Viele Aufnahmen
. Vielleicht nur das, was mir immer noch durch den Kopf geht – ich musste sehr lachen, als die Begleiterin von Sebastian (die ja im Gegensatz zu ihm nicht bloggt) auf meine Frage, ob sie sich demzufolge aus der Kohlenstoffwelt kennen, entgegnete „ja, wir haben uns ganz normal analog getroffen.“ Und die Schuhe. Arno Waldschmidts Schuhe. Sie werden vielleicht fragen „Wer?“ Ich will jetzt nicht alle Links, die man zum fünfzigjährigen Bestehen seiner Künstlergruppe „Die Rixdorfer“ im Netz findet, verlinken, nur diesen einen Artikel vielleicht. Und die kleine Randnotiz von ihm, dass es bei Jauch neulich eine Zwanzigtausend Euro-Frage gab, wer das denn wäre, die am längsten existierende Künstlergruppe Deutschlands (Europas? Der Welt?). Der Kandidat hat die Antwort wohl nicht gewusst. Und zwanzigstausend Euro verloren. Na ja. Danach waren wir noch im Zwiebelfisch. Davon gibt es keine Fotos. Dass Sebastian da war, also vorher, in der Galerie, hat mich besonders gefreut. Auch weil er bei meiner Begegnung mit Jan vor rund fünf Jahren eine Schlüsselfunktion hatte. Deswegen haben wir uns auch vor das Bild bei Sakamoto gestellt und es aus historischer Sentimentalität festgehalten. So war das. Vorgestern. In der Carpentier Galerie in Charlottenburg. Ich finde, Männer sollten viel häufiger Schuhe mit Gamaschen tragen. Arno ist in seinem achtundsiebzigsten Lebensjahr. Sie sehen, das ist kein Hinderungsgrund für modische Extravaganzen. Schon deshalb hat er meine Sympathie. Und seine Boygroup natürlich auch. Diese Urgesteine, die Stones der Plakatkunst. Nun haben Sie es auch einmal gehört. Was soll ich denn noch schreiben? Mein Mantel ist auch schön oder? Desigual. Vermutlich das dezenteste Stück aus der ganzen Frühjahrskollektion. Ich bin eben ganz der Typ für Understatement.

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2 Antworten auf „28. Mai 2013

  1. Doch, doch Frau Nielsen ist auch gealtert, es gibt da zwei, drei sehr helle Haarsträhnen, die manchmal hervorblitzen und bei günstigem Licht für irgendwie Blond durchgehen könnten. Aber nicht im Herzen. Im Herzen bin ich immer noch Siebzehn. Für immer.

  2. Das Attraktive an den BritannierInnen in dem sympathischen Musikfilm sind ja unbedingt die Allüren. Wobei wir hierzulande schon auch eine attraktive Besetzung hinkriegen würden.

    Sicher mag auch eine Rolle spielen, dass ich da gefühlt eindeutig drin fehle, weil ich ja immer nicht umhin kann, mich ganz stark mit der britischen Krone zu beschäftigen. Das Haus Windsor liegt mir interessenmäßig irgendwie näher als das Haus der Hohenzollern. Wie gerne wäre ich doch etwas patriotischer. Aber man braucht eben auch die entsprechenden Identifikationsfiguren. Alleine die Hüte von Camilla bringen mich zum Schwärmen. Jawohl: Camilla. Meines Erachtens unterschätzt, auch in Sachen schicke Garderobe. Die hat sich unheimlich gemacht.

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