließlich lernfähig und nicht von gestern!
2. juli 2007
seit fünf tagen oder was geht mein telefon nicht mehr, auf dem display immer ’störung‘. nach hochwissenschaftlicher analyse und rücksprache mit fachpersonal über die fehlerursache (niemals nicht die leitung, weil internet geht ja und grünes lämpchen leuchtet ordentlich), wegen erhärtetem verdacht neues endgerät geholt. heute mittag leichtsinnig meiner freundin, mit der ich immer am telefon volkslieder etc. singe, ein abendliches duett in aussicht gestellt.
dass in der bedienungsanleitung schon wieder steht, dass man die akkubatterien beim ersten mal, bevor man das telefon überhaupt ans telefonnetz anschließt, 14 stunden aufladen soll, hatte ich so gar nicht mehr in erinnerung. ist ja auch schon acht jahre her, mit dem letzten telefon. zum trost musste ich mir dann dringend dsl sechzehntausend bestellen. dann kann ich nämlich noch schneller verbotene bilder und schlimme filme hochladen und früher schlafen gehen! womöglich vor mitternacht! auch sehr gut für den teint (wg. großaufnahmen!). also schon alleine deswegen brauche ich praktisch aus gründen der gesundheitsvorsorge dsl sechzehndings.
erst zwei stunden rum. auch wieder typisch. niemand telefoniert so selten wie ich, aber wenn man dann schon mal nicht kann, wird es plötzlich ganz dringend. auch so ein phänomen. dasselbe mit der wohnung. was muss jemand wie ich in der mitte von berlin-mitte wohnen, wo ich nie in die kneipen etc. drumherum gehe. aber ich könnte. jawohl, ich könnte. und wie ich könnte. ha!
