50
ich stelle immer wieder einen unwiderstehlichen drang an mir fest, zu behaupten, ich sei älter als ich bin. gerade wollte ich mir einreden, ich wäre dreiundvierzig, dabei bin ich noch nicht mal genau zweiundvierzig. noch drei monate warten!
neulich habe ich mir im drogeriemarkt rossmann meine erste zahncreme 40plus gekauft, was ja sogar stimmt. aber es gibt auch sachen für 50plus. da fühlt man sich ein wenig ausgeschlossen. 50plus hat so einen gewissen autoritären sexappeal. wenn man über vierzig ist, darf man ja schon sagen, dass man sich im fünften lebensjahrzehnt befindet. das ist natürlich super und vorläufig besser als nichts.

11 Antworten auf „26. mai 2007

  1. katja ist noch ein heißer feger! die BEINE!!! ich finde die sowieso sehr prima (wenn man mal von ihren späten schlagerliedchen absieht)

    schade nur, dass sie das mit der nase machen hat lassen. ich habe eine aufnahme von ihrem grand prix-auftritt anfang der siebziger, als sie ‚wunder gibt es immer wieder‘ im lilablassblauen abendkleid mit schwarzer borte zum besten gab. da war noch die alte nase im gesicht, wenn ich nicht irre, die gab ihr so etwas animalisches. das neue näschen wurde sehr brav im vergleich dazu, schon waren ein paar prozent sex-appeal hinüber.

    aber dennoch: katja: prima. 60plus!
    da liegt die zukunft!

  2. nearlydingens klingt natürlich auch nicht. das ist wie ’nicht fisch, nicht fleisch‘ oder ‚kein schwanz, keine eier‘. knapp vorbei ist auch daneben. also bitte.

    ich werde einen schicken neuen trend initiieren, wohlwissend, dass es sich noch nicht bis in den letzten winkel der berliner republik herumgesprochen hat. ich finde mich als 50plus-lady eigentlich heute schon ziemlich hip! man muss natürlich schon ein bißchen auf sich schauen und viel an die frische luft!

  3. Vielen Dank dafür, ich finde es gerade schon nicht ganz so glitzy, die 40 in Sichtweite zu haben.

  4. junges gemüse!

    läppische vierzig ist natürlich auch noch nicht das wahre, aber immer noch besser als dreißig! mühsam ernährt sich das eichhörnchen.

  5. doch bitte katja ebstein. zu meiner schande muss ich gestehen, dass ich keine schallplatten von ihr habe! die katja ist eine ganz nette. das wird jeder verstehen, der sich fünf minuten zeit für die dame nimmt. sie hat ja in den wilden sechzigern hinter’m tresen an der filmbühne am steinplatz gearbeitet, wo sich rudi dutschke immer mit seinen kumpels getroffen hat. da ist sie dann eine richtig engagierte apo-schwester geworden. sie hat auch noch ein paar andere sachen drauf als die dreieinhalb (zugegeben auch meinem ohr nicht schmeichelnden) lieder von herrn siegel. was man nicht von jedem schlagerinterpreten behaupten kann. und: wunder gibt es immer wieder war schon als kind eines meiner liebsten lieder. da singt man heute noch gerne mit!

    ich muß auch immer rechnen, wie alt ich bin, total anstrengend ohne taschenrechner! und da passieren dann eben solche fehler.

  6. was ich ja so unglaublich beneidenswert finde, und was man eben auch nie einholen wird, ist dass ältere menschen andere jahrzehnte sinnlich erfahren haben. die können sachen erzählen! wir können uns nur filme davon angucken. wahrscheinlich lese ich deshalb so gerne biographien. wenn man in die augen von einem älteren menschen schaut, sieht man einen viel weiteren horizont. das sind die erinnerungen. menschen, die sehr weit gereist sind, haben das auch.
    glitzer, glitzer

  7. das verstehe ich jetzt aber nicht, dafür bin ich noch zu klein! nächstes jahr, wenn ich in die schule komme, lerne ich auch schreiben und lesen, darauf freue ich mich schon sehr!

  8. das ist ja mal ein lustiger vergleich: ein hippie, der unerfahrenes erzählt. meinen sie richtung an den haaren herbeigezogenes gebrabbel unter drogeneinfluss?

    das könnte bedeuten, dass sie glauben, ich wäre noch gar nicht 40plus und möchte nur prahlen! sie halten mich doch nicht etwa für ende dreißig, hm?

  9. mir dünkt, dass man da drauf klicken kann und schon ist es passiert!

    ich kann aber auch auserwählte, hochstehende persönlichkeiten feierlich eigenhändig zum mitglied befördern – augenblick – erledigt.
    und das vor dem 45.!

  10. danke herzlichst, dass sie das für mich erledigt haben. ich hab „da drauf“ nämlich immer noch nicht gefunden.
    ich war ja letztens beim optiker, weil ich mir gedacht habe, in meinem alter braucht frau endlich eine brille, wenigstens eine lesebrille und weil ich immer schon so gern eine brille wollte, weil brillen irgendwie so intellektuell machen.
    der optiker aber hat mich mit einem kleinen heftchen mit augenübungen wieder nach hause geschickt. ich sehe wie ein luchs, hat er gemeint.

  11. man kann ja auch im kaufhaus so eine fertig-lesebrille mit den wenigstens dioptrien oder wie das heißt, holen. am besten so eine halbe, die auf der nasenspitze balanciert wird und da kann man dann ja immer drübergucken und zum lesen dann abnehmen.

    aber man soll darüber nicht scherzen. augen wie ein luchs! toi toi toi. früher habe ich meine leser belogen und behauptet, ich hätte augen wie ein adler und hundertzwanzig prozent sehfähigkeit. über hundertzwanzig prozent kann ein adler nur mitleidig lächeln.

    neulich habe ich in einem wichtigen wissenschaftsmagazin im fernseh mit dem hübschen inder ranga yogeshwar gelernt, dass ein adler auf vierhundert meter zeitung lesen kann, wenn er lesen könnte. die haben da irgendein experiment mit einem streichholz auf einem acker gemacht.

    man muß wirklich dankbar sein, wenn man noch scharf gucken kann. immer wollte ich auch keine brille aufsetzen und kontaktlinsen auf dem auge stelle ich mir ganz furchtbar vor, auch wenn die dinger noch so weich sind. mich macht schon ein fussel im auge oder gegenwind verrückt.

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