17. märz 2005


was das bild da oben soll. ich habe vor ungefähr zwei wochen angefangen, in dieser seltsamen biographie zu lesen. mittlerweile ist sie im badezimmer gelandet, griffbereit, gegenüber von einem gewissen örtchen, falls mir nach lektüre sein sollte. tja. da liegt es nun, das dekorative büchlein. und heute morgen dachte ich mir – sieht ja aus wie hindrapiert, sollte ich mal knipsen.
der grund, warum es nicht vorangeht ist, dass mich an dem buch so manches nervt: peggy guggenheim ist mir nicht nur auf sämtlichen fotos unsympathisch (trotz zum teil humorig drapierter sujets), sondern wird auch noch auf eine art beschrieben, die bislang keinen zweifel daran lässt, dass sie eigentlich nur eine verwöhnte schnepfe à la paris hilton war, die aus langeweile die nähe von künstlern gesucht und mehr oder weniger gekauft hat. subtil formuliert.
letztlich hat guggenheim ihren zaster sinnvoll angelegt und ich habe ja eigentlich sympathie für menschen, die konventionen sprengen – aber bisher werde ich mit ihr darüberhinaus nicht warm.
des weiteren ist mir schleierhaft, wieso die biographin eine amateur-psychoanalyse übelster sorte fabriziert. man spürt, dass sie keine echte sympathie für ihre zentrale figur hat – wieso schreibt jemand über eine person, der man so spürbar distanziert gegenübersteht. rätsel über rätsel. ich frage mich die ganze zeit, inwieweit mich die kalte seziererei in richtung antipathie manipuliert und diese daher überhaupt gerechtfertigt ist.
peggy guggenheim hat eine autobiographie geschrieben, die vielfach erwähnt wird. vielleicht sollte ich mir die stattdessen holen. (ist ja zum glück nur geliehen, der blöde schmöker)
andererseits – wozu soll ich meine zeit mit der toten peggy guggenheim verbringen?