
Mein Eispalast taut ein bißchen. Einmal soll es noch kalt werden, sehr. Ich habe den Vorhang aus Eiszapfen gerade sehr lieb gewonnen, nachdem ich ihn erst spät entdeckte. Er soll noch ein bißchen wachsen. Die Märchen aus den Märchenbüchern erzählen nur eine neue Geschichte von Dingen, die es irgendwann irgendwo auf der Welt gegeben hat. Wie das Eis an meinem Dach. Noch nie war ein Winter in Berlin so märchenhaft. Keiner, den ich erlebte. Er kommt ganz nah zu mir heran. Ich finde das sehr freundlich, weil ich gar nicht in die Kälte muss. Alles wächst vor meinem Fenster, an meinem Dach. An diesen Winter werde ich als an einen Märchenwinter denken. Viel schöner, als der im letzten Jahr. Der Schnee kam erst am ersten Januar. Und lange begleitete er das frühe Jahr. Aber er war nicht so furios. An tiefen Schnee in meiner Kindheit kann ich mich auch erinnern, aber nicht an so schöne große Eiszapfen. Komm, bleib noch ein Weilchen hier, hier bei mir.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
Herzumgezappel wird gegeißelt und gebannt. Gibt nur verwackelte Bilder und Zustände. So ein Eiszapfen wackelt schließlich auch nicht herum. Der hat gar keinen Grund.
Warmen Gruß aus dem Eispalast
sendet:
Frau Nielsen
φ = 52° 31′ 18“ Nord
λ = 013° 25′ 01“ Ost
gerade erst gesehen…
„Herzumgezappel“, selten trefflicher vertippt.