
VIII. Gedenken. Könnte eigentlich auch Trauer heißen, ist mir später eingefallen. Die niedergelegten Kränze und Blumen. Man denkt an diese Fernsehbilder von Blumen für die tote Prinzessin Diana. Oder Michael Jackson. Ich denke daran, dass ich so etwas nur einmal aus nächster Nähe gesehen habe. Am Amerikahaus, nach den Anschlägen vom 11. September. Die Blumen und Kränze machen die Trauer dreidimensionaler. So wie die Fotografien der Maueropfer den Toten ein Gesicht geben. Die Rituale und Dinge geben dem Ganzen Gewicht. Angemessenes Gedenken. Aus der Entfernung meiner Wohnung war mir gar nicht klar, dass mich das dort erwarten würde. Trauerkränze und Schleifen. Merkwürdig, dass einen Blüten, die noch gar nicht verblüht sind, so rühren können. Vielleicht weil es einen daran erinnert, dass man Blumen sonst nur noch als Zeichen der Zuneigung oder Verehrung an Lebende gibt. Es ist auch ein bißchen wie „Bitte lass uns noch einmal so tun, als hättest du etwas von meiner Blume, obwohl du sie nicht sehen und riechen kannst. Oder kannst du nicht vielleicht doch? Gib mir bitte auch ein Zeichen. Das ist mein Zeichen für dich.“
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087
Na, das will ich aber mal schwer hoffen, dass sich in Berlin die Sonne noch blicken lässt. Hier ist allerschönstes
KaiserKöniginnenwetter. Wie sich das für diesen besonderen Tag gehört.Ich behalte die Sache im Auge!
Lt. Radar kommt die Sonne in Berlin erst am Nachmittag raus. Also jetzt demnächst irgendwann. Ich mach mich schon mal seelisch bereit! Und wenn nicht, kann ich von den letzten Jahren zehren. Da war immer irgendwann Sonne. Obwohl – nein – als ich von Föhr abgereist bin, war’s mal bedeckt. Das war eh eine blöde Idee, den Geburtstag als Rückreisetag zu nehmen. Mach ich bestimmt nie mehr. Dauernd unterwegs, aber nicht interessant unterwegs. Ich hab übrigens eine interessante Einladung für heute Abend, auf die ich wieder mal keine Lust habe, ich menschenscheues kleines Hascherl. Ein mir gut bekannter Kurator hat mir eine Einladung zu seiner heute Abend stattfindenden Ausstellungseröffnung in der Galerie von Udo Walz (ja, der leistet sich eine schicke Galerie als Steckenpferd) in der Fasanenstraße 37 geschickt. Könnte man ja groß Hinz und Kunz hinbestellen und mit großer Geste Getränke anbieten. Haha. Aber ich bin heute nicht in Partystimmung. Der böse Saturn drückt noch zwei Wochen auf meine Venus, die Sau! (seit Nov. 2010, aua aua). Außerdem habe ich immer noch dieses Alkoholproblem. Also diese Phobie/Neurose/Psychose, meinen neuerdings gefühlt babyreinen Organismus zu ‚vergiften‘. Hoffentlich werde ich diese Macke bald los! Geht schon seit 24. Nov. 2010. So kann man nicht feiern!