Vierzig Kilometer von Wien entfernt liegt das Dörfchen Zwentendorf, in dem Österreichs einziges Atomkraftwerk steht, baugleich mit Fukushima. Der Widerstand der Bevölkerung provozierte einen Volksentscheid am 5. November 1978, der zugunsten der AKW-Gegner ausfiel. Das fertig gebaute Kraftwerk wurde nie in Betrieb genommen. Österreich hat ein Atomsperrgesetz („Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich“) erlassen. Das unbenutzte Kraftwerk kann bis in den Reaktor-Kern besichtigt werden und dient zu Schulungszwecken für Ingenieure (es gibt in Deutschland fünf baugleiche Kraftwerke). Auf dem Gelände befindet sich mittlerweile eine Photovoltaik-Anlage, die Sonnenenergie produziert und zugleich ein Forschungsprojekt darstellt, in dem getestet wird, welche Solarzellen-Paneele am effizientesten für die Bedingungen in Österreich sind.
Ich habe gestern eine äußerst sehenswerte ORF-Dokumentation über die Historie des Widerstands in den siebziger Jahren in Zwentendorf gefunden, hier in vier Teilen zu sehen:

„Die Akte Zwentendorf „

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3 Antworten auf „19. März 2011

  1. Wenn man bedenkt, was Protest möglich macht. Hier in der Bretagne sollte ja Frankreichs Nuklearhalbinsel entstehen. Vor allem die Frauen der Region heizten über Jahre den Widerstand dagegen an. Das ist eine bildschöne Region mit einem riesigen Vogelschutzgebiet, in der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle bietet. Nicht auszudenken, stünden da die ganzen Strahlekuppeln.

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