Gestern Nacht in meinem gmx-Postfach diese irgendwie unwirkliche News, durchaus für möglich gehalten, dass es ein verzweifelter Promotion-Schlenker sein könnte… heieiei… Da hat er sich jahrelang unter Sauerstoffzelte gelegt und jetzt jünger an Jahren als die meisten gegangen. Irgendwie stimmig, in seiner ganzen Tragik. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass es einen weiteren späteren Höhepunkt geben könnte. Unmöglich, ihn sich alt vorzustellen. Das Ergebnis der Obduktion ist ja eigentlich egal. Aber ob er für seine Beisetzung Vorkehrungen getroffen hat… Wahrscheinlich wollte er gar nicht unter die dunkle Erde. Einfrieren, auftauen. Konservieren. Balsamieren. Plastinieren… Ach je. Festhalten. Geht ihm bestimmt viel besser, da wo er jetzt ist. Und ewiger Ruhm. Trauer in Cinemascope. Wie bei Diana. Großer Abgang. Endlich Frieden. Peace, Michael.
Ich oute mich mal: Mich hat sein Tod genauso wenig berührt wie zu Lebzeiten seine Musik. Vielleicht deshalb. Und während um mich herum virtuell sofort das kollektive Trauern anfing in jener Nacht, dachte ich eher an den Konzertveranstalter. Hoffentlich hat der keinen Vorschuss gezahlt.
So alt wie er am Ende aussah, konnte jener Peter Pan wohl gar nicht werden. Balsamieren, plastinieren … ja, das hätte gepasst. Bleibt ihm wenigstens noch Madame Tussaud, immerhin.
Helge… […]