Heute: Besuch im Kaufhaus. Ich brauche: flauschige Socken, neue Wimperntusche und graubraunen Lidschatten und was aus der Kurzwarenabteilung. Die Sonne scheint in Berlin, also jetzt gerade mit kleiner Wolke drüber, aber insgesamt ganz schönes Wetter. Gerade meinem Vater zum Geburtstag gratuliert. Wir haben auch über Paul Kuhn gesprochen, seine Generation. Mein Vater ist ja auch Musiker, Saxophon und Klarinette sind seine Hauptinstrumente. Er hat in seinem Leben auch viel Swing gespielt, immer noch. Da Paulchen ja gerade von uns gegangen ist, hab ich nach seiner vergriffenen Autobiographie geguckt und nur noch ein einziges Exemplar bei Amazon gefunden. Das hat er gekriegt, und noch eine CD dazu. Das Buch war in einem selten abgegriffenen Zustand, ein ausrangiertes Exemplar aus einer öffentlichen Bibliothek in Freiburg, zu einem wahnwitzigen Preis. Ein vergilbtes Taschenbuch. Aber auf den Inhalt kommt es ja in diesem Fall vor allem an. Also, ich muss jetzt – nein – will jetzt los.

Wenn ich so an meine Jugend zurückdenke, muss ich allerdings sagen, dass auch damals nicht alle gleichaltrigen Weggefährten wussten, wer Max Greger und Hugo Strasser sind. Am ehesten war noch James Last durch seine Fernseh-Auftritte bekannt. Das ist dann doch noch mal ein bis zwei Generationen vor unserer, die lückenlos um diese deutschen Pioniere der Swing Orchester weiß. Für mich waren diese alten Meister schon als Kind durch meinen Vater tägliche Wegbegleiter. Mein Vater ist auch schon mal mal bei Max Greger eingesprungen, wenn einer seiner festen Saxophonisten krank wurde. Habe gestern gesehen, dass Paulchen, Max Greger und Hugo Strasser sogar noch 2012 gemeinsam auf großer Tournee waren, obwohl Paul Kuhn schon recht angeschlagen war. Und Max und Hugo auch wieder in diesem Frühjahr. Inzwischen spielen der Sohn und der Enkel von Max auch bei den Auftritten mit. Rührend irgendwie. Gestern habe ich auch ein paar youtube Videos gesehen, von einer ZDF-Show anlässlich des 85. Geburtstags von Max Greger, der mich unheimlich an meinen Vater erinnert. Die ganze Gestik, alles. Mein Vater wurde gestern 81. Er hat sich sehr über das Buch gefreut, war total gerührt. Weil so viele Erinnerungen hoch kommen, wie alles anfing, damals in den frühen Fünfziger Jahren.
Meine Empfehlungen:
nach dicken, anschmiegsamen Socken im Zweier- bis Fünfer-Pack in freundlichem Schwarz im Drogeriemarkt des Vertrauens (dm, Rossmann) Ausschau halten, zuverlässige Qualität, Spitzenpreise!
Flauschige (aber nicht so dicke) Socken, wie ich sie haben wollte, sind genau genommen so eine Art Bett-Socken oder wie sich das nennt, zum daheim-Abhängen, ich wollte diese superweiche Flauschsorte, die ein bißchen wie Frottee aussieht und ganz locker am Fuß liegt. Die würde ich aber nie in Schuhe anziehen, dazu ist das Ganze dann zu locker im Schuh. Jedenfalls habe ich größte Schwierigkeiten gehabt, genau diese Sorte Socken im Kaufhaus (Galeria Kaufhof) zu finden, trotz riesiger Strumpfabteilung. Es gab nur einen einzigen Zweierpack mit einem Paar in einer Art lilarot oder brombeer und dem anderen Paar in naturweiß mit riesigen albernen rosa Tupfen. Ich konnte mich nicht überwinden, dafür Geld auszugeben. man sieht seine Füße dann ja auch, wenn man so faul herumliegt. Die Farben hätten auch einfach nicht zur Wohnungseinrichtung gepasst. 7,90 hätten die Socken kosten sollen. Schau doch mal gegenüber bei C&A, hat mir eine innere Stimme geflüstert! Und voilà: eine richtig große Auswahl in mehreren Farben genau dieser Qualität, die ich gesucht habe und selbstverständlich auch im Zweierpack in Schwarz. Fünf Euro, regulärer Preis. Auch schöne, hochwertig wirkende dicke Socken im Zweier- und Mehrerpack hab ich dort gesehen. Mein Tipp also in Sachen Socken, wenn Auswahl gefragt ist: C&A!