Keine Lust auf Debatten. Eigentlich nur auf intelligentes Geblödel, empathische Zustimmung, visionäres Gedankengut und übertriebene Komplimente. Alles andere nervt. Und ab und zu ein paar exquisite Lästereien, von wegen Salz in der Suppe. Und für den großen kosmischen Ausgleich. Was mich persönlich auch noch sehr langweilt, wenn jemand nicht den Horizont hat, das Konzept von Genugtuung (schreibt man das wirklich mit zwei u? Sieht ja komisch aus) zu begreifen. Greift bedauerlicherweise um sich. Vermutlich von dieser – für mich persönlich – ausgesprochen langweiligen Buddhisten-Mode her rührend (oder schreibt man das zusammen?). Schnarch.
<3
Aber auch Ihr Kommentar lässt (wie
eigentlichimmer!) wenig zu wünschen übrig!Erstaunlich, dass ich Gleichgesinnte finde.
[ironiefrei]
Moden in Sachen Weltanschauung sind meine Sache nicht! Dafür bin ich auch endlich (Ende gut, alles gut) zu alt. Aber man setzt sich natürlich auseinander. Mit diesem und jenem, was einem so angetragen und nahegelegt wird. Für labile Zeitgenossen stehe ich gelegentlich beratend zur Verfügung. (Wiederum meine private selbstgebaute Falle, aber das ist ein anderes Thema – orientierungslos fließendes Wasser drängt zum Hafen…)
haha! Zu substanzieller. Bissfester.
Ich stimme zu. Souveräne Gelassenheit impliziert allerdings auch den souveränen, nonchalanten Einsatz zielführender Aggression, ja rührt sie nicht letztlich von jener? Ihre Worte. Ist das nicht auch ein Credo in diesen asiatischen Kampfkünsten? Die sind mir insgesamt recht sympathisch, schon vom Zuschauen her! Dieses geschmeidig effiziente Zack Zack. Sehr schön. Lautlos fliegt der Kopf weg.
zack zack
Ich gedenke am Wochenende eine Familienveranstaltung schlicht zu schwänzen. Einen gut gewärmten Sake-Becher Genugtuung daraus schlürfend! Nicht (mehr) mit mir! Vielleicht ziehe ich dazu meinen alten Karate-Anzug an! HA! (Der erfrischende Fuck-you-Aspekt im Buddhismus, ruhigsten Geistes!)
Ich kann Sie in Ihrem Vorhaben nur bestärken. Langweilige Familienfeiern zu schwänzen, muss zur Normalität erhoben werden, sonst keine gesellschaftliche Evolution. Allerdings bin ich nicht damit einverstanden, ein derart konsequentes, Harmonie-Geschwurbel unberücksichtigendes Verhalten mit einem falsch interpretierten Buddhismus-Verständnis ummänteln zu wollen. Sehr in Mode bei Neo-Buddhisten: Egoismus und Rücksichtslosigkeit mit dem Hinweis zu entschuldigen „man sollte sich alles verzeihen“ weil ja eh alles letztlich egal ist und wir alle eins sind etc. und das Universum es schon richten wird und Schuldgefühle einen nicht weiter bringen. Der wahre Buddhist hat ein tiefes Harmoniestreben in allen Himmelsrichtungen. Der goldene Mittelweg ist anzustreben, wo man in keinster Weise in Gefahr gerät anzuecken. Keine Extreme, keine Leidenschaften. Schreiben Sie sich das bitte hinter die Ohren. Sofern Sie damit kokettieren, Ihr Verhalten an buddhistischen Idealen zu orientieren. Fuck you ist nicht. Viel zu aggressiv. Radikale Ablehnungs-Impulse zeugen von leidenschaftlicher Anhaftung. Ganz böses Wort. Anhaftung! Derlei Querulantentum kann ich mir erlauben, in meinem bekenntnisfreien Religions-Anarchismus ;-) Religionsformen, in denen kein Platz für konstruktive Aggression und das Kultivieren von Polaritäten ist, sind mir zu plätscher plätscher. Man sollte schon den Arsch in der Hose haben, für nicht opportunistisches Verhalten die Rechnung zu bezahlen. Unverschleierter Widerstand. Nach dem Zusammenbruch des maroden Gebildes, Sondierung des
SchlachtfeldesMaterials. Die Substanz überprüfen. Tragfähigkeit. Elastizität. Qualität… Ich mag offene Kämpfe. Keine Ausreden. Keine Beschönigungen. Wissen, woran man ist. Klar, tut man dann gewissen Personen weh. Auch sich selbst mitunter. Stärkt die seelische Muskulatur. Gut erkennbare Grenzen zu setzen, macht Grenzüberschreitungen weniger leicht.