bin gerade damit beschäftigt, bekleidungslos in der sonne zu altern und abermals festzustellen, dass es sich bei jongs altem schinken angst vor’m fliegen, weit weniger um einen, wie reklametechnisch plattgewurstet, erotischen bestseller handelt, als weit mehr um ein libertäres manifest. falls jemand interesse hat an radikalen selbstbetrachtungen im klima der endsechziger und frühsiebziger aus der sicht einer politisch reflektierenden freidenkerin.

6 Antworten auf „29. april 2007

  1. außerordentlich verwegen in relation zur doch eher freudlos anmutenden ‚frauenliteratur‘ jener zeit. man denke nur an beauvoir oder frau meulenbelt. was man damals eben so las. sicher, das hat alles seine verdienste und seine existenzberechtigung. jong nimmt sich in ihrer geistig und auch sonst enthemmten art daneben aus wie ein glas champagner neben einem stillen wässerchen. da wird nicht schmallippig frustriert geklagt sondern ordentlich losgepoltert. sie ist wirklich witzig. und hat am meisten sexappeal in den passagen, in denen sie machtverhältnisse und ihre gesetze vorführt.

  2. Ah ja, Fear of Flying – and the zipless fuck -, ich erinnere mich. Das lag damals in unserer Londoner WG herum, da habe ich es gelesen. Was damals alle an Frau Meulenbelt und Die Scham ist vorbei so toll fanden, habe ich nicht verstanden, die kam mir irgendwie etwas heulsusig vor, jedenfalls habe ich das nur ein paar Seiten lang ausgehalten (sie bloggt übrigens). Frau Jongs Charlie (hieß der so?) und seine Bremsstreifen erschienen mir allerdings auch nicht so toll, aber sonst war das Buch sehr amüsant.

  3. so so. frau meulenbelt bloggt. ich hätte als ausrede, dass ich niederländisch nur zur hälfte verstehe.

    ein charlie ist mir noch nicht untergekommen. weder im buch noch sonst. der analytiker mit den dreckigen fußnägeln heißt adrian.

  4. Dass mir der Name nicht mehr geläufig ist, mag damit zusammenhängen, dass die Lektüre wirklich viele Jahre her ist, damals war ich noch nicht einmal halb so alt wie heute. Was vielleicht aber auch erklärt, warum mir dies so deutlich im Gedächtnis blieb. Neben Germans have no art. Beides war mir neu.

  5. ah. die waren ja sehr miteinander befreundet. sie hat wohl auch mal bei ihm eine weile gewohnt, als sie einen wasserrohrschaden in ihrer strandhütte hatte.

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