Ich bitte meine Leser und Leserinnen und vor allem deren noch lebende ältere Angehörigen um tätige Mithilfe. Ich habe heute einen Gedichtband erhalten, in dem sich eine Widmung in deutscher Schrift befindet. Auch Sütterlin genannt. Mein Großvater versuchte mir zwar als ich klein war, diese Schrift und ihre Bedeutung näherzubringen, und ich erinnere mich dunkel, dass er mit mir Leseübungen veranstaltete, aber es ist alles verschüttet und vergraben. Ja, es gibt ausführliche Seiten im Netz, um Sütterlin zu lernen, aber so weit wollte ich es dann doch nicht treiben. Ich bin einfach nur neugierig. Ich habe keinen Bezug zum Autor dieser Widmung. Ich vermute, dass es ein Herr ist, der die Zeilen schrieb. Vielleicht zitiert er sogar ein paar Zeilen aus dem Gedichtband. Die Widmung ist aus dem Jahre 1873. Ein Jahr nachdem diese Auflage des Buches erschien. Es wäre großartig, wenn es jemand ohne die Schwierigkeiten und den Zeitaufwand, den ich dabei hätte, entziffern könnte und mir als Kommentar die Übersetzung schreibt.

Es gibt noch drei weitere Detailaufnahmen der Widmung, hier. Man kann alle Bilder auch größer ansehen (klick auf „all sizes“). Auf dieser Aufnahme vielleicht am besten zu erkennen.
es endet mit „die liebe und die freundschaft bleibt“ soviel ist sicher.
Ja… einzelne Wörter meine ich auch zu erkennen… aber bei dem vermuteten „Fällt Glanz“ war ich schon mal auf dem völlig falschen Dampfer. Hab allerdings auch nur geraten.
Ihr seid ein Schatz, alle beide!
ich finde ja gedruckte fraktur viel einfacher zu lesen und wundere mich immer darüber, dass es deutsche gibt, die das angeblich nicht können. mein lieblingszeichner hat es wunderbar illustriert.
beim geschriebenen sütterlin irritieren mich eigentlich nur die großbuchstaben und das kleine e, was ja ein griechisches eta ist und daher dem n viel zu ähnlich sieht.
Jetzt! Wo du es sagst. Aber ganz eindeutig!
„Die Liebe und die Freundschaft bleibt“ – – –
Wie schön…
(es ist übrigens ein Band mit Liebesgedichten.)
Bei gedruckter Frakturschrift muss ich mich immer ein wenig mit der Verwechslung von f und s abmühen (wie Sven so schön mit seiner Wannfee illuftriert hat), aber sonst kein Problem. Wäre auch schwierig sonst, mit dem Buch. Das ist natürlich in dieser Schrift gedruckt.
Oh Eugene! Das wäre großartig. 87 klingt super!
:-)
Er sitzt gerade noch beim Abendessen, schaut es sich aber später mal an.
Ein Anfang mit Unsicherheiten: Vielleicht bei dieser Lieder Lesen
Fällt Ihnen, Herni, später ein,
Wie oft wir froh vereint gewesen
In diesem kurzen Erdensein.
Die Jahre fliehn – wer kann sie halten?!
Die Feder sinkt, die eben schreibt;
Doch mag die Sonne selbst erkalten;
Die Liebe und die Freundschaft bleibt!!
Das ist ja wunderschön.
Es muss so sein.
Seltsam, wenn man es weiß, erscheint es mir plötzlich in vielen Worten klar, wenn ich den Text jetzt wieder daneben halte.
Ich bin Ihnen und ihrem Schwiegerpapa so dankbar! Bitte grüßen Sie Ihn ganz herzlich von einer dankbaren Verrückten aus Berlin.
Ach! Dass es sich so gelohnt hat, diesen Text zu erhellen. Was für eine Freude.
Jetzt sag ich Ihnen auch, in welchem Gedichtband sich die Widmung befindet. Es ist eine kleine prachtvolle Ausgabe mit Goldschnitt des Liebesfrühlings von Friedrich Rückert. Das Buch war zu seiner Zeit, als es erstmalig aufgelegt wurde ein großer Erfolg. Liebesgedichte, ein Zyklus seiner künftigen Frau Luise gewidmet. Die meisten bislang von Cosmic mit dem poetrYclub vertonten Gedichte stammen aus diesem Zyklus.
Ich habe Ihm Ihren Kommentar gemailt :)