26. Mai 2016

„Franz Schubert selbst spielte ganz leidlich Klavier. Als ihm aber beim Vortrag eines eigenes Werkes ein grober Fehler unterlief, der nicht zu überhören war, rief er laut:
„Soll doch der Teufel dieses Zeug spielen!“

Aber dass er den Beethoven so bewundert hat, und der ihn seinerseits und er nichts davon gewusst hat. Das treibt mich ja schon um Und dann war er einer der 36 (!) Fackelträger am Grab vom Beethoven. Das ist doch alles verrückt. Auch das Bild. Ist Beethoven in der Nacht beerdigt worden?

[Quellenlage
]

24. Mai 2016

Junge oder Mädchen>
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Eintrag für meine Chronologie, Dieses Video, das ich zuletzt gemacht habe, war bis heute morgen (halb) öffentlich verlinkt und sichtbar. Gestern Abend auf fb für ‚Freunde‘-Ansicht gepostet: „hier eine kurze Gelegenheit noch einen track von Tom Adams zu genießen, der erst im Oktober mit seinem neuen Album veröffentlicht werden wird. Wir haben verabredet, dass ich die Aufnahme bis dahin privat halte. Bis morgen früh hier kurz mal online…“ . Vimeo bietet die Möglichkeit, Filme im privaten Status mit einem individuellen Passwort pro Clip zu versehen. So geschehen. Ich verarbeite das Material frei Schnauze und kommuniziere parallel mit Tom Adams über dies und das, wie ich diesen oder jenen track provisorisch nenne, der mir namentlich nicht bekannt ist und er sagt mir dann den tatsächlichen Titel. Wobei es witzigerweise bei einem noch zu verarbeitenden Track völlig identisch war, was ich mir als Titel dachte, und wie er tatsächlich heißt. Dabei tritt nun zu Tage, dass ich diverse tracks aufgenommen habe, die noch work in progress sind, aber eben zur Veröffentlichung im Oktober vorgesehen. Ist dann naturgemäß nicht im Interesse des Künstlers oder der Plattenfirma, dass Aufnahmen davon vorher schon durchs Netz geistern, vor allem wohl, wenn die Aufnahme nicht schlecht genug ist, um darüberhinwegzusehen. Was mich wiederum freut. Einerseits blöd, die frisch geschlüpften Filme unter Verschluss zu halten, andererseits schön, ernst genommen zu werden. Zumindest fühlt es sich so an, wenn der Künstler warme Worte findet und den Drang hat, die Werke seinem Plattenlabel weiterzuleiten. Obwohl das gerade alles sehr spielerisch geschieht. Lange nicht mehr passiert. Ich hatte jetzt schon eine Weile den Wunsch, wieder etwas in der Art zu machen. Es war eine Gelegenheit, mit der ich gerade jetzt gar nicht rechnete, und was ich schade fand. Der siebzehnte Mai war schon immer ein guter Tag für mich. Am siebzehnten Mai vor acht Jahren lernte ich Cosmic kennen und daraus entstand, was ich schon zig mal hier abgehandelt und gewürdigt habe. Zahllose Filme und Fotografien und einige gemeinsame Konzerte, bei denen ich meine Visuals beamte. Ich hänge das jetzt nicht so hoch, dass mir hier ein paar besondere Aufnahmen mit Tom Adams geglückt sind, aber ich spüre, wie tief es mich befriedigt, an so etwas zu arbeiten. Es ist wie Malen. Ich vergesse Zeit und Raum, und ob ich Junge oder Mädchen bin. Kann ich gerade sehr gut brauchen. Denn ich weiß gerade zu genau, ob ich Junge oder Mädchen bin. Viel zu genau. Körperlich. Zu viel Energie in der unteren Etage. Falls man zuviel davon haben kann. Ja, kann man. Also schöpferische Ablenkung. Grandios für mich auch, wenn der Künstler sich mit dem Zeug, das ich fabriziere, das ihn abbildet, identifiziert. Wobei ich seit geraumer Zeit weiß, dass genau das eine Fähigkeit ist, die mir in die Wiege gelegt zu sein scheint. Ich kann jemanden so einfangen, dass er sich damit identifiziert und mag. Und es verdammt gut aussieht. Und wenn ich diesen Wunsch habe und die Gelegenheit fehlt, werde ich ganz wuschig. Macht mich irre. Ich kann gar nicht damit leben, dass Bilder nur in meinem Kopf existieren, ich will sie materialisieren.

22. Mai 2016

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Chapter II. Tom Adams performing „Migration“ at Roter Salon, Berlin. Siebzehnter Mai 2016. More to come. As ich ihm vorhin schrieb, dass ich in keinerlei Pläne hatte, seine Performance zu filmen. „(…) I’m surprised myself, since I didn’t have any plans to shoot movies of your performance – I just couldn’t help it – I had an perfect angle… so it had to be.“ antwortet er „Lovely, the best creative things are unplanned i always feel!“ …and me: „I agree… – S E R E N D I P I T Y .“

20. Mai 2016

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Eine der fünf Aufnahmen, die ich am siebzehnten Mai von Tom Adams gemacht habe. Anhand der Lyrics versuchte ich zu identifizieren, welcher seiner Songs das ist und konnte ihn nicht unter den Titeln seiner neuen Platte und auch nicht auf seinem soundcloud-Account finden. Ich fragte ihn, wie es heißt und erwähnte die wiederholten Zeilen im Refrain „when you… when you fall“. Er konnte damit nichts anfangen und meinte, dass er bei seinen Konzerten auch gerne mal ein Stück improvisiert, das könnte vielleicht eines gewesen sein – „it keeps it fun“. Daraufhin schickte ich Tom gestern Nacht die Audiospur der Aufnahme mit der Anmerkung „I named it – (as we say in german – „Arbeitstitel“) „Fall“. Er meinte daraufhin „Hey, cool, yep that was an improvised track! „Arbeitstitel“ is a great name, lets call it that ;-)“. Deswegen heißt dieses Stück ‚Arbeitstitel‘, Die anderen tracks werde ich mir auch noch vornehmen. Ich musste beim Schneiden daran denken, dass mir jemand vor nicht allzu langer Zeit erzählt hat, dass es nichts langweiligeres gäbe, als Musiker beim Musikmachen in einem Video zu zeigen. Ich würde sagen, das stimmt in den meisten Fällen. Aber ich denke, ich habe da einen sehr anderen Blickwinkel. Während des Filmens und Schneidens tauche ich tief ein. Ich bin dann nicht mehr in dieser Welt. Und ich glaube, das sieht man den Aufnahmen an.