Das Pferd war auf der Koppel. Ich. Das wilde Pferd. Als Kind und besonders als junges Mädchen hat mich mein Vater oft mit einem Pferd verglichen. Vielleicht weil ich schon immer groß war und wegen meines Schädels. Und vielleicht weil die Bewegungen oft ungestüm waren. Das sind sie immer noch. Ich glaube, er hatte Recht. Er mochte Pferde, er hatte welche als Kind. Eines mochte er besonders. Er musste es zurücklassen. Manchmal zeigte er das Foto mit dem Pferdekopf. Ein schönes Tier. Mit großen dunklen Augen. Lange Wimpern, wie sie nur Pferde haben. Oder vielleicht Kühe. Die haben auch lange Wimpern. Ich ja nicht so.

Arizona, weil ich Arizona besonders gerne mag. Irgendein Reporter hat auch etwas von Arizona geschrieben, wegen der Weite. Alles groß hier. Der Arizonahimmel mit den aufgepfählten, bemalten Leinwänden ist an einem Ort, der eine lange Geschichte hat. Jetzt heißt er Freiheit. Ein weites Feld neben der südlichen Startbahn des stillgelegten, legendären Flughafens Tempelhof. Die neuere Start- und Landebahn wurde für den reibungslosen Ablauf der Luftbrücke gebaut. Und es gibt dort noch andere bemerkenswerte Dinge. Aber zuerst war ich dort, wo ich an Arizona dachte.

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10 Antworten auf „10. September 2011

  1. Ich wollte doch nur auch mal ein bißchen mit einer kleinen Startbahn angeben. Sie sind ja dafür die Königin der Start- und Landebahnen der ganzen Welt. Was sehr toll ist! Also bitte! Ich wette, keine Bloggerin sieht mehr blauen Himmel als Sie. Wir anderen Erdbewohner, die nicht dieses Privileg genießen, über den Wolken zu leben, müssen immer gleich ganz viele Fotos von dem blauen Himmel machen, wenn wir ihn mal sehen, damit wir ihn nicht so schnell vergessen. So ist das nämlich. Mir war übrigens auch irgendwie indianermäßig zumute an der Stelle. Wahrscheinlich der Marterpfahl-Aspekt!

  2. Wenn Sie wüssten… Das mit dem blauen Himmel und so hat sich spätestens dann erledigt, wenn man die Korrelation (habe ich mal erzählt, dass ich im 2. Semester Korrelation immer mit 1 R, dafür mit 2 L geschrieben habe? Das war wegen Corella und diesem anschaulichen Studienmaterial) also die Korrelation zwischen der Fenstergröße und der Zeit berechnet, die ich überhaupt habe, dort hinauszusehen. Ich bin ja inzwischen sozusagen angehende Expertin was Produkt-Moment-Korrelationen und biseriale Korrelationskoeffizienten angeht. Deswegen auch wenig Sonne, dafür mehr Bildschirmstrahlung. Aber nur noch bis morgen und dann erst wieder im nächsten Semester. Denn dann werde ich wohl all das wiederholen müssen. [weinend ab]

  3. Auch wenn das Ihre Verschieberitis jetzt saublöderweise noch unterstützt, muss ich doch dringend vermerken, dass ich unbedingt dafür plädiere, dass Korrelation ab sofort Corellation buchstabiert wird. Als Ehrerbietung. Es korreliert, ich meine corelliert einfach so schön mit der Assoziaton an die angenehmen Dinge des Lebens. Wohlgestaltete Geschöpfe des anderen Geschlechts. Jetzt hätte ich fast geschrieben „und davon gibt es ja auch nun wieder nicht so viele“ aber das wäre eine Lüge, denn ich konnte mich heute persönlich davon überzeugen, dass der sportinteressierte junge Mann von heute nicht selten von attraktivem Körperbau ist. Auch gute Schädel und intelligentes Gegrinse dabei!

    Und jetzt zurück an die Schulbücher! (ich denke an Sie!)

    P.S. Ach was! Man muss sich auch einmal eine Pause gönnen. Der Lehrstoff muss ja auch sacken und Gelegenheit haben sich zu verfestigen. Ist so ähnlich wie mit Kleber, der muss ja auch erst durchtrocknen, bevor das Geklebte benutzt werden kann!

  4. P.P.S. Und danke für das Kompliment. Es freut mich besonders, weil ich ja im Prinzip eine ganz billige Nummer mit den Fotos mache. Immer das Gleiche, nur an verschiedenen Orten! So ähnlich wie Neil Young über sein hundertjähriges Schaffen irgendwann behauptet hat „It’s all one song“. Aber das hat er natürlich poetisch gemeint. Ich ja auch. Alles Noten in dem großen einen Konzert.

  5. Das mit dem Klebstoff ist eine treffende Analogie zu dem, was sich gerade in meinem Hirn abspielt. Zäh wie Kleister, da läuft nichts mehr. Und dann schwirren da noch Begriffe dazwischen herum wie die freien Radikale aus irgendeiner blöden Fernsehwerbung, die ich allerdings nicht mehr zuordnen kann – die freien Radikale UND die Begriffe jetzt. Also ich glaube, ich sollte einfach ins Bett.

    Die Bilder sind aber alle originär – naja, die Variation vom Leben halt. Weil’s gibt ja kein anderes. Oder so.

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