Gibt es eigentlich einen Fachbegriff für diese Fernsehformate, wo irgendein Thema anhand von uralten Bild- und Filmdokumenten von mehr oder weniger Prominenten abgehandelt wird, und wo dann links oder rechts im Bild eingeblendet, ein aktueller G-Prominenter einen pointenfreien Privatkommentar dazu abgibt? Also so ähnlich, wie ich auf dem Bild da oben. Auch ich könnte jetzt Angelesenes über Joseph Beuys absondern. Getroffen haben wir uns nie. Und G-Promi bin ich ja auch. Na gut, in Bloggerkreisen eventuell sogar Doppel-D. Auf jeden Fall ein Format, das meinethalben nicht unbedingt wieitergeführt werden muss. Mir würde direkt nichts fehlen. Es sei denn, man könnte in nächster Zukunft geistreiche Prominente mit geistreichen Kommentaren, zu meinethalben auch mitunter nicht nur geistreichen Themen gewinnen. Aber es dürfte schon ein nennenswertes Quentchen Geist drinstecken.

4 Antworten auf „12. März 2014

  1. Also bitte, diese „Formate“ (Sie wissen also auch keinen Fachausdruck dafür) werden doch von langer Hand mit viel Liebe und Vorbereitung gestaltet und geübt. Wie könnten sonst derartige Premium-Kommentare entstehen. Ich nehme an, es wird sogar mehrere Drehbuchautoren geben, die die mündlich aufgesagten Beiträge monatelang vorher ghostwriten.

    Die Idee mit den zwanzig Bloggerinnen gefällt mir ausgezeichnet. Sicher meinten Sie auch nur, dass Sie das Format nicht live aufgezeichnet und ungeschnitten versendet wissen möchten. Das ist doch auch gar nicht erforderlich. Wir können mit meiner Kamera mehrere Monate für die Dreharbeiten anberaumen. Ich sage mal so als grobes Zeitraster: Sommer 2014 bis Herbst 2015. Man kann dann auch einen schönen Rückblick einbauen: „Bloggerinnen von damals – wer erinnert sich noch?“ Mir fallen da ja mindestens zwei ein, die mal sehr aktiv waren und sich auch zurechtzumachen wussten.

  2. Ich muß da passen, der NDR hat mich noch nicht in so eine Sendung gehollt. Die nehmen immer Jens Riewa statt Blogger. Das Problem einiger sehr schöner Bloggerinnen ist der Rückzug ins Private, die haben gar keine Bilder mehr von sich in ihren Blogs. Früher war eben mehr Lamento und Lametta! (Sie immerhin halten durch und zeigen den jungen Leuten, was Glamour ohne Allüren ist. Oder eben mit den richtigen Allüren, also den liebenswerten.)

  3. Ich habe zu denken danken.
    (Alte Schule eben.) Demut der geneigten Leserin und dem geneigten Leser gegenüber. Tragisch finde ich geradezu, wenn jemand aus Gründen der Karriereplanung im Bereich der Veröffentlichung von Schriftgut, das Bloggen einstellt. Waren das dann wirklich jemals echte Bloggerinnen? Bloggt man nicht erst wahrhaftig aus einer Not? Ich ja. Not der Ansprache mit empathischer Zuhörerschaft im realen Leben (ja, schon auch existent mitunter, aber nicht SO). Kann man freilich auch so interpretieren, dass die Karrierebewegungen bei den Abtrünnigen derart erfüllend sind, dass sich der bloggende Aufmerksamkeits-Ruf erledigt. Wie auch immer. So entstehen keine qualitätvollen Traditionsblogs, die der literarisch interessierten Jugend zum Vorbild gereichen könnten. Nun in der zweiten Dekade angekommen, ist die dritte der nächste Meilenstein!

  4. Ich entschuldige mich.
    Dafür, dass ich mehrere Stunden nicht auf diesen erfreulichen Kommentar reagiert habe. Ich kann es nämlich selber nicht ausstehen, wenn man aufmerksam kommentiert, und keine noch so geringe Reaktion kommt. Ich geißle das. Dafür habe ich eine Schublade auf der steht „arrogant/verwöhnt/undankbar“.

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