20. februar 2004

ich glaub, den guck ich mir heute an. als mir eine freundin den plot erzählt hat, hätte ich fast angefangen zu heulen – genau der richtige film für mich: die geschichte vom weinenden kamel.
 inhalt: Im weiten süden der mongolei, in der unwirklichen landschaft der wüste gobi, kommt ein kleines, weißes kamel zur welt. die mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften geburt, verstößt ihr Junges. ohne die nahrhafte muttermilch scheint das kalb, das sich seiner mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem tod geweiht. In ihrer not erinnern sich die hirtennomaden an ein uraltes ritual: ein musiker aus der fernen stadt soll mit den magisch- himmlischen klängen seiner geige die kamelmutter zum weinen bringen und so ihr herz erweichen. das wunder geschieht: die mutter bricht in tränen aus, ihr junges darf säugen und ist gerettet.

16. februar 2004

na gut, will mal nicht so sein. nach suchmaschinengesurfe zwei fertig-aus-der-tüte-„weblogs“ getestet und für schlecht befunden, weil hässlich, mit nicht abstellbarer werbung. dabei selber erst gelernt, was das überhaupt heißt: „weblog“. auf irgendeiner seite sagt ein schweizer, früher hätte man dazu „internet-tagebuch“ gesagt, heute heißt es web log, weil einer im web log. ha ha ha. (hat er auch dazugeschrieben). ich glaub ich weiß, was der junge meint.

das kleingedruckte

intimitäten und erkenntnisse, die das leben der schreiberin in pein- licher weise betreffen, sowie unspektakuläre befindlichkeiten, werden hier grundsätzlich unter den teppich gekehrt. es sei denn, es macht sich gerade mal gut als anekdote mit trefflicher pointe, die geeignet ist, das interesse an der eigenen person bei der leserschaft zu heben.
berichtet wird, wenn überhaupt, über persönliche erfolgserlebnisse und tolle highlights bzw. (es soll ja schließlich nicht zu einseitig werden) über die immer wieder zu beobachtenden unzulänglichkeiten anderer und der weltpolitik im allgemeinen. ziel ist es, der leserschaft den eindruck (m)eines schillernden und erfüllten (künstler)lebens mit tollen events und schicken leuten etc. zu vermitteln. so machen das alle hier, wer wollte sich da ausschließen.
pickel werden hier keine ausgedrückt. auch die persönliche finanzlage, sofern problembehaftet, soll hier nicht zur debatte stehen. nichtsdestoweniger wird hier tabulos und ohne falsche scham das allzuoft fragwürdige treiben anderer kritisch unter die lupe genommen. für plattitüden und freundliche allgemeinplätze ist hier kein platz, wie sie schon beim lesen dieser, von der bescheidenen künstlerin persönlich verfassten einleitung, aufs angenehmste festgestellt haben werden. die autorin freut sich über zahlreiche fanpost.