Gott weiß, ich würde lieber andere Einträge schreiben! Tippe ich hier mit der halb geleerten Bordeauxflasche, auf Sichtachse linker Augenwinkel. Ah! Muss schon wieder schlafen. Ich finde, die Einträge hier müssten irgendwie wieder opulenter werden, spritziger, glamouröser. Ach ja, das wäre schön. Heute mit einem Herrn telefoniert, der mir vorab schrieb, per Mail. Manchmal würde man gerne Namen fallen lassen. Er klagte mir ein interessantes Leid, es hat mit dem Phänomen zu tun, dass aus seiner Perspektive uferlos viele junge, hochtalentierte Menschen in kreativen Berufen tätig werden wollen, sogar unbezahlt, aber ganz schwer jemand für den alltäglichen, verwaltenden Arbeitsanteil zu finden ist. Sehr interessant. Ich hätte gedacht, selbst darum reißen sich junge Menschen, die gerne was mit Film zu tun haben wollen. „Irgendwas mit Medien“. Der Herr betreibt eine nicht ganz erfolglose Filmproduktionsfirma. Immerhin war sein Anruf nicht ergebnislos. Vielleicht sollte ich mich mal bei ihm bewerben. Hatte eine angenehme Stimme. (…aber die Miete…)

2 Antworten auf „14. September 2012

  1. Romantik und Realität lassen sich kaum vereinbaren. Und Glamour… ja nun, ist nett, aber nicht immer reicht die Kraft, glamouröse Rüschen an den Alltagsarbeitskittel zu heften.

    …was den Ehrgeiz der nachwachsenden Generationen anbelangt, denke ich, von den Medien wird ein in Gänze absurdes Karriereding suggeriert: bei weitesgehender Talentfreiheit, umfassend gering gehaltenem Arbeitseinsatz sei durch profane Existenz Lorbeere, Ruhm und monetäre Bereicherung erfahrbar. I-wo las ich eine JC-Mitarbeiterin klagen, bei Berufswunsch werde vermehrt wie abwegig Topmodell und Popstar angegeben. Tellerwaschen ist out und wird unter unnötige Energieverschwendung abgebucht. I-wie so.

    …im Hinblick auf Ihre Mieterhöhung würde ich aus meiner beschränkten Vogelperspektive umgehend zum Kauf raten. Was die dadurch eingeschränkten Freiheiten anbelangt, sind sie weitaus nicht so beschnitten wie die einer von Mieterhöhungen und Eigenbedarf existentiell irritierten Mieterschaft. Und die Option zu vermieten, oder ebenfalls zu verkaufen, falls die Villa in Saint Tropez zum Bezuge ruft, ist stets gegeben. Ich habe mir vor zwei Jahren Haus und Grundstück gekauft, nachdem mich die Berliner Mieterrumschubsereien nachhaltig derangierten. – und diesen Kauf bis zum heutigen Tage nicht bereut.

    ….mal den Luxus, machen, tuen und lassen zu können, wonach einer so spontan zumute (ich bin z.B. u.a. Verfechterin des überaus lauten Musikhörens, sowie Befürworterin opulenter Wandmalereien..)….im Detail verschluckend.

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