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Beim vierten und fünften Bild dachte ich beim Angucken: „wie Michel Friedman“. Da gucke ich aus der Wäsche wie Michel Friedman. Mit so schweren Augendeckeln und ein bißchen arrogant. Au weia. Hoffentlich liest er das nicht, wenn er sich mal selber googelt. Entschuldigung, Herr Friedman, ich kenne Sie ja gar nicht, vielleicht sind Sie ja auch ganz anders und tief im Herzen drin auch so ein Seelchen wie ich. Man weiß es nicht. (Ernsthaft.)

5 Antworten auf „21. November 2012

  1. Der Augendeckel-Vergleich ist super. Sehr plastisch. Welches Eau de Toilette könnte es gewesen sein? Solche Sachen interessieren mich! Welchen Duft nimmt ein Mann von Welt, der sich alles leisten kann? Ich denke, vermute, er wird wie die meisten Menschen eine multiple Persönlichkeit haben, die sogar eine Seelchen-Variante beinhaltet. Ist aber gut vor der Öffentlichkeit versteckt. Vielleicht wenn er an seine Vorfahren denkt oder mit seinen Kindern spielt. Ich denke schon. Ich denke gerade über einen Satz von Lady Gaga nach, der mir sehr gut gefällt, wollte ich auch noch extra bloggen. Sinngemäß auf die Frage, was der beste Rat gewesen sei, den sie je bekommen habe: „Sei in der Öffentlichkeit immer privat.“ Ich habe den Satz sofort verstanden. So zu sein, wie mit sich selbst allein. Nahbar. Auch wenn man mit ihr sicher etwas anderes assoziiert. Sie ist weitaus tiefgründiger und introvertierter in ruhigen Gesprächen wie jenem Interview, als manche ihrer Auftritte vermuten ließen.

  2. Das sind ja wieder Unterstellungen hier! Wenn das Herr Friedman liest, wenn er sich selber googelt! Dann haben wir hier eine fette Unterlassungsklage am Hals. Meine schweren Augendeckel zum Beispiel sind zum einen erblich und zum anderen durch Schlafentzug von zu spätem nächtlichen Bloggen bedingt. Damals habe ich noch nicht mal Branntwein getrunken. Lang ist’s her! Aber vielleicht schreibt Michel Friedman heimlich ein Blog, auch spät in der Nacht und traut sich die Einträge nicht zu veröffentlichen, weil zu privat! So als Prominenter ist man da ja oft noch mehr gehemmt als unsereiner. Ich dagegen hätte mit Prominenz kein Problem, weil ich ja gerade wegen meiner Aufdringlichkeit in privaten Angelegenheiten berühmt und prominent werden würde! Ach was sage ich – werden werde!

  3. Ich vermute, es ist ihm wichtig, öffentlich erkennbar zu kommunizieren. Die Botschaft ist vielleicht nicht unwichtig, aber möglicherweise nicht vorrangig. Das wäre Voraussetzung für ein anonymisiertes Blog. Das entspricht nicht seiner Effizienz, wie ich ihn einschätze. Er wirkt wie jemand, der seine Wirkung kalkuliert und sich selbst dabei genießt. Das würde dann ja unter den Tisch fallen. Wäre für mich wahrscheinlich auch nicht interessant. Manche Menschen sind eben sehr zeigefreudig. Nicht nur, was Inhalte angeht. Wahrscheinlich angeboren – oder Aufmerksamkeitsdefizit in der Kindheit. Bei mir spielt das auf jeden Fall auch eine Rolle. Also auch. Darstellungsdrang ist ja nicht in jedem Fall pathologisch. Bei talentierten Bühnenpersönlichkeiten ist es eine win-win-Situation. Das Publikum genießt die dargebotenen Eitelkeiten und Kunststückchen. Aber das Publikum entscheidet. Das ist vielleicht das Entscheidende. Ich weiß gar nicht, ob er zur Zeit eine Sendung hat und wie die Quoten sind. Das Polarisierende hat sich jedenfalls immer gut verkauft, wie ich es erinnere. Das war eigentlich der Aspekt, den ich an ihm interessant fand, dass er wissentlich nervtötend beharrlich sein konnte. Dieses Beharrungsvermögen ohne Rücksicht auf Verluste, auch ohne Rücksicht auf Sympathieverlust. Er hat eine faszinierend nervtötende Beharrlichkeit. Man könnte ihn mitunter schütteln und treten aber tut es nicht, weil man sehen will, was als Nächstes kommt.

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